Supersport300: Noderer beißt nach Sturz die Zähne zusammen

Mit einem 14.Platz beim Rennen in Assen, fuhr Gabriel Noderer in der ersten Saisonhälfte der Supersport300 WM seine ersten Weltmeisterschaftspunkte für sich und sein Team ein. Nun steht in gut zwei Wochen sein Heimrennen auf dem Programm und deshalb testeten er und sein Scuderia Maranga Team am vergangenen Wochenende im Rahmen eines Rennstreckentrainings auf dem Lausitzring! Wir haben mit ihm nach dem Test gesprochen.

Gabriel Noderer

„Die Anreise zum Test war etwas stressig, da aktuell noch viele Prüfungen und eine Hausarbeit in der Uni anstehen, auf die ich mich vorbereiten muss. Wir sind aber am Donnerstag Abend gut angekommen und es fing in der Nacht auf Freitag erstmal an zu regnen, sodass Freitag früh unsere ersten Turns ausfielen. Nachmittags trocknete es ab und wir konzentrierten uns bei der Arbeit am Motorrad hauptsächlich auf die Übersetzung. Am Ende entschieden wir uns für eine Übersetzung mit dem 6.Gang, allerdings von der Drehzahl her noch mit Luft nach oben, damit ich bei den Kämpfen im Pulk nicht gleich in den Drehzahlbegrenzer komme. Außerdem arbeiteten wir an meiner Sitzposition und der Hinterradbremse.

Der zweite Tag bestand viel aus Fahrwerksarbeiten, aber es war schwer freie Runden zu finden, da bei einem Rennstreckentraining die 1000er und 600er Fahrer einen unnötig ausbremsen und danach in der Kurve im Weg stehen. Teilweise war es wirklich gefährlich, da viele so spät auf der Bremse waren, dass sie ins Kiesbett fuhren und das Training oft abgebrochen werden musste. Ich bekam einen neuen Hinterradreifen und fuhr damit gleich in den ersten Runden nicht schlecht. Als ich nach einem weiteren Abbruch wieder auf die Strecke fuhr, ging mir aber bei einer Bodenwelle in Kurve 5 das Hinterrad schlagartig weg und ich flog per Highsider ab. Der Aufschlag war so hart, dass es mir den Helm gerissen hat und ich arge Schmerzen in der Hüfte bekam. Nach einem kurzen Check wurde aber zum Glück kein Bruch festgestellt.

Am Sonntag bekamen wir viele freie Runden, da gegen Mittag die meisten Piloten abreißten. Dies spielte mir aber leider nicht in die Karten, da es mir vom Sturz am Vortag nicht besonders gut ging und ich teilweise mit Schwindel, Übelkeit und Schlappheit zu kämpfen hatte. Auf dem Motorrad ging es zwar, allerdings kam ich an die Leistung vom Vortag nicht mehr heran. Nun muss ich schnellstens wieder fit werden und mich auf das Rennwochenende vorbereiten!“

Text: Sebastian Lack

Fotos: Presse Noderer

 

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