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Texas GP: Rennleitung greift bei Marquez durch

Für Repsol Honda Pilot Marc Marquez war es ein aufregendes Qualifying. Unbeirrt von den Diskussionen der vergangenen Tage bezügliches seines Verhaltens in Argentinien, jagte der Spanier am Samstag um den Cicuit of the Americas und fuhr eine Bestzeit nach der nächsten.
Zu Mitte der Session überschätzte sich Marquez dabei und kam zu Fall. Mit seiner zweiten Honda ging Marquez anschließend schnell erneut auf die Strecke, ließ es dabei in der ersten Runde jedoch langsam angehen.

Drei Minuten verblieben zu dem Zeitpunkt auf der Uhr, um sich noch verbessern zu können und Maverick Vinales befand sich derweil auf seiner fliegenden Runde, die ihm hätte möglicherweise die Pole Position einbringen können. Dort traf der Movistar Yamaha Pilot auf Marc Marquez, der dem deutlich schnelleren Vinales jedoch keinen Platz machte, sondern ihn bei seiner Runde blockierte! Für Vinales war somit diese Rundenzeit dahin!

Marc Marquez entschuldigte sich zwar nachgängig im Parc Ferme für diese Aktion, der Rennleitung reichte dieses „Vergehen“ jedoch aus um den 25-Jährigen dafür zu bestrafen. Marc Marquez erhielt somit eine Strafversetzung um drei Startplätze wegen langsamen Fahrens auf der Ideallinie und Störens eines anderen Fahrers! Die Pole Position ging damit an Maverick Vinales! Auch Andrea Iannone (Suzuki Ecstar) und Johann Zarco (Monster Yamaha Tech 3) rückten nach und stehen am Sonntag nun auf Platz zwei und drei im Starting Grid. Da Marquez als Vierter starten muss, geht er beim Texas GP direkt neben Valentino Rossi (Movistar Yamaha) ins Rennen. Jorge Lorenzo (Ducati) komplettiert die zweite Reihe.

Marc Marquez (Repsol Honda) Statement zu seiner Strafe:
“Im Großen und Ganzen lief es heute gut für uns, wir waren die schnellsten im Qualifying und was am wichtigsten ist, wir hatten eine gute Rennpace im dritten und vierten freien Training. Natürlich war das Qualifying etwas hektisch. Ich stürzte und musste daraufhin mein zweites Bike nehmen. Ich ging raus und leider habe ich nicht mitbekommen, dass Maverick hinter mir ankam, denn ich hatte mich auf Andrea Iannone fokussiert, welcher vor mir lag und wo ich wusste dass er schnell sein könnte. Ich habe mich bei Maverick entschuldigt aber ich habe nicht realisiert, dass er hinter mir war bis ich seine Maschine hörte. Morgen werde ich also von Platz 4 starten. Es wird sehr wichtig sein die richtigen Reifen zu wählen. Wir haben viel mit gebrauchten Reifen gearbeitet und mir gelang es dadurch konstant in den Trainings zu sein, aber die Strecke ist physikalisch sehr anspruchsvoll und die Temperaturen werden am Sonntag höher sein, somit müssen wir abwarten.”

Mit ihrer Entscheidung greift die Rennleitung bei Marc Marquez in Austin diesmal zügig durch. Ein Grund mehr, dass es kaum nach Bekanntgabe der Strafe sofort wieder erste Reaktionen und Diskussionen in den Sozialen Medien gegeben hat, ob die Strafversetzung nun gerechtfertigt war oder nicht. Dabei ist dies keine gänzliche neue Entscheidung und der Strafenkatalog der Weltmeisterschaft eigentlich auch klar geregelt, da er in den kleineren Klassen vor allem aber in der Moto3 regelmäßig zum Einsatz kommt.

Dort wird für jegliches Vergehen ebenfalls zügig eine Strafe verhängt, sei es für Bummeln auf der Ideallinie, Blockieren eines anderen Fahrers, von der Strecke drängen eines anderen Fahrers oder Verlassens der Strecke. Nun kommt man folgerichtig auch in der Königklasse zu diesem Schluss, dass wohl für jeden WM-Teilnehmer die richtigen Spielregeln gelten sollten. Weg von einer “Zwei Klassen Gesellschaft”! Diskussionen nun hin oder her, schließlich hatte die “Safety Commision” am Freitag genau das als Folge auf den Argentinien Clash beschlossen.

Die neue Startaufstellung findet Ihr HIER.

Du möchtest noch einmal auf das gestrige Qualifying zurückblicken?

Text: Doreen Müller-Uhlig

Foto: motogp.com

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