Argentinien-GP: Zarco fährt mit kluger Taktik zum Sieg

Zarco Argentinien 2016

Nach einem Saisonstart zum Vergessen konnte sich Johann Zarco beim Argentinien-GP den ersten Sieg 2016 holen. Der Weltmeister wählte in einem harten Rennen die beste Taktik, schlug zur richtigen Zeit zu und lag im Ziel eine knappe Sekunde vor Sam Lowes. Jonas Folger komplettierte das Podium.

Der Deutsche war es, der den besten Start hatte. Er musste sich aber bald den Attacken von Johann Zarco erwehren. Polesetter Sam Lowes attackierte wiederum den Franzosen und war schnell vorbei. Nach einem Fehler Folgers konnte der Brite denn auch die Führung übernehmen. Es entwickelte sich ein Vierkampf um den Sieg, nachdem auch Franco Morbidelli zu der Gruppe gestoßen war. 

Anfangs sah es so aus, als könne auch Dominique Aegerter um den Sieg mitkämpfen, da der Schweizer mit Sieben-Meilen-Stiefeln von den hinteren Top-10-Rängen herangeeilt kam. Doch er konnte das Tempo nicht bis zum Schluss hoch halten. Er setzte sich am Schluss gegen Hafizh Syahrin durch und wurde Fünfter. Alex Rins wurde in den letzten Runden ebenfalls eine Gefahr für die Spitzengruppe. Aber auch der Spanier konnte den Rückstand nicht entscheidend verringern. Er kam als Vierter ins Ziel.

 

Die Schlussphase hatte es im Siegkampf freilich in sich. Johann Zarco war in Führung gegangen und begann, die Gruppe auseinander zu ziehen. Sam Lowes versuchte verzweifelt, den Anschluss zu halten, wurde jedoch von Franco Morbidelli gestört, der ihn attackierte, nach Lowes´ Konter jedoch über das Hinterrad stürzte. Eingangs der letzten Runde hatte Zarco einen Vorsprung von 0,9 Sekunden und baute diesen mit einer beeindruckenden schnellsten Rennrunde auf 1,3 Sekunden aus. Jonas Folger erbte nach dem Morbidelli-Sturz Rang 3.

Für Sandro Cortese war es erneut kein leichtes Rennen. Der Schwabe verlor am Start einige Plätze. Zwischenzeitlich konnte er die schnellste Rennrunde fahren und kämpfte sich zusammen mit Tom Lüthi (P7) vor in die Top 10. Bei zehn zu fahrenden Runden jedoch stürzte Cortese über das Vorderrad und stapfte mit null Zählern davon. Hinter Lüthi komplettierten derweil Axel Pons, Takaaki Nakagami und Mattia Pasini die Top 10. Marcel Schrötter kam als Elfter ins Ziel. 

Für Alex Marquez war das Rennen bereits nach der zweiten Runde gelaufen. Der Bruder von MotoGP-Star Marc Marquez stürzte nach Katar zum zweiten Mal und konnte danach nicht mehr lange weiterfahren. 

 

Die Ergebnisse gibt es HIER

 

Text: Dominik Lack

Foto: MotoGP.com

 

 

Tags:

Trackback von deiner Website.

Kommentieren