Superstock1000 Aragon: Puffe „haben gute Fortschritte erzielt“

Das Althea MF84 Racing Team mit dem Piloten Julian Puffe, ging am vergangenen Wochenende, wie viele andere Teams auch, ein letztes mal zu Tests im spanischen Aragon auf die Strecke. Wir sprachen mit dem Schleizer über seine Vorsaison in einem der größten Teams der Superstock1000 Klasse!

Du hast im Winter nicht nur das Team, sondern auch das Motorrad gewechselt. Heißt von der Kawasaki ZX10R zur BMW S1000RR. Wo liegen die Unterschiede bei den Bikes und was sind die Vor- und Nachteile der BMW?

Also der Vorteil der BMW liegt ganz klar bei der Elektronik. Die ist zwar etwas komplexer, aber funktioniert viel besser! Das habe ich schon von der ersten Runde an gemerkt. Ich kann jetzt die Kurven leichter fahren, sowie einfacher und exakter runterschalten. Außerdem arbeitet die Traktionskontrolle beim Herausbeschleunigen besser. Ich musste mich allerdings schon erstmal umstellen, da sich die BMW komplett anders fahren lässt. Die Kawasaki ist in der Anbremsphase viel ausgebrochen, geslidet und brachte Bewegung ins Fahrwerk. Hier verhält sich die BMW anders und liegt sehr stabil. Nach dem letzten Test an diesem Wochenende haben wir das Fahrwerk der BMW jetzt auch so hinbekommen, dass ich mich richtig wohl fühle auf dem Motorrad! Dieses Gefühl hatte ich im letzten Jahr leider nur ansatzweise beim Rennen in Donington Park.

Es gibt ja das Althea BMW Junior Team und das Althea MF84 Team um den Ex-Superbike und MotoGP Piloten Michel Fabrizio. Welche Rolle übernimmt der Italiener dabei genau?

Michel Fabrizio hat ja ein eigenes Team in der italienischen Moto3 Meisterschaft und ist nun quasi neben Genesio Bevilacqua der zweite Teamchef. Außerdem fungiert er als Riding Coach und fährt um die Strecke um zu schauen, wo ich mich verbessern kann. Das hilft mir sehr, denn Fabrizio ist immernoch sehr schnell und hat natürlich viel Erfahrung!

Du bist in der Winterpause am pfeifrischen Drüsenfieber erkrankt. Wie ging es dir in Aragon gesundheitlich?

In Aragon war ich wieder gesund. Ich hatte aber viel Glück bei der Erkrankung! Zum einen, dass es im Winter ausgebrochen ist und zum anderen ist die Erkrankung nicht komplett durchgekommen. Wir haben es gut in den Griff gekriegt, sodass ich die letzten vier Wochen auch schon wieder trainieren konnte. In der letzten Woche war ich zudem bei Ortema in Stuttgart zum Laktat und Fitnesstest, der auch schon wieder richtig gut ausfiel.

Auf was lag in Aragon euer Hauptaugenmerk und was habt ihr getestet?

Wir sind ja von Freitag bis Sonntag in Aragon unterwegs gewesen. Den Freitag lief es leider nicht so gut und ich bin böse gestürzt. Ich bin beim Runterschalten irgendwie zwischen zwei Gänge gekommen, sodass es mir mein Getriebe blockiert hat. Dies geschah allerdings am Ende der langen Geraden, wo man nach über 300km/h hart anbremst. Mit einer Restgeschwindigkeit von knapp 220km/h flog ich dann per Highsider vom Motorrad und hab mir gefühlt den ganzen Körper dabei geprellt! Das Team hat aber das Motorrad schnell wieder aufgebaut, sodass wir noch ordentlich weitertesten konnten. Im Laufe des Tests erzielten wir gute Fortschritte bei der Elektronik und dem Setup, sodass am Sonntag das Motorrad so fuhr wie ich das wollte. Wir waren zudem von den Zeiten her deutlich schneller als im Vorjahr.

Was ist nach dem letzten Test nun dein Ziel für das erste Rennen?

Es ist schwer zu sagen, wo wir im Feld nun stehen. Punkte sind natürlich immer das Ziel, aber man weiß erst nach dem ersten Rennen, wie schnell die Konkurrenz ist und wo man sich einordnet. Ich versuche aber aufjedenfall in jeder Session und in jeder Runde 110% zu geben, da es eine einmalige Chance für mich ist in so einem Team zu fahren!

Text: Sebastian Lack

Fotos: Julian Puffe

 

 

 

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