Vorschau: MotoGP in Argentinien


Nach dem Grand Prix in Texas geht es für die MotoGP-Piloten direkt weiter. Am Wochenende stehen sie zum zweiten Mal in Termas de Rio Hondo, Argentinien am Start. Was für Fragen dabei wichtig sind, seht Ihr hier:

Marc Marquez hat zurückgeschlagen. Nach dem verpatzten Saisonauftakt hat der Spanier das Rennen in Austin dominiert. Jetzt nimmt der Weltmeister zunächst das Projekt “WM-Führung” in Angriff. Die hat noch Katar-Sieger Valentino Rossi inne. Mit dem zusätzlichen Motivationsschub durch den Sieg ist er jedoch schwer zu schlagen.

Rossi, der in Texas den Vorderreifen zu sehr beanspruchte und Platz drei holte, verbindet ein schwieriges Rennen aus dem Vorjahr mit dem Kurs in Argentinien. Letztes Jahr machte er dort viele Fehler. Diese gilt es möglichst zu vermeiden, dann ist auch wieder ein Podium drin.

Jorge Lorenzo musste sich mit einer Bronchitis herumschlagen. Ich denke aber, dass er auch ohne die Krankheit nicht siegfähig gewesen wäre. Die berühmten letzten Zehntel fehlen der Yamaha zur Zeit immer noch. Argentinien ist aber keine reine Honda-Strecke. Darum ist für Lorenzo bestimmt wieder der Kampf um das Podest möglich.

Suzuki hat mit Aleix Espargaro erneut eine gute Performance gezeigt. Im Training war er öfters in den Top 5 zu finden, im Rennen konnte er bis zur Rennmitte mit Cal Crutchlow kämpfen. Die schnellsten Kundenmaschinen sind momentan der realistische Referenzpunkt. Ich sehe aber keinen Grund, wieso nicht auch bald schon ein Podium möglich sein sollte. Einzig mangelt es etwas an Top-Speed.

Stefan Bradl war der Unglücksrabe des Austin-GPs. Der Deutsche fuhr die zweite Nullrunde nach Platz 16 in Katar ein, obwohl vielleicht sogar ein Top 10-Platz drin gewesen wäre. Das Wochenende über hatte er immer wieder Highlights gesetzt und wird in Argentinien sicher wieder erfolgreich um die Open-Spitze kämpfen.

Scott Redding war eine Überraschung im Qualifying der MotoGP. Der Brite stellte seine Honda auf Startplatz 6 und hätte sicherlich ein gutes Rennen gezeigt, wenn er in Runde eins nicht zu viel gewollt hätte. Wenn er sein Rennfahrertemperament etwas zügelt, dann kann er in die Top 8 fahren, aber da sollte man ihn eigentlich auch erwarten können.

Text:  Dominik Lack

Foto: Repsol Honda



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