STK1000 Portimao: Titelentscheidung vertagt

Das Rennen von Portimao änderte die Verhältnisse in der Superstock 1000-EM-Wertung. Mit einem Sieg brachte sich der Italiener Roberto Tamburini beim vorletzten Lauf 2018 wieder ins Spiel um den Titel während die Top-Favoriten eher in Richtung Schadensbegrenzung unterwegs waren.

Dabei sah es anfangs gut aus für Markus Reiterberger. Der Deutsche stürmte vom zweiten Startplatz in Führung und setzte sich sofort ab. Die Verfolgung nahm jedoch Polesetter Federico Sandi auf, der etwas engere Linien fuhr und auch besser aus den Ecken herauskam. So dauerte es nicht lange und der Italiener schob seine Ducati mit der Nummer 15 auf der Zielgeraden an “Reiti” vorbei. 

Reiti beißt im Podiumskampf

Der Bayer konnte nichts erwidern und ließ Sandi ziehen. Bald darauf bekam er es jedoch auch noch mit Tamburini zu tun, der ein Auge auf den Sieg geworfen hatte. Der BMW-Pilot überholte Reiterberger und schnappte sich zur Rennmitte auch Sandi. Damit fand er sich auf einmal auf dem provisorischen zweiten Meisterschaftsrang wieder. Einige Plätze weiter hinten war währenddessen das Rennen für Valentin Suchet vorbei. Der Schweizer fiel mit einem Sturz aus. 

Markus Reiterberger hatte fortan seine liebe Mühe mit Florian Marino, der ihm den Podestplatz streitig machen wollte. Marino rückte immer näher und ging denn auch vorbei. Obwohl es erst so aussah, als könne Reiterberger den Anschluss nicht halten, blieb er in Schlagdistanz und konnte eingangs der vorletzten Runde kontern. Während vorn Tamburini den Sieg einfuhr und Sandi als Zweiter die Linie überquerte, holte Reiterberger Platz drei. Sein bisheriger Hauptkonkurrent Max Scheib kämpfte mit seinem Aprilia-Teamkollegen Luca Vitali, der nichts von einer Teamorder hören wollte. Scheib holte schließlich Platz fünf. Vitalis Gegenwehr brachte ihm einen Sturz in der letzten Kurve, bei dem der Italiener jedoch unverletzt blieb.

Jan Bühns Rennen war kein einfaches. Nach der ersten Runde fand sich der Deutsche auf Platz 14 wieder, machte dann jedoch einen Sprung auf Rang 12, den er einige Zeit lang verteidigte. Zur Rennmitte schnappte er sich dann erst Cua Alberto und dann auch den Dänen Alex Schacht. Ins Ziel kam Bühn als Neunter.

In der Meitserschaft führt Markus Reiterberger nun mit 18 Punkten vor Tamburini. Scheib liegt einen weiteren Punkt dahinter. Dementsprechen müsste Tamburini in zwei Wochen beim Saisonfinale in Magny Cours acht Punkte mehr als Reiti holen, um ihm den Titel noch abzujagen.

Das Rennergebnis kann hier eingesehen werden

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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