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Vorschau: MotoGP in Jerez: Italienische Festspiele in Andalusien?


So einen packenden Saisonstart gab es in der MotoGP-WM schon lange nicht mehr. Nach drei gefahrenen Rennen steht niemand anderes als Altmeister Valentino Rossi ganz vorne in der WM-Tabelle. Marc Marquez, dem voreilige Experten schon im Vorhinein den dritten Titel in Folge vorhergesagt hatten, liegt nach zwei Fehlern nur auf dem fünften Rang. Nun geht es für den Weltmeister jedoch in die Heimat. Diese Themen werden uns beim Jerez-GP beschäftigen:

Kann Marquez in seinem Wohnzimmer der Konkurrenz zeigen, wer der Herr im Haus ist? Zu heißblütig hatte der Spanier in Argentinien versucht, Rossi am Sieg zu hindern. Anstatt den zweiten Platz mitzunehmen, fuhr er einen Nuller ein. Bis dato war er in den Trainings der Mann gewesen, den es zu schlagen galt. Diese Performance wird er versuchen, auch in Jerez zu zeigen. Der gebrochene Finger, den er sich beim Dirt-Track zugezogen hat, wird keine Behinderung sein.

8 Mal konnte Valentino Rossi in Jerez bisher gewinnen. Sechs Mal davon in der Königsklasse. Seit knapp fünf Jahren hat der Italiener die WM nicht mehr angeführt und geht nun als Leader in das erste Europa-Rennen der Saison. Die Strecke liegt ihm und der Yamaha. Sicherlich wird er hier in den Trainings um einiges besser zurechtkommen als noch in Übersee.

Jerez ist eine Strecke, die der Ducati in der Vergangenheit immer wieder gute Ergebnisse gebracht hat. Andrea Dovizioso steht auf WM-Position zwei mit nur sechs Punkten Rückstand auf Rossi. Der Italiener ist topmotiviert und in Lauerstellung, endlich seinen ersten Sieg auf der GP15 einzufahren. Die Vorraussetzungen stehen nicht schlecht.

Jorge Lorenzo hatte bisher in den Rennen dieses Jahr immer einige Probleme. Vor seinem Heimpublikum wird er versuchen, seinen Speed aus der Vergangenheit wieder abzurufen und den Top-Fahrern, insbesondere Marc Marquez ordentlich einzuheizen. Unvergessen bleibt sein Duell mit dem Repsol-Piloten von vor zwei Jahren.

Cal Crutchlow hat dem LCR-Team in Argentinien den ersten Podestplatz seit Stefan Bradl 2013 in Laguna Seca beschert. Der Brite konnte zum ersten Mal dieses Jahr seine Trainingsleistung in ein gutes Ergebnis ummünzen. Traditionell liegt ihm der Kurs in Jerez.

Stefan Bradl steckt weiterhin in der Klemme. In Termas de Rio Hondo hat er zwar auch wieder im Training Akzente gesetzt, fiel im Rennen diesmal aber sogar hinter Teamkollege Loris Baz zurück. Stefan wird in Jerez einiges tun müssen, um die Open-Spitze zurück zu erobern.

Text: Dominik Lack

Fotos: Repsol Honda


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