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WSBK Assen- Statistiken und Infos vor den Rennen.


Der Meisterschaftsführende Sylvain Guintoli kehrt zu der Strecke zurück, auf der er letztes Jahr seinen allerersten Sieg einfuhr (im ersten Rennen). Im zweiten Rennen wurde er, nachdem er vom Rennsieger Rea in der letzten Runde überholt wurde, Zweiter. Vor dem letzten Jahr schaffte er es bei keinem der vier Rennen, die er in Assen gefahren ist, auf eine bessere Platzierung als Platz zehn.


Chaz Davies, Doppelsieger von Aragón, hatte letztes Jahr nicht besonders viel Glück in Assen, denn er musste bei beiden Rennen nach zwei Stürzen aufgeben: er startete vom elften Startplatz. 2011 lief alles richtig in der Supersport Meisterschaft, denn er gewann vor Fabien Foret und Broc Parkes. 2010 war er in derselben Meisterschaft Vierter.

Eugene Laverty kam bei allen vier Rennen, die in Assen gefahren wurden, zwischen dem dritten und siebten Platz ins Ziel. Er schaffte es, sich im letzten Jahr beim zweiten Rennen in der letzten Rennrunde gegen Melandri und Haslam durchzusetzen und belegte mit dem dritten Rang einen Podiumsplatz. 2009 und 2010 siegte er zweimal in der Supersport Klasse.

Für Marco Melandri ist die Rennstrecke eher ein Fluch als ein Segen: er stand noch nie auf dem Podium, wurde in zwei der vier Rennen hier Vierter, das letzte Mal letztes Jahr im zweiten Rennen. Letztes Jahr führte er das Rennen an, dann stürzte er bevor das Rennen gestoppt wurde. Marco fuhr sieben MotoGP Rennen in Assen, darunter waren zwei Podiumsplätze 2004 und 2005. 2002 fuhr er im Rennen der 250ccm Klasse vor Toni Elias und Roberto Rolfo von der Pole Position zum Sieg.

Jonathan Rea steht bei der Siegeswertung aller Zeiten in Assen an dritter Stelle. Vor ihm liegen Carl Fogarty, der zwölf Mal gewonnen hat und Troy Bayliss mit sechs Siegen. Jonathan gewann vier der acht Rennen. 2010 war es ein Doppelsieg. 2011 gewann er das erste Rennen und letztes Jahr das zweite Rennen. Er ist hier 2010 auch einmal auf die Pole Position gefahren, das bisher einzige Mal.

Tom Sykes‘ bestes Ergebnis ist immer noch das von 2009, als er mit Yamaha zum ersten Mal auf dieser Strecke gefahren ist. Er wurde damals im ersten Rennen Vierter und im zweiten Rennen Sechster. Letztes Jahr startete er von der Pole Position, doch dann hatte er im ersten Rennen mit einem Kühler-Defekt zu kämpfen und im zweiten Rennen waren es Setup Probleme, durch die er nur als Sechster ins Ziel kam.

2010 fuhr Leon Camier in Assen bei Rennen eins mit dem dritten Platz zu seinem allerersten Superbike-Podium. Im Folgejahr war es die allererste schnellste Runde und er wurde im zweiten Rennen Vierter. Doch bei allen seinen drei Rennen auf dieser Rennstrecke musste er bei einem der zwei Rennen aufgeben. 2011 war es wegen eines technischen Defekts im zweiten Rennen und dann waren da noch zwei Stürze, einer 2010 im zweiten Rennen und einer letztes Jahr im ersten Rennen, als er in der Einführungsrunde auf der nassen Strecke einen Highsider hatte.

Davide Giugliano fuhr hier letztes Jahr sein allererstes Podium im ersten Rennen ein. Und das obwohl er von einem 19. Startplatz aus ins Rennen fuhr. Im zweiten Rennen wurde er Neunter. 2011 gewann er das Superstock-1000-Rennen vor Danilo Petrucci. Er hat 2010 hinter Ayrton Badovini und Maxime Berger auch noch einen dritten Platz belegt.

Michel Fabrizio wurde bei seinem ersten Superbike-Rennen 2006 im ersten Rennen auf dieser Rennstrecke Dritter. Danach schaffte er es nicht wieder aufs Podium, konnte aber bei zwölf der vierzehn in Assen ausgetragenen Rennen Punkte sammeln. Nur 2008 ging er ohne Punkte aus.

Carlos Checa fuhr hier von zehn Rennen viermal aufs Podium. Sein bestes Wochenende hatte er 2011, als er das erste Rennen gewann und im zweiten Rennen, nach einem Start von der Pole Position, Dritter wurde (das war das erste Mal, dass er hier aus der ersten Reihe heraus startete). Letztes Jahr war er beim ersten Rennen Dritter. Im zweiten Rennen beging er noch vor Rennstart einen Fehler, als er sich auf einer fast trockenen Strecke für Regenreifen entschied. Durch einen Stop in der Pit-Box hatte er keine Chance mehr auf Punkte: er wurde am Ende Siebzehnter. Das war eines von zwei Mal, als er hier keine Punkte mitnehmen konnte. Das andere Mal war 2009 nach einem Sturz im ersten Rennen.


Text: WorldSbk.com




 BMW Motorrad Motorsport:
 Niederlande – Assen. 
Vorschau. 
26. – 28. April 2013 
3. von 15 WM-Rennwochenenden 
München/Mailand, 22. April 2013. Nur gut eine Woche nach dem erfolgreichen Rennsonntag im spanischen Aragón reist das BMW Motorrad GoldBet SBK Team nun an den berühmten „TT Circuit“ in Assen. Auf der niederländischen Strecke wird am kommenden Wochenende (26. bis 28. April) die dritte Runde der FIM Superbike Weltmeisterschaft 2013 ausgetragen. Klares Ziel der beiden Werksfahrer Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR) ist, wieder ganz vorn an der Spitze mitzufahren und damit das Potenzial ihrer BMW S 1000 RR zu bestätigen. 
Chaz verbesserte sich mit seinem Doppelsieg in Spanien auf den zweiten Rang der Fahrerwertung. An den ersten beiden Rennwochenenden der Saison hat er insgesamt 63 Punkte gesammelt. Marco, der in diesem Jahr ebenfalls schon zweimal auf dem Podium stand, machte in Spanien eine Position gut und liegt derzeit mit 43 Punkten auf dem vierten Rang. In der Herstellerwertung belegt BMW mit 79 Punkten den zweiten Platz. 
Auch das BMW Motorrad GoldBet STK Team ist mit seinen beiden Fahrern Sylvain Barrier und Greg Gildenhuys (RSA) in Assen im Einsatz. Die Mannschaft bestreitet dort die zweite Runde des FIM Superstock 1000 Cups 2013. Dem Team gelang in Aragón ein hervorragender Saisonstart: Der amtierende Meister Sylvain gewann das Auftaktrennen auf seiner neuen, mit dem elektronischen Dämpfungssystem DDC ausgestatteten BMW HP4. 
Assen aus Fahrersicht: 
Chaz Davies: 
„Nach meinem Doppelsieg in Aragón freue ich mich wirklich auf Assen. Ein Sieg stärkt natürlich das Selbstbewusstsein – und wenn man gleich zweimal gewinnt, nimmt man gleich richtig Schwung mit in die nächsten Rennen. Ich bin nun sehr zufrieden damit, wie die RR funktioniert und wie ich mich auf dem Bike fühle. Zudem ist Assen eine Strecke, die ich mag und auf der es für mich bisher gut gelaufen ist. 2011 habe ich dort das Supersport-Rennen gewonnen und damit meinen ersten Sieg in einer Weltmeisterschaft geholt. Im vergangenen Jahr habe ich es erstmals bis in die Superpole 3 geschafft, und im Trockenen war ich recht schnell unterwegs. 
Mir hat das alte Layout der Strecke etwas besser gefallen, aber es gibt immer noch die überhöhten Kurven, die etwas sehr Spezielles sind. Dazu kommt natürlich die Historie von Assen. Jedes Mal, wenn man dorthin kommt, spürt man die Tradition. Es ist ein Rennen, auf das man sich freut.“ 
BMW Motorrad Motorsport 


Marco Melandri: 
„Meiner Schulter ging es in Aragón fast das ganze Wochenende über gut. Ich bekam nur gegen Ende des zweiten Rennens Schwierigkeiten. Die Schulter war etwas entzündet. Um dies zu kompensieren, habe ich den anderen Arm mehr belastet. In der Folge bekam ich Krämpfe. Ich bin aber nicht beunruhigt, denn bis zum nächsten Rennen habe ich genug Zeit, die Entzündung ausheilen zu lassen. In der Zwischenzeit setze ich die Physiotherapie und das Training fort, um in Assen fit zu sein. 
Assen ist eine schöne Strecke. Ich fühle mich dort wirklich wohl, auch wenn ich das alte, breitere Layout bevorzugt habe. Was mir am meisten Sorgen bereitet, ist das Wetter. Im vergangenen Jahr hatten wir damit kein Glück. Ich hoffe, dass wir dieses Mal gutes Wetter haben und dass es nicht zu kalt wird. Das Schöne an der Superbike-WM ist, dass sich das Kräfteverhältnis ständig verändert. In Australien schien es, als ob Aprilia unschlagbar ist. Das hat sich dann in Aragón geändert. Für Assen erwarte ich ein offenes Rennen und dass Aprilia, Kawasaki und Chaz sehr schnell sein werden. Ich fühle mich gut, und mein Gefühl für das Motorrad wird besser. Ich bin recht zuversichtlich, dass wir nicht die gleichen Schwierigkeiten wie in Aragón haben werden.“ 
Assen aus technischer Sicht: 
Andrea Dosoli (Technischer Direktor BMW Motorrad GoldBet SBK Team): 
„Nach dem erfolgreichen Rennwochenende in Spanien reisen wir nun nach Assen, wo das unberechenbare Wetter eine große Rolle spielen könnte. Die niederländische Strecke war in der Vergangenheit Schauplatz denkwürdiger Rennen, die ihr den Beinamen ‚Universität des Motorradrennsports‘ eingebracht haben. Das Layout ist technisch und flüssig, auch wenn es vor einigen Jahren modifiziert wurde. Auf die Fahrer wartet eine echte Herausforderung, und für unsere Ingenieure ist Assen die perfekte Strecke, um die bisher gezeigte Performance weiter zu steigern. 
Chaz kann nach seinem Doppelsieg in Aragón auf ein sehr gutes Technikpaket zurückgreifen. Er und seine Crew werden auf dieser Basis die für die Eigenheiten in Assen nötigen Anpassungen vornehmen und versuchen, das vorhandene Potenzial voll auszuschöpfen. Marco verdient nach seinem unglücklichen Wochenende in Spanien die Topergebnisse, die er normalerweise holt. Die Renn- und die Entwicklungsabteilung des Teams haben hart gearbeitet, um sein Gefühl für unsere siegreiche RR zu verbessern. Nun freuen wir uns alle auf Assen.“ 
Assen aus sportlicher Sicht: 
Serafino Foti (Sportdirektor BMW Motorrad GoldBet SBK Team): 
„Nach Aragón sind wir sehr motiviert und zuversichtlich. Aber wir wissen natürlich, dass in der Superbike-WM jedes Rennen anders ausgehen kann, und dass unsere Gegner wirklich sehr stark sind. Von daher wird es nicht einfach für uns, einen solchen Erfolg zu wiederholen. Wir müssen konzentriert bleiben und hart arbeiten, denn die Saison fängt gerade erst an und ist sehr lang. Das Renn- und das Entwicklungsteam haben hervorragende Arbeit geleistet. Nun müssen wir Marco in die Lage bringen, an der Spitze mitzukämpfen und ein erfolgreiches Rennen zu fahren. Das Rennen in Assen ist immer sehr speziell. Wir haben es dort oft mit extrem wechselhaftem Wetter zu tun. Es kann sehr schnell von trockenen zu nassen Bedingungen umschlagen und umgekehrt. Wir hoffen auf beständiges Wetter, damit wir richtig arbeiten können. 
Wir hatten in Aragón einen erfolgreichen Start in den diesjährigen Superstock 1000 Cup. Wir sind dort erstmals mit der neuen BMW HP4 angetreten, die mit DDC ausgestattet ist. An diesem elektronischen Dämpfungssystem haben die Mannschaft von HP RaceSupport und das Superstock-Team in den vergangenen Monaten gearbeitet. Sylvain hat im Auftaktrennen einen großartigen Job gemacht und bestätigt, dass er entschlossen und schnell ist. Nun müssen wir weiter mit höchster Konzentration auf unser Ziel hinarbeiten.“ 
Assen aus Pirelli-Sicht: 
Die Strecke in Assen ist auch aus Reifensicht interessant. Die thermische Belastung ist zwar nicht besonders hoch, aber die Reifen müssen dem Fahrer ermöglichen, sehr präzise zu fahren und viel direktionale Stabilität bieten. Im Frühjahr, wenn die Superbike-WM dort gastiert, herrscht in Assen häufig kühles und unberechenbares Wetter. Für die Superbike-Klasse hat Pirelli drei verschiedene Trockenreifen für vorn und vier für hinten im Gepäck. Bei den Vorderreifen hat Pirelli dieselben Typen dabei wie bei der letzten Runde im spanischen „Motorland Aragón“. Dabei handelt es sich um einen Standard-SC1-Reifen in weicher Mischung (R426), den mittelharten SC2-Standardreifen R982 und den Entwicklungsreifen S41. Dieser Pneu mit einer weichen Mischung stellt eine Alternative zum Standard SC1 dar. Er soll Kaltriss vermeiden und größere mechanische Stabilität bieten, ein guter Kompromiss zwischen der Haltbarkeit des SC2 und der Haftung des SC1. 
Bezüglich der Hinterreifen können die Piloten zwischen vier verschiedenen Trockenvarianten wählen. Dazu gehört der Standard-SC1 R828 in einer Mediummischung, der bereits in Phillip Island eingesetzt wurde und den in Aragón alle Fahrer benutzt haben. Die zweite Variante ist der Standard-SC2 R832 in einer harten Mischung, der über eine höhere Widerstandskraft bei niedrigeren Temperaturen verfügt. Ein weiterer Hinterreifentyp ist der R829, eine Entwicklungsstufe, die erstmals in Aragón im Einsatz war und der von der Härte her in der Mitte zwischen den Standardvarianten von SC1 und SC2 liegt. Komplettiert wird die Auswahl durch den R1688, einen neuen SC1-Entwicklungsreifen. Er soll bessere Haftung als der R829 bieten und robuster sein als der R828. Sollte es wechselhaftes Wetter mit Regenschauern geben, könnte in Assen auch der neue Intermediate-Reifen von Pirelli, der Diablo Wet, sein Debüt geben. 
Hintergrund: 
Rennfahrer und Motorradfans geraten gleichermaßen ins Schwärmen, wenn sie den Namen „TT Circuit“ hören. Nicht von ungefähr wird die Rennstrecke im niederländischen Assen auch gern als „die Kathedrale“ oder als „Unversität des Motorradsports“ bezeichnet. Assen liegt im Nordosten der Niederlande und ist die Hauptstadt der Provinz Drenthe. Das erste Motorradrennen fand dort schon 1925 statt. Seit 1949 wird dort jährlich mindestens ein Motorrad-WM-Lauf ausgetragen. Zunächst auf öffentlichen Straßen, ab 1955 auf dem speziell auf die Anforderungen von Motorrädern zugeschnittenen „TT Circuit“. 
Nach mehreren Umbauten ist der Kurs heute rund viereinhalb Kilometer lang. Die Superbike-Weltmeisterschaft gastiert dort seit 1992. Auch im Kalender der MotoGP ist Assen ein Fixum. BMW Motorrad Werksfahrer Marco Melandri holte 1997 im Alter von 15 Jahren seinen in Assen ersten Sieg in der 125er-WM – als einer der jüngsten Grand-Prix-Sieger überhaupt. 
Der „TT Circuit“ hat ein flüssiges, aber schwieriges Layout. Er ist für seine hohen Geschwindigkeiten und einige wirklich schnelle Richtungswechsel bekannt. Der Kurs verlangt dem Fahrer die volle Konzentration ab, man fährt viel in Schräglage, und auf den Piloten wirken enorme G-Kräfte. Der grundsätzlich schnelle Streckenverlauf wird von einer engen Spitzkehre unterbrochen, aus der das Motorrad gut herausbeschleunigen muss. Das Bike muss sowohl in den schnellen Kurven als auch in der Spitzkehre stabil liegen. Eine weitere Besonderheit der Strecke in Assen sind die vielen nach außen hin überhöhten Kurven. Durch diese Überhöhung haben die Fahrer zusätzlichen Grip und können etwas früher von der Bremse gehen. 
Der Asphalt ist sehr aggressiv, und dazu kommt das unvorhersehbare holländische Wetter. Der Belag trocknet nach Regenschauern sehr schnell ab, entsprechend können die Streckenbedingungen im Verlauf einer Runde extrem wechselhaft sein. Die richtige Reifenwahl ist damit ein Schlüssel zum Sieg.


Zahlen und Fakten: Strecke/Datum 
Assen / 28. April 2013 
Startzeit Lauf 1 (lokal/MESZ) 
12:00 Uhr / 12:00 Uhr 
Startzeit Lauf 2 (lokal/MESZ) 
15:30 Uhr / 15:30 Uhr 
Runde/Renndistanz 
4,542 km / 99,924 km (22 Runden) 
Kurven 
11 Linkskurven, 6 Rechtskurven 
Sieger 
2012 
Lauf 1 (9 Rd): Sylvain Guintoli, Effenbert Liberty, 18:38,395 Min. 
Lauf 2: Jonathan Rea, Honda WSBK Team, 36:45,936 Min. 
Schnellste Rennrunde 2012 
Carlos Checa, Althea Racing, 1:38,092 Min. 
Daten 2012 
Topspeed: 289,1 km/h (Leon Haslam, Lauf 1) 
Längste Volllastpassage: 8,7 sec / 554 m 
Schnellste Kurve: Ramshoek, 3. Gang, 169 km/h 
Maximale Verzögerung: 270 km/h – 102 km/h 

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