WSSP: Randy Krummenacher „Vermisse es überhaupt nicht“

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Die vergangene Saison in der Supersport-WM verlief für Randy Krummenacher bereits von Beginn an besser als es sich der ehemalige Moto2-Pilot wahrscheinlich selbst erträumt hatte. Nach dem Sieg zum Auftaktrennen in Australien ging es für den Schweizer regelmässig in die Top 5. Für die Saison 2017 erfolgt nun der Wechsel Krummenachers in die World Superbike. Ein guter Grund für Racetrack News sich mit Randy Krummenacher zu unterhalten und den 26-Jährigen zu befragen, ob der Weggang aus der Moto2 eine gute Idee war.

In Valencia hatten wir Dir vor knapp einem Jahr die Frage gestellt, warum Du in die Supersport-WM wechselst und ob Dir die Moto2 vielleicht nicht doch fehlen wird. Deine Antwort darauf war: „Frag mich dies in einem Jahr noch mal,…“ und genau das möchten wir hiermit tun. Hand aufs Herz Randy, war es aus Deiner Sicht eine gute Entscheidung zu wechseln und fehlt Dir manchmal noch Deine „alte“ Serie?
„Es war auf jeden Fall die richtige Idee, denn ich fühle mich hier wie zu Hause. Es ist ein tolles Fahrerlager. Klar hat man auch hier Freunde und Feinde, aber es ist alles etwas familiärer und relaxter. Es ist noch mehr Racing hier. Auch das Budget ist gesünder und wir sind trotzdem richtig schnell unterwegs, was für die Zuschauer auch eine gute Show ist. Die Moto2 vermisse ich überhaupt nicht!“

Was nimmst Du im Nachgang aus dieser Zeit mit?
„Ich habe viel gelernt in der Zeit im Grandprix, aber es ist echt nicht meine Welt. Ich bin nicht der Typ für den Grandprix. Ich bin hier zu Hause und ich werde hier bleiben. Den MotoGP-Traum hat irgendwie jeder Fahrer und den lasse ich offen, aber ich kann ganz gut damit leben wenn ich ein Superbiker bleibe.“

Verfolgst Du was Deine Landsmänner in der Moto2 machen?
„Ja das tue ich und ich wünsche Ihnen nur das beste. Ich fieber mit ihnen mit und mal schauen vielleicht folgt mir der ein oder andere, aber das muss jeder selbst entscheiden.“

Im ersten Rennen in der neuen Serie gleich konntest Du beim Supersport-WM-Auftakt auf Phillip Island zum Sieg fahren. Hattest Du damit gerechnet, dass so schnell ein Sieg für Dich drin ist?
„Das es so schnell geht nicht, aber ich habe gewusst, dass ich vorn fahren werde. Doch das ich gleich gewinne, hätte ich nicht gedacht. In Australien nach dem WarmUp wusste ich zwar, dass das Podium möglich wäre, denn ich hatte eine sehr starke Pace im WarmUp, aber das ich gewinne, generell war der Australienaufenthalt einer der schönsten in meiner Karriere!!! Wir haben dort 14 Tage getestet, das war einfach alles genial!“

Wer waren im vergangenen Jahr Deine grössten Kritiker und was sagen sie jetzt bzw. hast Du mit ihnen noch Kontakt?
„Die Kritiker sind verschwunden! Seit ich Erfolg hier habe, schlage ich mich nur noch durch mit guten Menschen, die mir das gönnen. Die schlechten Menschen haben sich verabschiedet und das macht auch etwas mit mir. Ich bin ein anderer Mensch, bin happy jeden Tag, wenn ich aufstehe. Ich spüre keinen Druck in dem Sinne und ich weiss was ich jeden Tag zu tun habe. Generell ist das Leben schöner. Es ist ein neuer Lebensabschnitt!“

Text und Foto: Doreen Müller

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