TT Isle of Man: Norton-Mannschaft steht

 

Mit einem australischen Fahrer-Duo geht Norton bei der diesjährigen TT an den Start. Josh Brookes und David Johnson bilden die Speerspitzen, die mit der frisch vorgestellten SG6 antreten. Das Bike, das mit einem V4-Motor ausgestattet ist, wird im Werk in Donington handgefertigt und wird nun in einem straffen Testplan von Steve Plater weiterentwickelt. 

Der Motor der Rennstrecken-Version ist allerdings vorerst noch ein CRT-Aggregat von Aprilia. Nortons hauseigener 1200ccm-Motor soll 2018 zum TT- Einsatz kommen. Dafür ist das Team neben zwei Spitzen-Fahrern mit kompetenter Manpower ausgerüstet. Als Ingenieur steht der frühere Norton-Werkspilot Ian Mackman zur Seite, außerdem gehören Manager Johnny Crusack und TT-Legende Mick Grant zur Crew.

Josh Brookes, der nach seinem BSB-Titelgewinn im letzten Jahr in der Superbike-WM gefahren war, ist auf der Isle of Man kein unbeschriebenes Blatt. Er war 2013 der schnellste Newcomer und wurde 2014 beim Senior TT Rennen Siebter. Seine schnellste Runde lag dabei bei 129,895 Meilen pro Stunde. Nun kommt er nach zwei Jahren Pause zurück zum größte Road Race der Welt:

 

„Nachdem SMR (Milwaukee Team) mich zwei Jahre nicht auf der TT hat fahren lassen, bin ich nun umso heißer, wieder auf die Insel zurückzukehren und dort zu fahren. Mir gefällt die Historie von Norton und es ist toll, ein kleiner Teil der Geschichte zu werden. Es ist immer schwierig, Ergebnisse vorauszusagen, vor allem wenn es um die Isle of Man geht. Darum denke ich, dass es wichtig ist, dass ich alles auf mich zukommen lasse. Ich war dort seit zwei Jahren nicht und ich weiß nicht, wie sehr sich die Norton verbessert hat. Von dem Bike höre ich aber gutes. Bei meinem ersten TT-Rennen, mit einem Superbike, bin ich in die Top 10 gekommen, also hoffe ich, dass ich zumindest besser als das abschneide. Realistisch ist aber, dass wir feiern können, wenn wir das Rennen ohne Probleme bestehen und ich am Ende zum 132mph-Club vorstoßen kann.“

Brookes´ Landsmann David Johnson steigt erneut auf die Norton, mit der er 2016 als schnellster Fahrer eines britischen Motorrades Siebter wurde. „Als Team haben wir so einen guten Job gemacht letztes Jahr“ sagte Johnson. „Wir haben alle toll gearbeitet und ich habe mich bei Norton zuhause gefühlt. Ohne so eine Beziehung zum Team ist es fast unmöglich, gute Resultate einzufahren.

Dieses Jahr weiß ich, dass wenn alles gut läuft, wir um das Podium kämpfen können. Ich bin bereit und fühle, dass das Bike es auch sein wird. Wie schon gesagt, muss aber alles perfekt sein, weil derzeit alle schnell sind. Wir hatten bei der Senior TT letztes Jahr ein kleines Problem, dass mich Konzentration gekostet hat. Davor waren wir gut in den Top 5 und meine beste Runde waren 131,5mph.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: IOMTT Press Office

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