WSBK Donington: Heute im Streckentalk mit Gino Rea

Gino Rea aus dem OMG Racing UK Team ist in dieser Saison in die britische Superbike Meisterschaft zurückgekehrt und bestreitet an diesem Wochenende seinen Wildcardeinsatz in der Superbike WM. Mit dem Suzuki Piloten haben wir uns die Strecke einmal genauer unter die Lupe genommen.

Gino, erzähl uns mal aus deiner Sicht mit der 1000er Suzuki was sind die Tücken dieser Rennstrecke und was ist bei den Kurven zu beachten?

Ok, also der erste Streckenabschnitt ist sehr schwierig, denn er ist ziemlich zügig und beinhaltet schnelle Richtungswechsel mit dem Bike. Speziell beim Wechsel von der Rechtskurve in die linke “Craner Curves” ist Vorsicht mit der linken Flanke des Reifens geboten. Vor allem wenn es kalt und sehr windig ist. Hier stürzen immer viele den Hügel hinab, denn die Kurve geht abwärts. Eine sehr schnelle Passage.

Danach geht es in die “Old Hairpin”. Dort ist es wichtig aus der Kurve gut heraus zu kommen, denn es startet das Bergauf-Stück bis hin zur “Coppice”. Dort wird die leicht abschüssige Kurve blind gefahren und man muss gut auf die “Dunlop Straight” rauskommen. Danach kommt der engste Teil der Strecke. Bis dahin verläuft der Kurs sehr schnell und rund, aber von der “Fogarty Esses” an ändert sich das. Du musst hart in die “Fogarty Esses” hineinbremsen. Hier ist es schwierig beim Richtungswechsel, da man die Curbs mitbenutzen kann. Dabei ist Vorsicht geboten, da man durch die Curbs schnell stürzen kann. Nun geht es weiter mit harten Bremsmanövern in die “Melbourne Hairpin” und die “Goddards”. Es ist ganz anders wie die erste Hälfte der Strecke.

Was sind die Dinge auf die du bei deiner Suzuki achten musst?

Du musst hier einen guten Kompromiss und eine ausgewogene Balance zwischen den ersten schnellen und den letzten Stop and Go Passagen finden. Speziell auf der Bremse ist es aber wichtig gut zu sein, denn im letzten Sektor finden am Ende des Rennens die entscheidenden Bremsmanöver statt.

Würdest du sagen, dass es eine gute Strecke für die Suzuki ist?

Ja ich denke schon. Wir waren hier schon in der BSB und obwohl es wechselhafte Bedingungen gab, lief es nicht schlecht. Ich denke auch, dass wir davon Daten nutzen und hier gut mit dabei sein können.

Was ist also das Ziel für dieses Wochenende?

Ich muss realistisch bleiben, denn wir treten hier mit einem Motorrad aus der britischen Superbike Meisterschaft an. Es hat die Elektronik aus der BSB Klasse. Außerdem ist es mein erstes Jahr mit dem Team und in der Superbike Klasse, daher sehr schwer zu sagen wo wir in der WM stehen. Ich glaube aber, dass die Werksteams im Vergleich zu uns auf einem anderen Level sind. Ich möchte aber mit den Privatfahrern um WM-Punkte mitkämpfen!

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

 

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