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WSSP Assen: Cluzel gewinnt den Supersport-Krimi

Der Franzose Jules Cluzel bewies Nerven und wehrte am Ende die Angriffe von dem aufholenden Randy Krummenacher ab. Mit seinem Sieg in Assen holte der NRT-Yamaha Pilot nun auch in der WM-Tabelle auf und liegt nun mit 50 Punkten auf Platz 4.

Der Polesetter Sandro Cortese kam nicht besonders gut vom Start weg, konnte aber nach der ersten Kurve ein Scharmützel zwischen Cluzel und de Rosa nutzen um vor auf Platz 2 zu fahren. An der Spitze hatte sich Lucas Mahias behauptet, während der Schweizer Randy Krummenacher vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen musste. Er hatte die Startaufstellung verlassen, aufgrund einer Änderung am Bike.

In der zweiten Runde übernahm Jules Cluzel die Führung von Mahias und die beiden hielten sich in dieser Konstellation ganze 5 Runden lang. Es enstand zu dem Zeitpunkt des Rennens mit Cluzel, Mahias, Caricasulo, Cortese, de Rosa und Stapleford eine Sechser-Gruppe im Kampf um den Sieg. Das Puccetti Kawasaki Team erlebte derweilen den Supergau, denn beide Fahrer Okubo und Morais stürzten in Kurve 5 und fielen somit aus. Während Stapleford mit seiner Triumph die schnellste Rennrunde fuhr, baute er damit einen kleinen Sicherheitsabstand zu dem Lokalmatadoren Rob Hartog auf, der auf einem guten 7. Platz lag.

Randy Krummenacher gesellte sich nach einer sehenswerten Aufholjagd und den schnellsten Rundenzeiten im Feld in der 11. Runde zum Spitzenpulk hinzu und machte mit dem Überholmanöver an Stapleford den Anfang zur Jagd auf Platz 1. Währenddessen lieferten sich die vorderen Piloten spektakuläre Zweikämpfe, in denen auch Sandro Cortese verwickelt war. In der 8.Runde profitierte der Berkheimer von einem Überholmanöver zwischen de Rosa und Mahias in der Geert Timmer Bocht und schlüpfte innen an Beiden vorbei.

In der 13. Runde bekam dann nach Cortese auch Krummenacher “Schützenhilfe”, denn Mahias überholte den Italiener de Rosa in einem knappen Manöver, von dem Krummenacher profitierte und an den zwei Piloten vorbei ging. Wenig später kam es zu einer haarigen Szene zwischen Caricasulo und Stapleford. Der Brite ging in der schnellen Ruskenhoek innen an dem Italiener vorbei und touchierte ihn, sodass er zu Sturz kam. Dieses Manöver sollte Stapleford am Ende noch bereuen, da er eine Zeitstrafe bekam und auf Platz 15 zurückfiel.

An der Spitze hatte sich nun ein 5-Kampf gebildet, wobei in den letzten Runden Sandro Cortese auf Platz 5 liegend abreißen lassen musste. Es blieben mit Cluzel, Krummenacher, de Rosa und Mahias 4 Fahrer die um den Sieg kämpften. Speziell Krummenacher wirkte dabei am stärksten und in der letzten Runde war es so weit. Krummenacher setzte alles daran um am Franzosen vorbeizugehen. In der Schikane vor Start/Ziel reichte es noch nicht, sodass es der Bardahl Yamaha Pilot Ausgangs probierte und wild schlingernd neben dem Franzosen herausbeschleunigte. Im Ziel fehlten dem Schweitzer allerdings noch 0,291sec auf den Sieg, den ein überglücklicher Cluzel einfuhr. Auf den 3. Platz fuhr Raffaele de Rosa, dem in Aragon noch der Motor seiner MV Agusta kaputt gegangen war. Mahias und Cortese belegten die Plätze 4 und 5. Im Kampf um Platz 6 ging es noch mal haarig zwischen Hartog und Tuuli zu. Der Niederländer überholte den Finnen in der letzten Kurve und sie wurden beide rausgetragen. Über die Ziellinie fahrend gab der Finne mit dem Mittelfinger dem Niederländer ein klares Zeichen.

Der Österreicher Thomas Gradinger machte neben dem Sieg von Cluzel ein gutes Teamergebnis perfekt und fuhr mit Platz 8 sein erstes Top Ten Ergebnis ein.

HIER das komplette Ergbnis.

HIER der neue WM-Stand.

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

 

 

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