Superstock 1000 Imola: Moser „keine Chance auszuweichen“

Für Marc Moser gestaltete sich der dritte Lauf der Superstock 1000 schwierig. Er reiste aus Imola mit einem Nuller ab. Wir haben mit Moser gesprochen.

Der Kawasaki-Pilot startete im Rennen vom 25. Startplatz, kam dann aber nicht weit: „Der erste Rennstart war in Ordnung, genau wie die ersten Runden. Beim Restart war mein Start allerdings blöd. Ich habe mich in Kurve 1 innen gehalten, um den Startcrashs aus dem Weg zu gehen. In der zweiten Kurve war ich dann außen und in der Kurvenmitte hat jemand einen Highsider gehabt. Ich habe eigentlich nur noch sehen können, wie das Motorrad genau in meine Fahrtrichtung kam. Ich hatte keine Chance mehr auszuweichen. Damit ich da nicht reinrausche habe ich also überbremst und mich dann hingelegt.“

Dabei war es für Moser bis dato bergauf gegangen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte er sich immer weiter nach vorn gearbeitet:  „Das Wochenende hat erst nicht so gut angefangen. Wir hatten anfangs große Probleme mit der Übersetzung. Da haben wir lange keine richtige Lösung gefunden.  Freitagnachmittag war es dann aber besser und das Motorrad hat deutlich besser funktioniert. Dann haben wir wieder gesehen, dass die Übersetzung immer noch nicht richtig war und haben sie zum freien Training wieder gewechselt und alles hat nicht mehr gepasst, obwohl es von den Daten her hätte passen müssen.

Durch das Zurückwechseln haben wir erneut 15 Minuten verloren. Das war alles nicht optimal. Im Qualifying bin ich nicht so richtig auf Zeiten gekommen. Wir haben dann bemerkt, dass unser Mapping nicht zu den Temperaturen gepasst hat und mir in den oberen Bereichen Leistung gefehlt hat. Das haben wir für das WarmUp und das Rennen verbessern können und ich konnte im WarmUp meine Qualifying-Zeit fahren, obwohl der Reifen wirklich alt war.“

 

Umso bitterer war für Moser das frühe Aus im Rennen. Bei seinem Crash zog sich der Dieburger eine Fleischwunde am Arm zu, die genäht wurde. Außerdem trug er einen angerissenen Meniskus und ein gezerrtes Außenband davon. Für den vierten Lauf in Donington Park nächste Woche ist Moser dennoch zuversichtlich: „Ich denke, dass es in Donington schon wieder geht. Ich habe schon den Phyysiotherapeuten meines Vertrauens angerufen und mit dem mache ich alles wieder klar.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

 

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