Valencia-Test: Regen-Arbeit für Intact-Fahrer

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Der zweite Testtag der Moto3- und Moto2-Piloten in Valencia fiel heute buchstäblich ins Wasser. Dennoch waren die Piloten des Dynavolt Intact-GP-Teams fleißig und nutzten die Zeit, um sich weiter auf die Suter einzustellen.

Außerdem ging es bei dem Team auch um die Eingewöhnung an die neuen Crew(-Mitglieder). So arbeitet Marcel Schrötter nun zum ersten Mal mit Cheftechniker Patrick Mellauner. Bei Sandro Cortese hält mittlerweile Crew-Chief Alfred Willeke die Fäden in der Hand. Während Cortese im Regen 25 Runden drehte, fuhr Schrötter 27 Mal um den Circuit Ricardo Tormo.

Sandro Cortese
1:53,390 


Wir haben natürlich noch viel Arbeit vor uns, da es sich bei der Suter um ein komplett anderes Motorrad handelt, ob im Trockenen oder im Nassen. Im Regen ist es fast noch etwas schwieriger abzustimmen, einfach auch, weil sich die Sitzposition total unterscheidet. Im Trockenen gewöhnt man sich doch schneller daran. Deshalb waren wir heute nicht so schnell. Ich bin auch sehr bedacht gefahren, um keine Verletzungen vor dem Winter zu riskieren. Ich will die Pause gesund verbringen. Aber es steckt noch viel drin, auch von meiner Seite. Es sind überall noch kleine Baustellen, die wir abarbeiten müssen. Wir haben gestern sehr stark angefangen und sind bei der Musik dabei, was eine gewisse Ruhe gibt. Aber das heißt nicht, dass wir uns ausruhen. Ich bin froh, dass ich mich so schnell an das Motorrad gewöhnen konnte. Es war auch gut, dass wir dieses Jahr noch mit der Suter getestet haben. So können die Jungs über den Winter die Daten auswerten. Ich bin happy.

 

Marcel Schrötter
1:47,692


Der erste Test mit meinem neuen Team und dem Suter Bike verlief sehr positiv. Die unterschiedlichen Bedingungen mit trockenen Bedingungen am Montag und Regen am zweiten Tag, waren aus meiner Sicht sogar willkommen. Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn wir auch am Dienstag eine trockene Piste gehabt hätten, aber es hat nicht geschadet, ein Gefühl mit diesem Motorrad im Nassen zu bekommen. Es ist eben alles anders, inklusive der Sitzposition. Man sitzt viel höher und das Motorrad ist um einiges schmäler. Auch das Gefühl für die Reifen ist anders. Die größeren Abstände machen einen deutlichen Unterschied aus. Es wird sicher noch etliche Runden brauchen, bis ich mich vollkommen auf die Suter eingeschossen habe. Das regnerische Wetter am Dienstag machte mir eigentlich nichts aus. Es war sogar wichtig, weil ich in diesem Jahr im Regen jedes Mal große Probleme hatte. Es ist mir nie gelungen, Vertrauen zu finden. Doch heute lief es von der ersten Runde an wirklich gut und der letzte Run am frühen Nachmittag war nochmal viel besser. Abgesehen von der schnellen Rundenzeit unter diesen Bedingungen, gibt dieser Test im Nassen ein gutes Gefühl und steigert das Selbstvertrauen. Normalerweise war ich auch nie ein schlechter Regenfahrer, aber in dieser Saison wollte es einfach nicht gelingen. Es hat sich gezeigt, dass ich es im Nassen immer noch kann und von dem her müssen wir uns diesbezüglich weniger Sorgen für nächstes Jahr machen. Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Der erste Eindruck nach meinem Test mit der Suter und in meinem neuen Umfeld ist sehr positiv.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Glänzel, IntactGP

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