Thai-GP: Schnelle Zeiten und Dramen am ersten Tag

Der erste Trainingstag der Motorrad-WM in Thailand ist Geschichte. Das Wetter über dem Chang International Circuit in Buriram zeigte sich wie erwartet: Heiß und schwül. Wie sich die Piloten bei ihrer – zum Teil – ersten Ausfahrt auf der neuen Strecke angestellt haben, haben wir hier zusammengefasst. So liefen die freien Trainings der drei Klassen:

MotoGP: Höhen und Tiefen bei Ducati

Eine Achterbahn der Gefühle gab es Freitag in der Werksducati-Box. Auf der einen Seite holte Andrea Dovizioso  mit einer 1:31,090 die Bestzeit. Auf der anderen Seite endete die Session für Jorge Lorenzo im Medical Center. Der Mallorquiner hatte bei noch 14 Minuten auf der Uhr einen schlimmen Highsider in Turn 3. Im Kiesbett hielt er sich den ohnehin verletzten rechten Fuß (später stellte sich heraus, dass Lorenzo Glück im Unglück hatte: Kein neuer Bruch, nur Prellungen im Handgelenk und dem Knöchel). Die Session wurde kurz darauf unterbrochen, als in der gleichen Kurve auch Xavier Simeon stürzte und Flüssigkeit auf der Strecke anzeigte. Aber auch sonst war es ein Tag voller Stürze und Probleme: So gingen auch Scott Redding (P19) und Alvaro Bautista (P7) zu Boden. Mit technischen Schwierigkeiten kämpften Danilo Petrucci (P5) und Alex Rins (P15). 

An der Spitze sah das Feld derweil recht ausgewogen aus: Hinter der Ducati von Dovizioso platzierten sich Maverick Vinales und Cal Crutchlow. Weltmeister Marc Marquez zeigte sich zwar lange in der Führungsposition, fiel letztlich jedoch auf Rang vier zurück. Die Rundenzeiten lagen dabei eng zusammen. Valentino Rossi verlor als Neunter nur 0,308 Sekunden auf Platz 1.

Die kombinierten Ergebnisse können hier eingesehen werden.

Moto3: Kornfeill insgesamt am schnellsten

In der kleinsten Klasse konnte sich Freitag Jakub Kornfeil durchsetzen. Der Tscheche war am Morgen mit einer 1:43,415 der Schnellste und blieb mit dieser Zeit auch nachmittags auf Platz eins. Er war nicht der einzige, der sich im FP2 nicht verbessern konnte. Ebenso erging es seinem Prüstel-GP-Teamkollegen Marco Bezzecchi. Der Italiener – am Morgen noch Zweiter – belegte in der Addition Rang neun und musste auch einen Ausrutscher hinnehmen. Hinter Kornfeil fuhr Ayumu Sasaki auf Platz zwei gefolgt von Gabriel Rodrigo und Niccolo Antonelli. Mit Problemen war Jorge Martin unterwegs. Der Spanier kam nicht richtig in Fahrt und verlor als 21. knapp sechs Zehntelsekunden. Eine Schrecksekunde gab es, als im FP2 John McPhee stürzte und Vicente Perez nicht ausweichen konnte. Beide blieben jedoch unverletzt. Philipp Öttl platzierte sich am ersten Tag auf Position 19.

Die Ergebnisse können hier eingesehen werden

Moto2: Italienische Doppelspitze

Mattia Pasini hieß der schnellste Pilot der Moto2-Klasse. Er fuhr am Nachmittag eine 1:36,839 und war damit 0,142 Sekunden schneller als sein italienischer Landsmann Pecco Bagnaia. Auf Platz drei kam Alex Marquez an gefolgt von Lorenzo Baldassari. Miguel Oliveira zeigte sich im FP2 zwar stets unter den Top 5, beendete den Tag allerdings noch hinter seinem Teamkollegen Brad Binder auf der achten Position. Marcel Schrötter platzierte sich hinter dem Portugiesen auf neun. Der Deutsche steckte einen Crash am Vormittag weg, bei dem er – wie übrigens auch Stefano Manzi und Edgar Pons – unverletzt blieb. 

Die Ergebnisse können hier eingesehen werden

 

Text: Dominik Lack

Foto: Ducati Media House

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