Valencia-Test: Erste Intact-Ausfahrt für Schrötter

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Auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia, auf dem am vergangenen Wochenende das Finale der Junior Europameisterschaft stattfand, starteten heute viele Moto2- und Moto3-Teams ihre letzten Kilometer vor der Winterpause. Das bedeutete für Marcel Schrötter die erste Ausfahrt mit seinem neuen Bike, der Suter von Dynavolt Intact-GP.

Der Bayer fuhr mit einer Zeit von 1:35,8 nur knapp vier Zehntelsekunden langsamer als mit der Kalex, die er für das AGR-Team am Valencia-GP-Wochenende bewegt hatte. Teamkollege Sandro Cortese fuhr eine 1:35,7.

 

Marcel Schrötter:

Der erste Eindruck war sehr positiv. Das Motorrad ist eine große Umstellung und auch das Fahrwerk ist für mich neu. Die Unterschiede der Federelemente zu spüren ist natürlich schwierig, wenn man auf einem komplett anderen Motorrad sitzt. Das braucht sicher etwas Zeit. Aber wir sind relativ früh in Schwung gekommen und waren von den Rundenzeiten her gut dabei. Allerdings war es nicht das Ziel, die Zeiten zu verfolgen. Dennoch sind wir alle Racer, deswegen schaut man schon ein wenig, wo man steht. Wir haben angefangen, ein paar Dinge zu probieren, um mir in manchen Situationen ein besseres Gefühl zu geben und um zu sehen, welche Richtung mir liegt und welche nicht. Heute war der erste Tag mit meiner neuen Crew, wir müssen uns und unsere Arbeitsweise noch kennenlernen. Das haben wir fast ohne Zwischenfall ordentlich hinbekommen. Wir hatten ein kleines Problem mit der Schaltung, deswegen habe ich einen kleinen Ausflug ins Kiesbett gemacht. Aber es ist nichts passiert. Das Bike ist ein Prototyp, deswegen können wir mit unserem ersten Tag ganz zufrieden sein. Es macht Spaß soweit. Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn zuerst sah es so aus, dass es nass werden könnte. Daher sind wir gut zum Fahren gekommen. Ich hoffe natürlich trotzdem, dass wir auch morgen den Tag nutzen können und uns noch etwas verbessern, um dann happy in die Winterpause gehen zu können.

Sandro Cortese:

Es war ein sehr überraschend guter erster Testtag. Natürlich ist es nach vier Jahren auf Kalex eine große Umstellung für mich. Wir sind ziemlich zeitig auf eine gute Rundenzeit gekommen. Dennoch liegt noch viel Arbeit vor uns, aber wir haben bereits eine gute Richtung eingeschlagen. Zum Schluss hatte ich leider einen kleinen Rutscher bei abkühlenden Bedingungen. Ich hätte vielleicht eine Runde vorher in die Box kommen sollen. Aber das gehört dazu und ist nicht so schlimm. Es ist ein komplett anderes Motorrad und es braucht einfach noch Zeit, um auszusortieren, was besser und was schlechter funktioniert. Aber für den ersten Tag fühlte es sich gut an, was wichtig ist, und alles Weitere wird sich herauskristallisieren. Ich freu mich auf den morgigen Testtag, der hoffentlich ohne Regen abläuft. 

 

 

Text: Dominik Lack

Foto IntactGP

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