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Teamportrait Baert/Mahl „weil wir uns blind vertrauen“

Am vergangenen Sonntag stellten wir Euch Felix Bereuter und Valentin Marklin vor. Das schweiz-deutsche Duo ist eines von vielen schnellen Gespannen in der Internationalen Sidecar Trophy. Ebenfalls in den Reihen der Trophy 1000-Klasse findet sich das nächste Gespann. Die altbekannten und direkten  Konkurrenten der „Sidecardogs“:

Team: The Gent Express

Fahrer: Chris Baert, 69 Jahre aus Oudenaarde-Mater / Belgien
Beifahrer: Ronja Mahl, 21 Jahre aus Fulda

Womit war Eure erste Rennsporterfahrung?
Chris: „Das war 1967 mit einer 50 ccm Maschine.“
Ronja: „Mein allererstes Rennen bin ich 2012 in Verbois/ Frankreich gefahren auf einer 16 Zoll Kneeler Schmid RSR mit eingebautem BMW R69S Motor.“

Seid wie viel Jahren seit Ihr zwei bereits im Rennsport aktiv?
Chris: „Seit meinem ersten Rennen 1967 habe ich nie aufgehört mit fahren. In dieser Saison habe ich damit quasi mein 50-jähriges Rennsportjubiläum. In all den Jahren komme ich somit auf insgesamt 13 belgische Meistertitel bei den 50er, 80er und 125 ccm und auch mit den Seitenwagen. Ich war 17 Jahre lang in der WM aktiv auch als Gaststarter in der 250er, 350er und 500er Klasse und bin insgesamt 105 WM-Läufe gefahren.“ 
Ronja: „Über soooo viel Erfahrung wie Chris verfüge ich natürlich nicht. Insgesamt komme ich auf 5 Jahre  im aktiven Rennsport.“

Warum und wie seid Ihr denn zu den Seitenwagen gekommen?
Chris: „Nachdem ich ein paar mal als Beifahrer ausgeholfen habe, habe ich entschieden selber so ein Ding zu bauen und als Fahrer damit an Wettkämpfen teilzunehmen.“
Ronja: „Ich bin ja quasi auf der Rennstrecke aufgewachsen, da mein Papa selbst auch aktiv fährt. Neben der Sidecar Trophy gehe ich mit ihm auch heute noch bei den Classics an den Start.“

Was war bisher Euer grösster Triumph?
Chris: „Ich konnte ein paar Mal den 10 Platz in der WM holen und 4 mal den dritten Platz in der Europameisterschaft. Einen „grössten Triumph“ gibt es für mich jedoch nicht. Rennen fahren macht mir einfach Spass, der Erfolg dabei ist mir nicht wirklich wichtig, denn ich möchte einfach nur fahren.“
Ronja: „Mein grösster Triumph war an sich kein Sieg oder ähnliches sondern einfach die Teilnahme an der australischen Meisterschaft. Mit Australien verbindet mich auch privat sehr viel.“

     

    Wenn Ihr Euch zurück erinnert, was würdet Ihr sagen war das spannendste Motorsport-Ereignis bisher?
    Ronja: „Für mich war dies unser Rennen in Rijeka in der vergangenen Saison. Insgesamt lief das Wochenende schon recht turbulent ab, für das gesamte Trophy-Lager und auch für mich, … Im Rennen lieferten wir uns dann einen harten Kampf mir Felix Bereuter und Valentin Marklin. Valentin triumphierte schon bei Zieldurchlauf, jedoch waren wir es die mit nur 7 Tausendsteln- Vorsprung die Nase vorn hatten.“

    Mit welchem Gespann (Typ, Motor,… ) geht Ihr 2017 an den Start?
    Chris: „Wir werden in diesem Jahr mit dem gleichen Gespann, wie ich die letzten 12 Jahre fahre, an den Start gehen. Das RCN ist ein Eigenbau. Ich habe allerdings ein paar Verbesserungen vorgenommen.“

    Gibt es eine Strecke, die Dir/Euch nicht so liegt? Erklärt uns warum…
    Chris: „Assen mag ich wirklich gar nicht. Auch der Sachsenring, der Eurospeedway in der Lausitz und der Slovakiaring sind nicht mein Ding. Auf den Strecken sind viel zu schnelle Durchlaufkurven, die nicht schön zu fahren sind. Super für uns zu fahren sind hingegen Rijeka, Cadwellpark, Oschersleben und Hockenheim.“
    Ronja: „Für mich ist es Most, allerdings kann ich Euch nicht wirklich sagen woran es liegt. Es ist einfach nur so ein Gefühl beim Fahren.“

    Welche Stärken machen Dich und Deinen Fahrer/Beifahrer aus?
    Chris: „Mit Ronja funktioniert es einfach sehr gut, ich weiss auch nicht wirklich warum, aber sie passt fahrerisch einfach zu mir. Mit Ronny Uhlig hat es auch wirklich gut funktioniert. Ohne Ronja wäre ich wirklich mit ihm weiter gefahren,  er ist ein guter Freund.“
    Ronja: „Wir sind einfach aufgrund Chris seiner langjährigen Erfahrung und meiner Motivation ein gutes Team. Wir vertrauen uns blind auf der Rennstrecke, was meiner Meinung nach sehr wichtig im Seitenwagensport ist.“

    Im vergangenen Jahr konntet Ihr vereinzelt bis aufs Podium fahren. In Rijeka habt Ihr Euch einen harten Kampf mit Bereuter/Marklin geliefert. Das Duo war 2016 dauerhaft Eure größten Konkurrenten, die Ihr immer mal wieder besiegen konntet. Was können die Teilnehmer 2017 von Euch erwarten?
    Chris: „Die Konkurrenz kann ich nicht wirklich einschätzen denn es gibt wahrscheinlich neue Teams, aber wir geben alles für mein fünfzigstes Rennjahrjubiläum!“
    Ronja: „Auch wenn ich gern auf dem Treppchen stehe, aber wir werden auch 2017, wie immer, kein unnötiges Risiko eingehen und faire Rennen fahren!“

    Ihr wollt wissen, wie es in der vergangenen Saison bei den Teams lief? Mehr zur Sidecar Trophy findet Ihr HIER.

    Text und Fotos: Doreen Müller

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