WSBK Monza, Stimmen nach dem Rennen.


Monza – Rennen.
Sonntag, 12. Mai 2013.


Wetter: Sonnig.
Temperatur: Luft: 20 – 24 °C, Strecke: 38 – 47 °C
Teilnehmende Fahrer: 18 von 12 Teams
Schnellste Runde Rennen 1: Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) 1:41.229min (Rd. 2)
Schnellste Runde Rennen 2: Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK Team) 1:42.379 min (Rd. 18)




Das BMW Motorrad GoldBet SBK Team ist auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Werksfahrer Marco Melandri (ITA) sicherte sich mit seiner BMW S 1000 RR den Sieg im ersten der heutigen Rennen in Monza (ITA). Im zweiten Lauf gehörte Marco wieder zum Spitzenfeld, er wurde Zweiter und fuhr die schnellste Rennrunde. Sein Teamkollege Chaz Davies (GBR) belegte im ersten Rennen Platz fünf, stürzte jedoch im zweiten Lauf, als er erneut auf Position fünf lag. Im „Autodromo Nazionale di Monza“ wurde die vierte Runde der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 ausgetragen. In der Fahrerwertung hat sich Marco mit 96 Punkten auf Platz vier verbessert. Chaz ist Fünfter mit 94 Punkten. In der Herstellerwertung belegt BMW mit 144 Punkten den zweiten Platz.

Rennen eins, von der Durchschnittsgeschwindigkeit her der schnellste Superbike-WM-Lauf aller Zeiten, war vom Start bis ins Ziel ein atemberaubender Thriller. Marco drängte von Startplatz fünf aus sofort nach vorn. Im zweiten Umlauf lag er bereits auf Rang zwei, und bis zur Zielflagge lieferte er sich einen spannenden Vierkampf mit Eugene Laverty (IRL), Sylvain Guintoli (FRA) und Tom Sykes (GBR). Die Positionen wechselten ständig. In der elften Runde setzte sich Marco an die Spitze, in Runde 15 rutschte er jedoch auf Rang drei zurück. Der Kampf ging weiter und fand seinen Höhepunkt in der letzten Runde. Marco übernahm wieder die Führung, verlor sie aber ein paar Kurven später erneut. Er gab sich jedoch nicht geschlagen. Mit einem brillanten Manöver holte sich Marco wenige hundert Meter vor dem Ziel Platz eins zurück und verteidigte die Führung bis zum Schluss. Im Fotofinish hatte er einen Vorsprung von 0,085 Sekunden auf Sykes und 0,107 Sekunden auf Laverty. Chaz, der als Neunter gestartet war, machte ebenfalls gleich zu Beginn des Rennens mehrere Positionen gut. Er lieferte sich einen Dreikampf mit Jonathan Rea (GBR) und Davide Giugliano (ITA) und übernahm bald den fünften Rang. Diese Position hielt er bis ins Ziel.

Im zweiten Rennen gaben dieselben vier Hauptdarsteller den Ton an, doch dieses Mal tauschte das Quartett nicht so häufig die Positionen. Stattdessen schienen sie sich gegenseitig zu belauern, um dann in der Schlussphase mit dem Kampf um den Sieg zu beginnen. Marco lag die meiste Zeit über auf dem dritten Platz. In der vorletzten Runde startete er seinen Angriff nach vorn und verdrängte Guintoli vom zweiten Platz. Laverty jedoch verteidigte die Führung bis ins Ziel und gewann mit einem Vorsprung von 0,143 Sekunden auf Marco. Chaz hatte ein schwierigeres Rennen als im ersten Lauf. Zu Beginn verbesserte er sich wieder auf den fünften Rang, dann kam er jedoch in der Schikane vom Kurs ab und fiel zurück auf Platz acht. Der Waliser kämpfte sich wieder auf den fünften Platz zurück, doch in Runde 12 beendete ein Sturz seine Hoffnungen auf ein Topergebnis.

Das BMW Motorrad GoldBet STK Team hatte einen mehr als unglücklichen Tag. Das Rennen des FIM Superstock 1000 Cups war für beide Fahrer, Sylvain Barrier (FRA) und Greg Gildenhuys (RSA), durch einen heftigen Massenunfall bereits in der ersten Kurve beendet. Beide wurden ins Medical Centre gebracht. Sylvain blieb unverletzt. Bei Greg bestand zunächst der Verdacht auf einen Bruch des rechten Beins, doch weitere Untersuchungen ergaben, dass er sich glücklicherweise nur den Knöchel gezerrt hat.


Marco Melandri:
Rennen 1: 1., / Schnellste Rennrunde: 1:42.343 min (Rd. 2)
Rennen 2: 2., Abstand zu P1: 0:00.143 min / Schnellste Rennrunde: 1:42.379 min (Rd. 18)
„Es war ein unglaublicher Tag für mich. Es ist einfach wunderbar, hier in Monza Erster und Zweiter zu werden. Nach unserem schwierigen Saisonstart ist das ein großartiges Gefühl. Das erste Rennen war unglaublich. Ich wusste, dass meine Rennpace ganz gut ist, auch wenn im Qualifiying Schwierigkeiten hatten. Gleich beim Start wusste ich, dass es bis zur letzten Kurve ein hartes Rennen sein wird. Als mich Eugene in der letzten Runde überholt hat, dachte ich, dass es unmöglich wäre, wieder an ihm vorbeizugehen. Denn er war in den Kurven sehr stark und zog etwas davon. Doch in der letzten Kurve war ich wieder an ihm dran. Ich wusste, dass ich etwas schneller fahren kann als die anderen und habe ihn überholt. Und obwohl ich etwas sehr weit außen war, bin ich bis zur Ziellinie Vollgas gefahren. Bis zur karierten Flagge habe ich auf meine RR eingeredet: ‚Go, Go, Go‘ – das war unglaublich.

In der Mitte des zweiten Rennens war ich ein bisschen schneller als die beiden Jungs vor mir, aber es ergab sich keine Gelegenheit, einen Überholversuch zu starten. Doch dann hat Sylvain einen kleinen Fehler gemacht. Ich habe ihn überholt und versucht, Eugene einzuholen, aber er war etwas zu weit weg. Trotzdem war ich auch über den zweiten Platz überglücklich. Jetzt bin ich optimistisch, denn ich spüre, dass mein Gefühl für das Bike zurückkommt. Ich kann aggressiv bremsen und in die Kurven fahren, so wie es meinem Fahrstil entspricht. Ich bin sicher, dass wir ab jetzt bei jedem Rennen vorne an der Spitze mitkämpfen werden. Vielen Dank an mein Team, denn sie arbeiten so hart, und ich bin sicher, dass die Meisterschaft für uns nun beginnt. Außerdem möchte ich den vielen Fans, die heute hierhergekommen sind, ‚Grazie‘ sagen. Es war wunderbar, die vollen Tribünen zu sehen.“

Chaz Davies:
Rennen 1: 5., Abstand zu P1: 0:07.629 min / Schnellste Rennrunde: 1:42.922 min (Rd. 7)
Rennen 2: DNF / Schnellste Rennrunde: 1:42.504 min (Rd. 4)
„Das erste Rennen hat Spaß gemacht, aber es ist nicht ideal verlaufen. Es war toll, mit
Das erste Rennen hat Spaß gemacht, aber es ist nicht ideal gelaufen. Es war toll, mit Jonathan und Davide zu kämpfen, aber man sollte hier nicht kämpfen, denn die Spitzengruppe fährt zu schnell davon und man verliert vor allem den Windschatten, der hier sehr wichtig ist. Pro Runde macht man ein paar Zehntel allein durch das Windschattenfahren gut. Zur Rennmitte hin war ich recht zufrieden mit dem Tempo, das ich gehen konnte. Ich bin etwas näher an die Führenden herangekommen, aber am Ende konnte ich sie nicht mehr einholen. Ich wüsste gern, wie das Rennen ausgegangen wäre, wenn ich den Anschluss an sie hätte halten können. Im zweiten Rennen habe ich wieder Zeit bei einem Duell mit Davide verloren. Es hat Spaß gemacht, aber dadurch habe ich pro Runde eine halbe Sekunde auf die Spitzengruppe verloren. Ich dachte, dass ich den Rückstand wieder aufholen kann und habe Gas gegeben, weil ich in den Kampf um den Sieg eingreifen wollte statt Fünfter zu werden. Am Ende habe ich zu viel riskiert und bin über die Front weggerutscht. Ich bin natürlich enttäuscht, weil ich gestürzt bin. Aber ich bin zufrieden, weil wir das Bike Schritt für Schritt verbessert haben und die richtige Richtung eingeschlagen haben.“

Andrea Buzzoni (Leiter BMW Motorrad WSBK):
„Nach einem schwierigen Wochenende in Assen sind wir mit vielen neuen Ideen für Marco nach Monza gekommen. Und diese Ideen haben seit Freitag gut funktioniert. Dank der Arbeit, die die Renn- und die Entwicklungsabteilung des Teams nach Assen geleistet hat, fühlt sich Marco wieder wohl, und er kann sein Talent nutzen. In beiden Rennen waren sowohl seine Performance als auch seine Renneinteilung perfekt. Wir sind wirklich glücklich, dass er endlich wieder das richtige Gefühl für das Motorrad hat, um sein Können zeigen und schnell fahren zu können, so wie er dies hier in Monza getan hat. Dieses hohe Leistungsniveau müssen wir nun bei den nächsten Rennen beibehalten. Wir haben viele Ideen, deshalb sind wir wirklich optimistisch. Ich möchte mich bei seiner Crew dafür bedanken, die in der Superpole am Samstag in kürzester Zeit einen perfekten Job gemacht und ihm damit ermöglicht hat, an der Session teilzunehmen. Gut gemacht. Chaz konnte aufgrund seines Sturzes am Freitag erst mit Verspätung beginnen, an der Abstimmung zu arbeiten. Das finale Setup stand am heute nach dem ersten Rennen statt. Chaz weiß, was er kann, und das hat er heute im zweiten Lauf gezeigt, als er versuchte, die Lücke nach vorn zu schließen und mit um den Sieg zu kämpfen. Doch leider ist er gestürzt. Wir wissen seine Einsatzbereitschaft zu schätzen. Im ersten Rennen wurde er Fünfter und hat damit wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt. Die Saison ist noch so lang. Wir müssen hart weiterarbeiten.

Das Superstock-Rennen begann leider dramatisch. Sylvain und Greg sind in der ersten Runde gestürzt. Sylvain blieb unverletzt. Greg ist heftig auf dem Boden aufgeschlagen, hat sich aber zum Glück nur leicht verletzt. Wir haben keine Punkt geholt, aber in der Gesamtwertung macht das nicht allzu viel aus. Greifen wir beim nächsten Rennen wieder an.“


Andrea Dosoli (Technischer Direktor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):
„In Monza wurden wir endlich für all die harte Arbeit, die wir auf Marcos Seite geleistet haben, belohnt. Zuvor hatten wir Rennen aufgrund von unglücklichen Umständen und kleineren technischen Schwierigkeiten verloren. Alle haben sehr hart gearbeitet, und es hat sich bereits im ersten Training hier in Monza abgezeichnet, dass Marco sich auf seinem Bike wohl fühlt. Die beiden heutigen Rennen haben dies bestätigt, und wir sind alle glücklich. Es ist schön, ihn wieder lächeln zu sehen. Wir müssen ihm und seiner Crew zu ihrer Arbeit gratulieren. Wir haben gesehen, dass unsere RR auf dieser Strecke recht konkurrenzfähig ist, obwohl unsere Gegner wie erwartet sehr stark sind. Chaz hatte kein einfaches Wochenende. Er ist am Freitag gestürzt, hat dann aber zusammen mit seiner Crew erfolgreich daran gearbeitet, sein Gefühl für das Bike schrittweise zu verbessern. Auch wenn seine Startposition nicht die beste war, hat er nach vorn aufgeholt, vor allem im zweiten Lauf. Zur Rennmitte war er wirklich schnell unterwegs, aber leider kam er dann mit dem Vorderrad auf die Randsteine und verlor die Chance, im Spitzenfeld mitzukämpfen. Doch er hat bewiesen, dass er ein gutes Tempo gehen kann. Deshalb: ein großer Dank an alle!“




Text und Fotos: BMW AG







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Fotos und Text: Suzuki-Racing.com


Leon Camier: 

„I had a pretty good start in the second race and got past Jules on the first lap. I then tried to get in a rhythm and not lose the tow. It took me a lap or two to get the feel and confidence in the brakes because we’d made a change to them for the second race. They felt ok, not as good in performance, but more consistent, so at least I could race with them. The set-up of the bike also worked better and let me do a bit more in the race, but I think the results today are what we can expect at this track. Yoshimura and the Crescent team have done a great job and the engine performance is in a different world to last year, but I don’t think we could have done much more here.“ 

Jules Cluzel: 

„I made a mistake in the first race and had to do a ride-through. I think this was a bit harsh because I had already lost 10-seconds and so for me there was no chance of any points. In the second race we worked a lot on the bike and made some changes to help with the traction, but I lost the rear for the first time in four races and crashed. I think I made a mistake, but the bike set-up was completely new and with a different feeling because we changed quite a lot. Maybe I need to adapt more before going for fast laps, so we will need to learn from this. I got zero points this weekend, but I am already looking to get to the next race, because this one was not the best for me.“ 

















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