WSBK: Krummenacher: „Ich mag diese gewaltige Motorleistung“

Der Schweizer Randy Krummenacher nahm in dieser Woche ebenfalls am ersten Superbike Schlagabtausch in Jerez teil. Der Rookie aus der Supersport WM schlug sich mit Platz 11 und einer Zeit von 1:41,566 achtsam, musste am Ende allerdings bei einem Sturz mit Eugene Laverty einen kleinen Rückschlag entgegennehmen.Bei dem Sturz ging Laverty der Motor am Ende der Zielgeraden aus und der direkt hinter ihm liegende Krummenacher hatte keine Chance mehr zum Ausweichen. Dem Aprilia Piloten ist bei diesem Unfall nichts passiert, während der Schweizer sich eine Fleischwunde im Schienbein zuzog und aufgrund der Infektionsgefahr bei den nächsten zwei Tests in Portimao und Jerez nicht teilnehmen kann.

Krummenacher:

„Der zweitägige Jerez-Test verlief sehr erfolgreich. Abgesehen natürlich von diesem unglücklichen Moment, als am Ende der Geraden Laverty’s Motor ausging. Ich hatte absolut keine Chance auszuweichen. Zum Glück bin ich mit einer Fleischwunde am linken Schienbein glimpflich davongekommen. Es sind keine Muskeln oder etwas Anderes verletzt. Doch diese Verletzung ist wegen der Infektionsgefahr sehr heikel und daher ist Vorsicht geboten. Deswegen werde ich nun ein paar Tage Auszeit nehmen und die Wunde sorgfältig ausheilen lassen. Ich denke, ich bin auf jeden Fall bereit, um in der Woche vor dem WM-Auftakt in Australien zu testen. Natürlich ist es sehr schade, dass ich den Portimao-Test an diesem Wochenende auslassen muss. Diese Tatsache schmerzt eigentlich mehr, da dieser Cricuit absolutes Neuland für mich ist und daher wären Streckenkenntnisse enorm wichtig gewesen, bevor wir im September zum WM-Rennen dorthin gehen. Doch nach diesen zwei Tagen in Jerez fühle ich mich so gut und ich lasse mich nicht unterkriegen. Wir sind bereits am ersten Tag super in den Test gestartet, auch wenn ich nicht unbedingt viel zum Fahren gekommen bin. Das Motorrad wurde erst kurz zuvor komplett neu aufgebaut, weshalb am Dienstag noch viele Einstellungsarbeiten und Anpassungen notwendig waren. Doch ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt und war sofort schnell.“

„Am zweiten Tag konnte ich mich kontinuierlich weiter steigern, meine Rundenzeiten waren richtig schnell und noch viel wichtiger, sie waren auch sehr konstant. Meine persönliche Bestmarke bis zum Zeitpunkt des Sturzes stimmt mich zuversichtlich. Wir haben als Team wirklich gut gearbeitet und es passt schon so viel. Das Motorrad passt definitiv zu mir und ich mag diese gewaltige Motorleistung. Natürlich frage ich mich jetzt, warum hat das passieren müssen, es hat wertvolle Zeit gekostet. Aber das ist Rennsport. Man denkt, man hat immer alles unter Kontrolle, aber manches kann man eben nicht kontrollieren. In dieser Situation war ich chancenlos. Schade und es tut mir leid für mein Team, dass dieser sonst so gelungene Test auf diese Weise geendet hat.“

Text: Sebastian Lack

Fotos: Krummenacher Press, Dominik Lack

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