Supersport300 Aragon: Noderer „wird vieles über den Windschatten gehen“

Vom letzten Freitag bis Sonntag fand im spanischen Aragon das erste Aufeinandertreffen vieler Supersport300 WM Piloten statt. Mit von der Partie auch der Thalmässinger Gabriel Noderer. Wir sprachen nach dem 3-tages Test mit Noderer über seine ersten Eindrücke.

Gabriel, es war dein erster Test in dieser Saison auf der Honda CBR500R und für das Scuderia Maranga Racing Team. Wie lief dieses erste Rollout aus deiner Sicht.

Wir haben im Vergleich zu vielen anderen Teams unser Motorrad erst vor gut einer Woche bekommen. Dadurch waren noch viele Originalteile verbaut, außerdem fuhren wir ohne Anti Hopping Kupplung und der Schaltautomat funktionierte zuerst nicht richtig. In Summe benötigten wir also erstmal gut 1 1/2 Tage, um das Motorrad fahrbar zu machen und ein ordentliches Setup einzustellen.

Kannst du nach dem ersten Test das Kräfteverhältnis gegenüber den anderen Herstellern von Kawasaki und Yamaha einschätzen?

Am Anfang hab ich keine Unterschiede feststellen können, da wir noch zu viele Probleme beheben mussten. Später als das Motorrad lief, merkte ich, dass speziell die Yamahas in der Beschleunigung und im Endspeed einen Vorteil besitzen. Hier konnte ich teilweise noch nicht mal im Windschatten mithalten, daran müssen noch arbeiten. Die Honda hatte aber dafür in bergauf Abschnitten und auf der Bremse einen stabilen Eindruck vermittelt. Ich denke mit mehr Erfahrung und weniger Standardteilen am Motorrad werden wir noch um einiges besser werden.

Gab es Testzeiten der Fahrer von dem Wochenende?

Das ist schwer zu sagen, da es sehr viele Zeiten gab und auch Fahrer aus der italienischen Meisterschaft gefahren sind. Am Ende konnte aber Ana Carrasco mit einer Zeit von 2:11,9 die schnellste Runde drehen. Meine Bestzeit lag am Schluss bei 2:14,3, was fürs erste in Ordnung geht.

Wie ist dein Resümee nach dem Aragon Test? Bist du zufrieden?

Naja was heißt zufrieden. Man ist natürlich als Fahrer nie zufrieden. Unterm Strich aber denke ich, haben mein Team und ich gute Arbeit geleistet! Wir konnten viele Dinge ausprobieren u.a. an der Übersetzung des Motorrades. Das war auch wichtig, da wir nicht so hohe Drehzahlen fahren können, wie die anderen Fabrikate.

Was sind jetzt deine Ziele für das erste Rennen in zwei Wochen?

Ich möchte aufjedenfall mit dem Team das Motorrad weiterentwickeln und den Rückstand zur Spitze und dem anderen Honda Team verringern! Ansonsten will ich natürlich auf der Strecke schnelle Rundenzeiten fahren. Leider wird bei den Motorrädern der Windschatten eine sehr entscheidende und große Rolle spielen, ohne den die richtig schnellen Zeiten kaum möglich sein werden. Dadurch wird es aufjedenfall einen großen Pulk und viele Positionskämpfe geben!

Text: Sebastian Lack

Fotos: Noderer Racing

 

 

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