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Unsere Nachsaisonfragen beantwortet von… Ole Bismark

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Die alte Saison ist vorbei und der eine oder andere zieht Resümee was im vergangenen Jahr passiert ist. Natürlich interessiert uns auch ob jeder seine Ziele, die er sich anfänglich gesteckt hat erreichte, auch oder besonders dann, wenn die Saison verletzungsbedingt vorzeitig ein Ende hatte… so wie bei Suzuki Gladius Trophy Starter Ole Bismark.

Deine Saison war in diesem Jahr schon recht frühzeitig beendet. Gab es dennoch DEN besten Moment 2016 für Dich?
„Wenn man meine leider durch die Schulterverletzung missglückte Saison von außen betrachtet, könnte man meinen der beste Moment wäre mein 2. Platz bei der Auftaktveranstaltung in Oschersleben. Jedoch war mein eigentlich bester Moment direkt nach meinem Unfall in Most. Jetzt fragt sich jeder wieso? Unerträgliche Schmerzen durch eine Luxation der Schulter mit Impressionsfraktur und eine gefühlte Ganzkörperprellung  durch die 7 Purzelbäume beim Abflug mit 120 Km/h, machten mich zu einem hilfsbedürftigen Schluck Wasser. Ohne zu Fragen jedoch erfuhr ich so viel Hilfsbereitschaft, dass es mir tatsächlich an der Rennstrecke besser ging als allein zu Hause. Das war ein wahrer Herzensmoment, Danke!

Wer war Dein stärkster Rivale in diesem Jahr und warum?
„Dieses Jahr hatte ich nicht DEN Rivalen. Die Spitze in der Gladius Trophy war dieses Jahr noch fixer als letztes und eigentlich war ich nur froh die Zeiten mitgehen zu können.  Da wäre sicher noch etwas gegangen im Verlauf der Saison, aber „that´s racing“.“

Welcher Fahrer hat Dich in diesem Jahr am meisten überrascht?
„Das Pascal Lenz schnell werden würde, war absehbar und liegt vielleicht auch an den Familiengenen, aber wer völlig überrascht hat und das mit Bravour, war Marcus Andruchiewicz. Im ersten Rennen noch 16 Sekunden hinter mir über die Ziellinie und im 2. Rennen hat er mich direkt eingetütet. Bärenstark!“

Konntest Du Deine Ziele erreichen?
„Mein Ziel für 2016 hatte ich eigentlich schon beim ersten Rennen erreicht. Ich wollte dieses Jahr die Zeiten der Spitze fahren können und das gelang mir direkt auf Anhieb. Von meiner eigenen Leistung überrumpelt stand ich auf P2 im Grid. Aber was ich noch viel besser finde: Eines meiner selbst gesteckten Lebensziele gilt als abgehakt: Außen an dem großen Lenzer vorbei und Block-Pass in der Shell-S von Oschersleben. Genau das ist eigentlich SEINE Stelle. Bis ende Start Ziel führte ich die Gladiatoren Meute an, ich spürte in meinem Nacken wie der Lenzer unter seinem X-Lite Helm kochte. Das bewies er mir auch direkt und hielt vehement in die erste Kurve rein, das war geil!“

Worüber hast Du Dich in dieser Saison am meisten geärgert oder was war das schwierigste für Dich?
„Kurz und knapp: Stürze sind ärgerlich und Verletzungen noch ärgerlicherer.“

Was ist das erste was Du gemacht hast als die Saison vorbei war?
„Da ich die Saison frühzeitig beenden musste, habe ich mich direkt um die Rehabilitation gekümmert. Nächstes Jahr werde ich fitter sein als vorher und darauf freue ich mich.“

Worauf freust Du Dich am meisten im kommenden Winter?
„Auf die kommende Saison natürlich, wie jeder andere Racer auch! Vielleicht geht es aber den ein oder anderen Tag auf die Skipiste, denn Geschwindigkeit und Adrenalin ist unser Lebenselixier.“

Was ist die größte Veränderung für Dich in der nächsten Saison?
„Ob es einen Klassenwechsel gibt, steht noch nicht fest. Vielleicht muss ich noch ein Jahr im SV 650 Cup und damit endlich wieder im Rahmen der IDM verbringen, um Euch für nächstes Jahr DEN Rivalen zu nennen.“

Text: Doreen Müller

Foto: Archiv Ole Bismark – Fotograf Ronny Lekl

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