Wie Marc Marquez die Haare ausfielen

Marc Marquez heißt seit heute der neue MotoGP-Weltmeister. Der Spanier verteidigte seinen Titel im letzten Saisonrennen. In der Pressekonferenz, die er anschließend gab, gestand er, in welchem Tief er sich zu Beginn einer Saison befand, die bis ins letzte Drittel mehreren Fahrern die Chance zum Gesamtsieg offen hielt.

„Vor allem der erste Teil der Saison war sehr hart. Es gibt da etwas, was ich erzählen muss. Nach dem Rennen in Montmelo (Catalunya) war ich bei meiner Friseurin und sie fragte was denn los sei. Ich habe gefragt warum und sie sagte, ich hätte Haarausfall. Ich habe geantwortet, dass das nicht sein könne, weil ich erst 24 bin und mein Großvater und auch mein Vater viele Haare haben. Ich bin dann aber direkt zum Arzt gegangen, wo mir gesagt wurde, dass ich meine Einstellung im Rennsport verändern muss, da der Stress in meinem Körper zu viel sei. Ich lächel und lache viel, aber innerlich ist die Spannung da. Wir sind alle nur Menschen. 

„Wenn man solch ein gutes Team um sich hat wie ich, dann hilft das natürlich und wenn man dann in einem Tief ist, kann man sich daraus befreien. Die zweite Hälfte der Saison war für mich perfekt. Zwar habe ich auch ein bisschen an meiner Einstellung gearbeitet, aber vor allem war es das Gefühl mit dem Bike. Wir haben einige Veränderungen gemacht und ich habe mich wieder wohlgefühlt. Nach LeMans saß ich mit Emilio und José im Auto auf dem Weg zum Flughafen und habe ihnen gesagt, dass mir das Motorradfahren nicht mehr Spaß macht. Ich bin nur gefahren weil ich musste. Wir haben dann unsere Mentalität geändert, was hieß, dass wir gesagt haben: Zuallererst müssen wir wieder einen Weg finden, dass es mir wieder Spaß macht. Dann kommen auch die Resultate wieder.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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