WSBK: Honda-Manager zieht Zwischenbilanz

Während die Superbike-WM momentan ihre Sommerpause genießt, ist es für die Teams an der Zeit, die bisherige Saison Revue passieren zu lassen. So auch beim Red Bull Honda-Team. In einem offiziellen Interview blickte nun Superbike-Manager Chris Pike auf die bisherige Bilanz der Honda-WSBK-Teams 2018.

Als Highlight der bisherigen Saison sieht Pike die Rennen in Thailand und Laguna Seca an: “Es war schön zu sehen, wie Leon im ersten Rennen von Thailand zurecht kam, gerade nach der schwierigen Saison, die das Team 2017 durchgemacht hat”. Camier war in Buriram nur knapp hinter Chaz Davies Vierter geworden. “Das hat gezeigt, dass das Bike mit dem richtigen Fahrer wesentlich konkurrenzfähiger ist. Das Red Bull Honda-Team und das Bike haben zuvor viel unfaire Kritik einstecken müssen und für mich wurde nun die harte Arbeit des Teams mit der Fireblade gerechtfertigt.”

Auch was das Triple M-Team um PJ Jacobsen angeht, findet Pikes lobende Worte. Nach einem schwierigen Saisonstart hatte der Amerikaner im zweiten Lauf von Thailand Platz 10 eingefahren, was zeige, wozu Jacobsen eigentlich fähig sei. Länger dauerte es mit dem Erfolg bei Jake Gagne, der erst beim Heimrennen in Laguna Seca Licht am Ende des Tunnels sah: “Laguna ist eine trickreiche und technische Strecke und Jake hat an dem Wochenende einen fantastischen Job gemacht”, lobte Pikes, der 2018 seine erste Saison als Honda-WorldSBK-Manager bestreitet. 

War bisher von vielen Verletzungen geplagt: Leon Camier (© Dominik Lack)

Nichtsdestotrotz ist die bisherige Saison 2018 für Honda auch ziemlich schwierig gewesen. Bisher hat man es noch nicht geschafft, die Fireblade für die Spitze konkurrenzfähig zu machen. “Natürlich wollen wir in der Superbike-WM um Siege kämpfen” erklärt Pikes. “Wir müssen jetzt die Bereiche ausmachen, in denen wir Probleme haben und etwas investieren um die notwendigen Entwicklungen möglich zu machen. Unser Bike ist in einigen Bereichen sehr gut. Wir haben große Fortschritte mit dem Umstieg auf die Magneti Marelli-Elektronik gemacht und auch was die Entwicklung des Chassis angeht. Wir müssen den Aufwind in den beiden Aspekten beibehalten und noch mehr aus der Motor-Performance herausholen. Die Power an sich ist nicht so schlecht, aber wir müssen uns auf die Leistungsannahme konzentrieren und weniger auf die Elektronik vertrauen.”

Bevor es am zweiten September-Wochenende für das nächste Rennen nach Portimao geht, findet auf dem Kurs in Portugal ein Test statt, bei dem Honda so viel Testmaterial ausstehen hat, dass zwei extra Tage gebucht wurden. Mit im Gepäck sind zwei neue Chassis-Varianten, die richtungsweisend für 2019 sein sollen. Außerdem kommt ein neues Auspuff-System von Akrapovic zum Einsatz sowie ein Paar Updates an der Elektronik und einer neuen Motoren-Spezifikation.

Auf die Zukunft bezogen ließ Pikes ebenfalls etwas verlauten: Momentan hat Honda drei Bikes im Starterfeld der Superbike-WM. Bei Kawasaki sind es sechs Maschinen, bei Ducati vier. Auf die Frage, wie es mit mehr Honda-Motorrädern aussieht, gab Pikes zu, dass die Überlegungen von Triple M, noch ein weiteres Bike einzusetzen, konkret sind. Dennoch sei noch nichts offiziell entschieden. 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Honda Pro Racing (Titel)

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