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WSBK Magny Cours: Davies siegt als Phönix aus der Asche

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Einen Sieg der besonderen Art konnte Chaz Davies am Samstag in Magny Cours einfahren. Der Ducati-Pilot taktierte im Reifenpoker des ersten Superbike-Laufes richtig und sicherte sich erst im letzten Renndrittel Platz eins. Eine andere Strategie zahlte sich für Michael van der Mark und Tom Sykes aus, die das Podium komplettierten.

Die Bedingungen auf dem Circuit Nevers waren alles andere als leicht, als die Fahrer um 13:00 an den Start rollten. Noch am Vormittag hatte sich Jonathan Rea in einer verregneten Superpole Startplatz eins geholt, doch mittlerweile waren einige Streckenabschnitte aufgetrocknet. Einige Fahrer wie Chaz Davies wagten es, mit Intermediate-Reifen loszufahren, während der Großteil des Feldes Regenreifen aufziehen ließ. 

Den besten Start erwischte Rea, der jedoch an der Spitze sofort abgelöst wurde von WM-Rivale Tom Sykes. Dieser konnte seine Führung längere Zeit behaupten. Hinter dem Kawasaki-Duo schlossen nach und nach auch die beiden Honda-Piloten Nicky Hayden und Michael van der Mark auf. Während vorn ein Kampf um Rang zwei begann, machte von hinten Leon Camier Druck. Der MV Agusta-Fahrer ging erst an den Hondas vorbei und konnte später die Führung übernehmen.

Zuvor jedoch war Nicky Hayden der erste der Spitzenfahrer, der den Reifenwechsel in der Boxengasse vollzog. Dabei lief für den US-Amerikaner einiges schief und er musste nach wenigen Runden mit den Slickreifen wegen eines technischen Problems in die Box kommen. Teamkollege van der Mark kam ebenfalls kurz darauf zum Wechsel an die Box, nachdem er von Lorenzo Savadori überholt worden war. 

Vorn zog Camier immer weiter davon, während die Strecke immer weiter abtrocknete und immer mehr Fahrer die Reifen wechselten. Schließlich kamen auch die Werks-Kawasakis im Formationsflug an die Box, während die anderen Spitzenfahrer draußen blieben. Nun begann ein Rennen gegen die Zeit, denn es waren nur noch gut neun Runden zu fahren. Chaz Davies blieb fast die gesamte Renndauer ungeachtet auf den hinteren Top-10-Rängen, fuhr in der Schlussphase aber immer weiter nach vorn. Am Ende schnappte er sich die Podiumskandidaten und fuhr mit 9,8 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. 

Michael van der Mark fuhr nach seinem Wechsel eine schnellste Runde nach der anderen. Der Holländer konnte seine Honda im Schlusssprint nur knapp vor Tom Sykes als Zweiter ins Ziel bringen. Jonathan Rea war nach einem vierten Platz nur bedingt enttäuscht, denn er büßt in der WM dadurch nur 3 Punkte.

Markus Reiterberger hatte zwar einen guten Start, bei dem er sechs Positionen gut machte, doch ihm blieb am Ende trotzdem nur Platz 17. Dominic Schmitter fiel mit seiner vom Sturz am IDM-Wochenende lädierten Schulter aus.

Hier geht es zur Ergebnisliste

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

 

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