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Superbike WM in Magny Cours: Guintoli siegt durch Teamorder

Sylvain Guintoli gewann in Magny Cours das erste Superbike-Rennen in strömendem Regen. Der Aprilia-Pilot bekam nach Teamorder den Sieg von Marco Melandri auf dem Silbertablett serviert. WM-Leader Tom Sykes fuhr mit ähnlicher Teamstrategie auf den vierten Platz.


Jonathan Rea ging nach dem Start in Führung und es sah zuerst so aus, als könnte er einen Vorsprung herausfahren. Die entstandene Lücke wurde jedoch nach einer Runde vom Lokalmatadoren Sylvain Guintoli wieder geschlossen. Ducati-Pilot Chaz Davies mischte nach gutem Start in der Führungsgruppe mit, rutschte allerdings schon in der zweiten Runde aus.

Marco Melandri kämpfte sich währenddessen binnen einer Runde von der vierten auf die zweite Position und versuchte anschließend, seinen Teamkollegen auf Platz 1 einzuholen.
Das Gleiche hatte zuvor Davide Giugliano versucht, der jedoch der glatten Strecke zum Opfer fiel und wie Davies stürzte. Der Römer fuhr danach weiter und landete noch auf dem siebten Rang. Dass die Bedingungen alles andere als komfortabel waren, zeigten auch die vielen Fehler der Verfolger. Besonders heikel wurde es für Tom Sykes. Der WM-Führende sah seinen Hauptgegner Guintoli an der Spitze davonfliehen und musste das Risiko eines Sturzes gegen ein aus Vorsicht entstandenes schlechtes Ergebnis kalkulieren.

Sykes´ Teamkollege Loris Baz sah derweil den Regen als Chance. Der Franzose, der im Training Schwierigkeiten gehabt hatte und sogar durch die Superpole 1 musste, bewegte sich auf Platz 3 liegend mehrfach über dem Limit, um ein gutes Ergebnis einzufahren. Ebenfalls über dem Limit waren der als Wildcard gestartete Deutsche Meister Javier Fores, der auf dem Weg zu einem Top 10-Resultat zu Boden ging. Teamkollege Max Neukirchner fuhr solide auf Rang 9.

Ein Rennen zum Vergessen war der erste Lauf für die beiden Crescent Suzuki-Piloten. Eugene Laverty stürzte, fuhr jedoch weiter und musste im Verlaufe der Renndistanz noch einige Male einen weiten Bogen fahren. Alex Lowes musste mit technischen Problemen an die Box kommen.

Der Kampf um Platz 1 spitzte sich im letzten Renndrittel noch einmal zu, als ein hochkonzentrierter Marco Melandri den Vorsprung von Guintoli stetig verkürzte und schließlich auch vorbeiging. Der Italiener bekam jedoch umgehend mit einem Trauersmiley auf dem Pitboard angezeigt, dass sein Apriliateam der WM wegen lieber Guintoli auf Platz eins sehen wollte. Melandri gehorchte und winkte den Franzosen vorbei. Das Gleiche geschah eingangs der letzten Runde weiter hinten, als Loris Baz Tom Sykes vorbei ließ. Der Abstand in der WM betrug somit 19 Punkte. Dritter wurde Jonathan Rea.





Text: Dominik Lack

Fotos: worldsbk.com







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