WSBK: Haslam zurück in der WM!

Das Transferrad in der Superbike-WM rotiert weiter. Nachdem sich Tom Sykes kürzlich vom Kawasaki-Werksteam trennte, gibt es nun von einem seiner Landsmänner Neuigkeiten zu vermelden: Leon Haslam kehrt zurück in die Superbike-WM.

 

Der 35-Jährige aus London unterzeichnete heute in Japan einen Werksvertrag bei Kawasaki und wird somit 2019 an der Seite von Jonathan Rea die Ninja ZX-10RR pilotieren. Haslam war schon seit dem Frühjar im Gespräch um einen Platz in der Werksmannschaft gewesen, als sich die Trennung mit Tom Sykes immer weiter verdichtete.

“Ich muss Kawasaki für diese Möglichkeit ein riesiges Dankeschön aussprechen. In die Superbike WM zurückzukehren ist etwas, auf das ich mich sehr freue. Nachdem ich in meinen sieben Jahren dort Rennsiege, Rundenrekorde, Poles und einen Vizetitel einfahren konnte, wird es sicher toll, wieder dabei zu sein. Die Saison 2019 wird ein Paar neue Herausforderungen bringen, da die Leistungsdichte zwischen den Herstellern weiterhin auf höchstem Niveau ist. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit diesem professionellen und erfolgreichen Team auch einiges an Erfolg genießen können.” so Haslam.

Sowohl für die Privatteams von Puccetti und Pedercini, als auch für sein permanentes BSB-Team JG Speedfit Kawasaki absolvierte Haslam in den letzten zwei Jahren Wildcard-Einsätze in der WM. In Donington 2017 brachte ihn einer dieser Einsätze sogar auf´s Podium. Der Superbike-WM kehrte der Brite als Permanentstarter nach einer Saison bei Aprilia 2015 den Rücken. In seiner WSBK-Karriere, die 2003 begann, war Haslam auf sechs verschiedenen Marken unterwegs (Ducati, Honda, BMW, Suzuki, Aprilia un

Haslam im Podestkampf mit Tom Sykes, Donington 2017 (© Dominik Lack)

d Kawasaki). Dabei holte er fünf Rennsiege und war 2010 Vizeweltmeister hinter Max Biaggi. 

Beim Kawasaki Racing-Team (KRT) hatte man lange überlegt, wer den Platz an der Seite von Weltmeister Rea einnehmen könnte: “Es ist verständlicherweise schwierig, einen Fahrer von Toms (Sykes) Kaliber zu ersetzen und die Entscheidung, für Leon 2019 zu unterschreiben wurde aufgrund vieler Faktoren gefällt.” erklärte Guim Roda, der Kawasaki Team-Manager. Roda betonte gleichzeitig, dass ein solcher Schritt nicht nur die Faktoren einschließt, die nach außen sichtbar sind, so wie Rennergebnisse. Es seien auch interne Interessen abgewägt worden: “Es gibt eine komplexe sportliche Strategie hinter dieser Entscheidung und um den Zielen des Teams gerecht zu werden, haben wir gefühlt, dass Leon der beste Fahrer für den Job ist. Gerüchte und Spekulationen haben die letzten Wochen bestimmt und darum sind wir froh, Leon für das KRT zu bestätigen.”

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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