TT Isle of Man: Rückschlag für McGuinness

Hinter John McGuinness´ Comeback in der Saison 2018 steht ein Fragezeichen. Dies wurde gestern Nacht bekannt. Der “King of the Mountain”, der sich im letzten Jahr schwer am Bein verletzt hatte, erlebte einen Rückschlag im Heilungsprozess.

Der 23-fache TT-Sieger war bei der North West 200 im Mai letzten Jahres gestürzt und hatte sich einen Verbindungsbruch des Schienbeins zugezogen. Außerdem verlor der 45-Jährige 50mm Knochen. Wegen der Folgen des technisch bedingten Crashes bei rund 225km/h wurde McGuinness´ Bein neun Monate lang extern fixiert. 

Die Schiene wurde im März entfernt, wobei festgestellt wurde, dass der Knochen wieder gewachsen war. Dadurch wurde McGuinness in Aussicht gestellt, das Bein bald wieder voll belasten und bei der TT auf der Isle of Man 2018 angreifen zu können. Mittwochabend twitterte McGuinness jedoch:

“Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Leider gab es einen Rückschlag für mein Bein, es tut mir leid, dass ich das nicht früher gesagt habe. Ich habe erst versucht, dass in meinen Kopf rein zu kriegen. Wenn ich sage, dass ich am Boden zerstört bin, dann ist das eine Untertreibung”

McGuinness nach dem Sieg der Senior-TT 2015 (© Tim Keeton)

Eigentlich hätte McGuinness mit der Norton SG7 sowohl bei den Superbikes als auch bei der Senior TT am Start gestanden. Außerdem hätte er in der Lightweight-Klasse eine Kawasaki und in den beiden Supersport-Rennen für Michael Dunlops MD Racing eine Honda pilotiert. Obwohl es noch keine näheren Informationen gibt, scheint das Comeback der TT-Legende nicht stattzufinden. Dies ist für die Road Racing-Welt gleich der zweite Rückschlag nach der schockierenden Nachricht von Bruce Ansteys Krebsdiagnose.

 

 

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Isle of Man TT Press Office

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