WSSP300 Magny Cours: Noderer „Punkte waren drin“

Gabriel Noderer lag in deutlicher Reichweite zu den Punkterängen, als der Thalmässinger im Rennen zu Boden ging. Das sagte Noderer zu seinem kompletten Wochenendverlauf.

Gabriel Noderer

„Das Wochenende hat trotz Regenvorhersage mit einem heißen Freitag begonnen. Ich habe mich im Vorfeld intensiv auf die Strecke vorbereitet mit alten Videos und bin auch alle Möglichkeiten für regnerische und trockene Verhältnisse durchgegangen. Somit kam ich super ins erste freie Training und bin gleich in der dritten Runde zusammen mit Robert Schotman richtig schnell gefahren. Danach allerdings konnte ich meine Zeit nicht verbessern, da von hinten kein schneller Fahrer mehr kam und in der Klasse Windschatten äußerst wichtig ist. Im zweiten freien Training bin ich spät rausgefahren und es war schwer einen Windschatten zu finden. Da nur 30-Minuten Zeit waren fehlte mir hinten raus die Zeit und ich glaube ich wäre alleine sogar schneller gewesen. Aber ich muss lernen die Windschatten optimal zu nutzen in dieser Klasse! Im Qualifying war es nass, aber meine Crew stellte mir ein klasse Motorrad zur Verfügung. Ich fühlte mich richtig wohl und übberholte viele Fahrer! Allerdings beschlug mir gleich in der Einführungsrunde das Visier, was natürlich doof war. Ich fuhr an die Box, aber wir hatten kein Visier zum wechseln. Zu dem Zeitpunkt lag ich auf Platz 5! Ich ging wieder auf die Strecke und machte das Beste draus und fuhr teils mit offenem Visier. Am Ende reichte es zu Startplatz 16.“

„Der Start ins trockene Rennen war ok und ich machte zumindest einen Platz gut. In der ersten Runde unterlief mir ein kleiner Fehler und ich schaltete einen Gang zu weit nach unten, womit der Motor in den Limiter sprang. Dadurch sind beim Rausbeschleunigen 3 Fahrer an mir vorbeigezogen. Ich konnte an der Gruppe dran bleiben und ich fühlte mich richtig gut. In der Schikane hatte ich dann den Alex Murley vor mir. Normalweise geben wir da in der Mitte der Schikane vor der Linkskurve schon wieder Vollgas. Diesmal allerdings gab Murley nicht so Vollgas, weil er wie er mir danach erzählte, einen Vorderradrutscher hatte. Damit rechnete in der Situation nicht und touchierte leider sein Hinterrad. Ich fuhr ins Gras, welches leider noch so nass war, dass ich zu Boden ging. Ich bin aber soweit unverletzt. Sehr schade, denn die Gruppe um Murley wurde 11. und ich fühlte mich stark. Da wären ordentlich Punkte drinnen gewesen an diesem Wochenende! Aber es hilft nichts, wir müssen nach vorne schauen!“

Text: Sebastian Lack

Fotos: Philippe Damiens

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