Valencia-Test: Intact-Fahrer runden Zweitagestest ab

Nachdem vor knapp einer Woche bereits Marcel Schrötter mit den ersten Testfahrten auf der Intact-GP-Suter begonnen hatte, stieß nun Sandro Cortese für weitere zwei Tage zu dem Bayer. Die einzigen beiden Deutschen im Feld konnten auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia viel Streckenzeit nutzen.

Obwohl er 3 Monate nicht auf dem Motorrad gesessen hatte, kam Sandro Cortese, der im Dezember eine Sprunggelenk-OP über sich ergehen lassen musste, schnell in Fahrt. Am Ende stand für den 27-Jährigen eine Zeit von 1:35,857 auf der Uhr. Bei einem Sturz am Samstag blieb er unverletzt. Marcel Schrötter fuhr mit 1:35, 987 nur unwesentlich langsamer.

Sandro Cortese:

„Nachdem wir gestern etwas zäh in den Test hineingefunden haben, konnte ich heute direkt schnellere Rundenzeiten fahren. Wir haben einen guten Schritt nach vorn gemacht. Die Zeiten waren relativ konstant, wodurch wir uns der Spitze bis auf sechs Zehntel nähern konnten. Es war ein durchweg positiver Tag. Wir waren in der Lage viele Dinge zu testen, vor allem am Fahrwerk. Im Grunde war es für mich ja erst Tag zwei auf dem Motorrad seit der Winterpause, dahingehend sind andere Piloten mir gegenüber etwas im Vorteil. Gestern musste ich erstmal wieder ein Feeling für das Bike aufbauen und auch schauen, wie der Fuß reagiert. Heute habe ich mich schon viel lockerer gefühlt, bin viele Runden gefahren. Leider hat es sich dann gegen Ende schnell abgekühlt, einige sind zu Sturz gekommen. Ich begann auch zu rutschen und wollte nicht unnötig viel Risiko gehen und habe den Tag etwas früher beendet.
Wir nehmen die Erkenntnisse aus diesen beiden Tagen mit nach Jerez. Ich freue mich, die Suter noch auf einer weiteren Strecke testen zu können. Es gibt noch das ein oder andere, was wir gern probieren möchten, um mein Gefühl auf dem Bike zu verbessern.“

Marcel Schrötter:

„Ich habe an beiden Tagen versucht, auf keine Zeitenmonitore zu schauen, um mich einfach aufs Motorrad, aufs Fahren und Veränderungen zu konzentrieren. Nach dem Blick auf die Zeitentabelle bin ich schon ein bisschen enttäuscht, denn ich wäre gern etwas schneller gefahren. Ich konnte den Tag über sehr konstant meine Bestzeit wiederholen, was auch dafür spricht, dass ich mich immer besser an das Motorrad gewöhne. Ich habe mich zu gestern steigern können, aber letztlich fehlen einfach die zwei, drei Zehntel, um zufrieden zu sein. Mein Ziel war es, Zeiten um die 1.35,6 min zu fahren. Dass wir mit der Spitze noch nicht mithalten können, ist klar. Wir dürfen uns jetzt nicht unterkriegen lassen, den Fokus behalten und in Jerez da ansetzen, wo wir hier aufgehört haben. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, wollen einiges probieren, um die Rundenzeiten systematisch verbessern zu können. Es war dennoch ein positiver Tag für uns. Ich bin meine schnellste Zeit heute mit 45-Runden-alten Reifen gefahren. Hätten wir ein Rennen gehabt, wäre ich unter den ersten drei, vier dabei gewesen. Als nächstes müssen wir versuchen, mit neuen Reifen noch das ein oder andere Zehntel zu finden. Wir müssen auch als Team noch lernen, uns aufeinander einzustellen. Es dauert seine Zeit, bis Patrick (Mellauner – Crew Chief) genau weiß, was ich mag und wie wir gemeinsam das Gefühl auf dem Motorrad verbessern können. Ich bin jetzt froh, dass wir jetzt in Valencia fertig sind und ab Mittwoch zum ersten Mal mit der Suter in Jerez fahren.“

 

Text: Dominik Lack, Intact GP

Foto: Intact GP

 

 

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