Twins und Triples Lauf 1: Sieg für Günther, Rookie auf dem Podest

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Nicht nur der FHR-Königsklasse den Superbikes konnte Thilo Günther seinen Stempel aufdrücken. Auch den ersten Lauf von Klasse 2 (Triples und Twins) konnte er für sich entscheiden. Der Weg zu diesem Sieg war jedoch kein einfacher. Eine Leistung, vor der man nur den Hut ziehen konnte, gab es auch im weiteren Podiumskampf zu sehen.

Turbulent verlief bereits der Start. Zwar kam Polesetter Günther am besten von der Linie weg, wurde aber in der DSC_9291ersten Kurve von Marco Klohoker überrumpelt, der sich mit seiner KTM RC8 vorbeischob. Auch Fritz Spenner konnte in der ersten Runde vorbeigehen und so sahen die Fans zunächst eine Doppelführung der KTMs.

Es dauerte jedoch nicht lange und Thilo Günther konterte. Innerhalb weniger Kilometer hatte er die Führung zurückerobert und konnte sich schnell um über drei Sekunden absetzen. Im Ziel betrug der Vorsprung allerdings nur noch zwei Sekunden auf Spenner, der versucht hatte, sich wieder heranzukämpfen. Noch einmal spannend wurde es in der Schlussphase um Position drei. Marco Klohoker geriet immer mehr unter Druck, weil von hinten Fishtown-Rookie Luca Hansen nahte. Der Bremerhavener fuhr mit einer 1:33,482 die schnellste Rundenzeit und konnte letztendlich seine Honda VTR1000 SP2 auf den dritten Platz stellen.

DSC_9450Hinter Klohoker wurde Holger Salmen Fünfter gefolgt von Dirk Kaletsch, Reinhard Strack und dem zweiten Einheimischen Jens Schäfer. Einen schönen Kampf um Platz elf lieferten sich derweil Heiner Bammann (Ducati 998), Jörg Hildebrandt (Ducati Hypermotard) und Florian Vollmer (Triumph Daytona 675). Die drei kamen in dieser Reihenfolge innerhalb von 1,2 Sekunden ins Ziel. Sterne-Koch Andi Schweiger fuhr bei seinem ersten FHR-Rennen auf Platz 32.

 

 

Wir haben nach dem Rennen bei Thilo Günther und Luca Hansen nachgefragt:

Thilo Günther, P1:

Den Start habe ich irgendwie verkackt. Eigentlich dachte ich, er wäre gut, aber dann ist der Klohoker auf der Bremse DSC_9534vorbei und plötzlich war ich Dritter. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Den Zuschauern hat das glaube ich viel Spaß gemacht. Mir hat es natürlich auch viel Spaß gemacht, aber nur,weil ich die beiden wieder überholen konnte. Wenn nicht, wäre ich sauer gewesen (lacht). Dann hatte ich relativ schnell einen kleinen Vorsprung. Den habe ich danach verwaltet. Das Motorrad war wieder astrein. Mein Mechaniker hat beste Vorbereitung geleistet. Wir sprechen hier von einer Boxer-BMW, was absolut kein Rennmotorrad ist. 

 

Luca Hansen, P3:

DSC_9518„Der Start war ziemlich optimal. Ich war weit vorne, habe aber in den ersten Runden gemerkt, dass meine Kupplung rutscht. Darum konnte ich nicht so richtig mit der Spitzengruppe mitziehen und habe abreißen müssen. Also bin ich erstmal auf Platz fünf oder sechs gefahren. Irgendwann hatte sich das Problem mit der Kupplung gelöst und ich konnte ungehindert Gas geben. Die Leistung war wieder da und dann habe ich auch die Spitzengruppe wieder gesehen. In der letzten Runde konnte ich noch den Drittplatzierten überholen und habe mich auf´s Podium geschoben.“

Hast Du das vorher erwartet?

Naja, mein Ziel war es schon irgendwie, aber ob ich es erwartet hätte weiß ich nicht. Der Kurs ist speziell und ich bin noch nie solche Straßenkurse gefahren. Deswegen bin ich sehr zufrieden.

 

Könntest Du Dir vorstellen, in Zukunft mehr Road Racing-Events zu fahren?

Definitiv! Wenn man noch Unterstützer findet, mit denen man das vernünftig machen kann, sehr gerne.

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Die Ergebnisse gibt es HIER nachzulesen.

 

Text: Dominik Lack

Fotos: Dominik Lack

 

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