Austin-GP: Folger „Konnte Fahrstil nicht anpassen“

Jonas Folger erwischte von Startposition Acht einen guten Start in den Grand Prix of the Americas, konnte seine Position diesmal jedoch nicht gänzlich verteidigen. Mit Platz elf erreichte der Tech3-Pilot dennoch ein gutes Ergebnis und kehrt als WM-Achter zum Europa-Auftakt zurück.

„Ehrlich gesagt bin ich vom Ausgang des Rennens ein wenig enttäuscht,“ eröffnete Jonas Folger nach dem Rennen. „Der positive Aspekt ist aber, dass wir nur knapp 19 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel kamen, was in etwa gleich wie zuletzt in Argentinien ist. Ausserdem fehlten auf Andrea (Dovizioso), der Sechster wurde, nur fünf Sekunden. Die Top-Sechs wären heute also wieder möglich gewesen. Doch dieses Ergebnis scheiterte an mir,“ so der Deutsche weiter und suchte hauptsächlich die Ursachen bei sich. 

„Im Gegensatz zu Argentinien ist es mir dieses Mal nicht so gut gelungen, mich auf das geänderte Fahrverhalten des Motorrades anzupassen. Ich begann Fehler zu machen und die Jungs überholten mich spielerisch einfach. In den ersten zwei Rennen war ich in der Schlussphase deutlich stärker, als das Bike immer leichter wurde. Es gelang mir mühelos meinen Fahrstil anzupassen. Doch heute war es anders. Wir müssen das erst genauer analysieren, was da genau ablief.“ Das teaminterne Duell gegen Johann Zarco hat Folger beim Texas-GP jedoch verloren. Der Franzose steht mit seinem Ergebnis im Kampf um den Titel des „Rookie of the Year“ derzeit vor dem 23-Jährigen.

Jedoch kein Grund um Trübsal zu blasen für den Sachsenring-Botschafter. „Mit meinem Start in die Weltmeisterschaft kann ich zufrieden sein. Ich bin ich ehrlich gesagt auch, nachdem ich die ersten drei Rennen jedes Mal in den Punkten beendet habe. Doch wenn man eine gewisse Position erreicht hat, dann setzt man sich automatisch höhere Ziele. Wir wissen inzwischen wozu wir in der Lage sind. Heute hätten wir zum Beispiel Sechster werden können, wenn wir an den Trainingstagen bessere Vorarbeit geleistet hätten. Wir kennen und wissen über unsere Stärken Bescheid, jedoch muss ich mich im Verlauf eines Wochenendes schneller an die Bedingungen anpassen. Doch vor dem Saisonstart hätte ich nie gedacht, dass ich als WM-Achter zum ersten Rennen in Europa kommen werde.“

Text: Doreen Müller

Foto: Monster Yamaha Tech3

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