WSSP300 Magny-Cours: Heute im Streckentalk…Max Kappler

Nach seiner Vertragsverlängerung für ein weiteres Jahr im Freudenberg Racing Team, kommt Max Kappler nun nach Magny-Cours. Eine Strecke auf der er bislang noch nicht gefahren ist. Bei der Streckenbegehung sprachen wir über seine ersten Eindrücke und analysierten mit ihm zusammen die französische Traditionsstrecke in unserem “Streckentalk

Max, du bist hier zum ersten Mal auf der Rennstrecke in Magny-Cours. Wie war dein Vorgehen bei der neuen Rennstrecke im Vorfeld des Wochenendes?

Ganz wichtig ist für mich jetzt der Streckenrundgang, aber auch vorher hab ich schon die Videosequenzen aus dem letzten Jahr mir genau angeschaut. Außerdem hab ich mich mit Luca (Grünwald) unterhalten und mir Infos geholt, da er hier vorher testen war. Für den Freitag probiere ich eine Gruppe mit Fahrern zu finden, welche schon mal hier gefahren sind und hänge mich dran.

Streckenlayout Magny-Cours

Lass uns trotzdem einmal jetzt nach deinem Streckenrundgang auf die Strecke gucken. Sie ist insgesamt in 4 Sektoren unterteilt und besitzt ziemlich viele enge Kurven. Wie beurteilst du die einzelnen Sektoren?

Sektor 1:

“Ich denke im ersten Sektor muss man es einfach extrem laufen lassen. Hier könnte die erste Kurve vllt sogar mit Vollgas gehen. In Kurve 3 darf man dann nicht zu weit außen, aber auch nicht zu weit innen fahren, sonst ist man am Ausgang zu langsam. Anschließend folgt nämlich eine lange Gerade bis hin zur T5, weshalb der Schwung aus Kurve 3 umso bedeutsamer wird.”

Die Kurven T1 und T2, auch “Grand Courbe” genannt.

 

Sektor 2:

“Der Sektor beginnt mit der “Adelaide” Kurve. So eine Kurve muss ich sagen, habe ich glaube ich noch nie gesehen. Einfach nur spät bremsen, ankern, um die Kurve rum und Vollgas geben! Ich denke das wird spannend, gerade im Rennen wenn da 4-5 Mann nebeneinander diese Kurve anbremsen. Am Ende von Sektor 2 denke ich ist die Schikane ziemlich schnell, hier wird nicht viel mit abbremsen sein. Danach heißt es wieder Feuer frei bis in Kurve 8, welche den Beginn des 3. Sektors darstellt”

Die “Hacker-Kurve” Adelaide!

Sektor 3:

“Hier in Kurve 8 wird es vermutlich verschiedene Möglichkeiten geben. Ich denke man sollte die Kurve ziemlich Spitz anfahren, aber auch hier versuchen viel Schwung mitzunehmen, da es in Kurve 9, 10 und 11 bergauf geht. Die Gerade ist zwar kürzer als die zur Adelaide, aber ich finde hier geht es noch steiler bergauf, speziell wenn man in der “Imola” Kurve ist.

Sektor 4:

“Hier gibt es in Kurve 12/13 eine gute Überholmöglichkeit, danach wird es runter in Kurve 15 noch mal kompliziert, da es richtig bergab geht. Anschließend kann man ein letztes Überholmanöver in Kurve 15 rein starten. Man muss aber Ausgangs aufpassen, da man sonst noch vor der Schikane ausgekontert werden kann.

Schikane vor Start/Ziel.

Du hast gerade zum Schluss 2-3 Überholmöglichkeiten aufgezählt. Wo siehst du auf der Strecke insgesamt die markantesten Stellen zum Überholen?

“Von Kurve 2 in Kurve 3 gerade reinstechen, da hab ich in Videos vom letzten Jahr viele Manöver gesehen. Danach in der “Adelaide” und eventuell auch in Kurve 8. Anschließend denke ich im Windschtten zu Kurve 11 gibt es eine Möglichkeit und in Kurve 13 kann man innen reinbremsen. Hier muss man aber aufpassen, dass man am Ausgang nicht wieder ausgekontert wird. In Kurve 15 ist die letzte große Möglichkeit für ein Überholmanöver. Generell gibt es hier einige Geraden, wo es viele Windschattenduelle geben wird. Dies ist gerade bei uns in der kleinen Klasse äußerst wichtig, wodurch sich schon auf den Geraden immer mal Überholmöglichkeiten auftun können.

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

 

 

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