Vorschau: MotoGP in Brünn


Nach dem Übersee-Rennen von Indianapolis geht es für die Fahrer der MotoGP-Klasse an diesem Wochenende nach Tschechien. Der Grand Prix von Brünn hatte lange Zeit gewackelt,  doch seit Assen dürfen sich die Fans auf dieses Traditionsrennen freuen. Wir haben die wichtigsten Themen des Wochenendes zusammengefasst:



Honda ist definitiv zurück. Der Back-to Back-Sieg von Marc Marquez hat den Weltmeister auf Platz drei der Meisterschaft gespült. Brünn war für Marquez jedoch letztes Jahr ein schwieriges Pflaster. 2014 verpasste er das Podium.

Auch Jorge Lorenzo wirkt wiedererstarkt. Der Yamaha-Pilot konnte in Indy eine starke Pace gehen und sich für das Rennen noch steigern. In Brünn hat er eine gute Statistik: Viermal konnte Lorenzo auf der tschechischen Rennstrecke gewinnen. Teamkollege Rossi, der von dem Spanier gejagt wird, ist jedoch mit sechs Siegen der erfolgreichste Fahrer.

Suzuki schwächelt seit zwei Rennen. Weder in den Trainings, noch in den Rennen geht für Maverick Vinales und Aleix Espargaró viel zusammen. Der Unterschied zu den ausgereiften Seamless-Getrieben der Konkurrenz tut ihr übriges und in Indy machte auch das Hinterrad Probleme. Brünn gehört jedoch zu den idealsten Teststrecke im Kalender und ist somit gut für Entwicklungsarbeiten.

Forward Racing steht wieder am Start. Das Team um Loris Baz und Claudio Corti kehrt zurück, nachdem man aus wirtschaftlichen Gründen beim Indy-GP aussetzen musste. Dadurch liegt Baz nun sechs WM-Punkte hinter der Open-Spitze um Hector Barbera und muss sich gegen Alvaro Bautista erwehren, der einen Punkt hinter ihm liegt. Brünn ist jedoch eine Strecke, die der Franzose bereits aus der Superbike-WM kennt.

Stefan Bradl hat sich bei seinem Aprilia-Debüt gut geschlagen. Von den Trainingsplatzierungen her war er zum Teil dort, wo er auch mit der Forward-Yamaha oftmals zu finden war. In Brünn, wo er 2008 seinen ersten WM-Sieg einfahren konnte, kann er sich sicherlich noch steigern.



Text und Foto: Dominik Lack


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