WSBK Donington: Stefan Bradl mit schwierigem Start

Stefan Bradl und das RedBull Honda Team starteten heute in ein sehr emotionales Wochenende. Die ersten Trainings des Bayern gestalteten sich schwierig. Bradl fuhr auf Position 17 und verlor rund 1,6 Sekunden auf den Führenden Rea. Wir haben uns am Ende des Tages mit einem doch etwas angeschlagen wirkenden Stefan Bradl unterhalten.Stefan, Du bist heute auf dem 17. Platz gelandet. Wie lief der Tag aus deiner Sicht?

Es war ganz schwierig heute, weil wir mit diesem Motorrad und dem neuen Motor ganz viele Probleme haben. Das Motorrad ist sehr aggressiv und ich habe kein Vertrauen, um mein Bike beim Beschleunigen in der Spur zu halten. Das macht mir speziell in den ersten zwei Sektoren große Probleme, denn dieser Abschnitt ist sehr flüssig und wird in hohen Gängen mit viel Beschleunigung gefahren. Das ist sehr frustrierend, denn dieses Problem gab es schon die ganze Saison über und es hat sich nichts groß geändert.

Ich hatte vorhin beim Beobachten das Gefühl, dass Du im ersten Streckeneabschnitt kein Vertrauen zum Vollgasgeben hattest. Kann man das so sagen?

Ja, so kann man das ganz plausibel erklären. Das Motorrad bricht dann immer ganz komisch aus und ich bin mehr damit beschäftigt es auf der Linie zu halten.

Woran müsst ihr jetzt noch arbeiten?

Wir müssen uns im gesamten Paktet verbessern. Wir schauen uns nun die Daten an und versuchen das Ganze sanfter zu gestalten. Allerdings scheint es so, als ob die Probleme mit jedem neuen Motor wieder von vorne beginnen.

Es sind an diesem Wochenende Mitarbeiter der Firma „Cosworth“ hier mit dabei, die eure Motoren überarbeiten. Sind die immer bei den Rennen oder ist das nur so, weil die Firma ihren Sitz in England hat?

Ja die Firma ist nicht weit weg  von hier und ich denke es hilft, wenn die Jungs hier mit an der Strecke sind und sich die Informationen holen. Sonst sind die Mitarbeiter nicht mit dabei. Ich hoffe natürlich dass dabei auch noch was rüber kommt.

Du hast eine schwierige Woche hinter Dir mit dem Tod deines Teamkollegen Nicky Hayden. Wie schwer war es für Dich zum „Business“ zurückzukehren oder gab es gar die Überlegung gar nicht anzutreten?

So eine Situation habe ich bisher auch noch nicht mitgemacht. Ich denke um es ganz kurz zu machen: Wir können es leider nicht mehr rückgängig machen und auch nicht mehr helfen. Die Familie und er sind Racer und hätten nicht gewollt, dass das Event abgesagt wird, deshalb handeln wir auch im Sinne der Familie von Nicky. Aber es ist natürlich eine tragische Situation.

 

 

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

 

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