WSBK: San Juan – Erste Eindrücke von Tati Mercado

Keine drei Monate sind es mehr bis die Superbike- und Supersport-WM nach Südamerika reist. Vom 12.-14. Oktober soll in Argentinien die vorletzte Saisonstation 2018 stattfinden. Um sich vorab ein Bild von der aktuellen Situation der neuen Rennstrecke zu machen, besuchte nun eine Delegation aus FIM- und Dorna-Mitarbeitern sowie lokalen Politikern die Baustelle im Westen des Landes.

Das Rennen in Argentinien stand in diesem Frühjahr noch in den Sternen, da unklar war, ob die Bauarbeiten bis Oktober abgeschlossen sein würden. Als Ausweichmöglichkeit war bereits Jerez genannte worden. Nun scheint es jedoch, als wenn zumindest die Fertigstellung der Rennstrecke an sich planmäßig verläuft. Auch der ersten Praxistest konnte im Zuge der genannten Besichtigung absolviert werden:

Leandro “Tati” Mercado, ehemals Vizemeister bei den Superstock 1000 und nun im zweiten Jahr bei den Superbikes, teilte positive Eindrücke nach den ersten Runden auf der Strecke: “Das Design ist sehr technisch. Mir gefällt es sehr gut und es kann einiges an Unterhaltung bereithalten. Es ist eine weite Strecke mit vielen Überholmöglichkeiten und Richtungswechseln. Die Zielgerade ist ziemlich beeindruckend: Sie geht zum Teil bergab und wird dann gerade, nur um vor Kurve eins wieder abzufallen. Turn 1 ist von der Gerade aus fast blind zu fahren. Außerdem gibt es noch eine Kurvenkombination, die man gut zusammenfügen muss. Man muss für eine gute Rundenzeit den Reifen gut nutzen. Mein Eindruck vom San Juan Circuit ist, dass es eine Strecke ist, die anders ist als der Rest des Kalenders.”, so Mercado.

Der Circuito San Juan, auch genannt “El Villicum” ist 4,266 Kilometer lang, beinhaltet 19 Kurven (11 Links- und 8 Rechtskurven) und eine über einen Kilometer lange Zielgeraden. Für das Layout ist bereits der Asphalt verlegt, allerdings müssen noch einige Arbeiten am Abflusssystem und anderen Details verrichtet werden. Auch von der Infrastruktur her muss noch viel geschehen, damit Mitte Oktober die Superbike-WM ihren Auftritt bekommt. An einigen Stellen spricht man bereits von provisorischen Lösungen. So etwa wird für dieses Jahr das Media Center in einem Zelt untergebracht. Wie weit die Anlage letztlich wirklich fertiggestellt wird und welche Einschränkungen sich noch ergeben, kann noch nicht abgeschätzt werden. 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

 

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