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Supermono: Dustin Gerken im Interview „Warum Supermonos?“


Dustin Gerken hat seine erste Saison in der Supermono-Europameisterschaft hinter sich. Warum sich der Berliner für den Einstieg in den Straßenrennsport diese Klasse ausgewählt hat und wie er seine Leistungen einschätzt, erklärt er in einem Interview.



Hallo Dustin, heute wollen wir Dich mal fragen, warum Du die FIM Europe Supermono Europameisterschaft fährst, obwohl es ja eigentlich andere Nachwuchsklassen in Deinem Alter gibt. 
Die anderen Klassen wie der ADAC Juniorcup, IDM Moto 3 oder auch Moriwakicup sind leider aufgrund meiner Größe und meines Gewichtes nicht in Frage gekommen, da ich dort absolut chancenlos gewesen wäre. Der Supermonocup bietet für mich die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige Fahrerausbildung. Die ersten zehn Fahrer in der Supermono EM fahren auf einem sehr hohen Niveau. In dieser Klasse haben die Fahrer schon so viel Erfahrung und auch die Ruhe, um den Nachwuchsfahrern zu helfen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich kann sagen, daß mir der Jerry (Van de Bunt) und der Lukas (Wimmer) schon sehr oft beiseite standen und mir Tips und Linienführung gezeigt haben. 

Kannst Du mit diesem Niveau mithalten?
Am Anfang war es für mich sehr schwer. Wir haben uns bewusst für die KTM RC 390 entschieden, obwohl wir wussten, dass ich damit keine guten Platzierungen einfahren kann. Es war nur für meine Fahrerausbildung gedacht und gleichzeitig ein kleines Experiment für die European Supermono-Klasse. Vom Kurventempo her konnte ich sehr gut mithalten, auf den Geraden natürlich nicht. 

Bist Du mit Deinen Leistungen in 2015 zufrieden?
Ja, ich bin sehr zufrieden. Ich habe alles rausgeholt, was in meinen Möglichkeiten stand. Die Ergebnisse sind Platz 17 in der EM und Platz 11 in der DM. Mein Teamchef und auch die anderen Fahrer haben mich bei allem sehr unterstützt. Gleichzeitig möchte ich mich nochmal bei Familie, Happeck, Jerry van de Bunt, Lukas Wimmer und natürlich meinem Teamchef Jürgen Strohmann bedanken.

Würdest Du auch anderen Nachwuchsfahrern die Supermonoklasse empfehlen?
Ja, auf jeden Fall. In dieser Klasse kann man auf einem sehr hohen Level fahren. Die Rennen werden auf ganz tollen Rennstrecken gefahren (wie Assen, Zolder, Croix, Oschersleben usw.). Das Verhalten in dieser Renngemeinschaft ist sehr familiär und die Kosten dieser Rennserie sind absolut überschaubar und eigentlich auch für jeden tragbar.   

Wie geht es mit dir weiter mit dir?
Ich freue mich darauf, ab 2016 für Krämer Motorcycles an der Seite von Lukas Wimmer auf einer HKR Evo 2 zu fahren. 

Wo werden wir Dich fahren sehen?
Auf jeden Fall in der Supermono EM und DM, eventuelle Starts in der IDM und TNT Cup.   




Text: Dustin Gerken

Fotos: Dominik Lack




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