STK1000 Misano: Faccani trickst Rinaldi aus!

Ereignisreich gestaltete sich das Rennen der Superstock 1000 in Misano. Nicht nur der rutschige Asphalt, sondern auch ausgelaufenes Öl waren für viele Stürze. Das Rennen wurde schließlich abgebrochen und neu gestartet. Am Ende hatte Marco Faccani mit einer unglaublichen letzten Runde die Nase vorn.

Den ersten Start gewann Rinaldi gefolgt von Teamkollege Mike, welcher sich jedoch nicht lange an der Spitze halten konnte und nach einem Ausritt bis auf elf zurückfiel. Vorn öffnete Rinaldi eine Lücke von über zwei Sekunden, die der Verfolger Marco Faccani zu schließen versuchte. Auch Toprak Razgatlioglu sah den Sieg dahin schwimmen und kämpfte mit Federico Sandi um Position drei.

Die ersten Runden beinhalteten bereits einige Stürze. In Kurve eins crashte Stefano Fugardi, anschließend Sebastien Suchet und auch dessen Landsmann Bryan Leu, der mit einem Highsider zu Boden ging. Später stürzten auch die Einheimischen Gabriele Ruiu und Kevin Calia. Dadurch profitierten unter anderem die Deutschen Piloten. Marvin Fritz war auf dem 16. Rang angekommen, während auch Toni Finsterbusch in die Top 20 vordrang. Julian Puffe kämpfte um Rang 23, Marc Moser um die vorletzte Position.

Hinter den Top 4 kam auch Lokalmatador Roberto Tamburini immer näher heran, verlor nach einem Fehler aber wieder einige Meter. Bei noch sieben zu fahrenden Runden fiel der Italiener mit einem Motorschaden an seiner Yamaha aus. Bei dem technischen Defekt verlor Tamburini etwas Öl im ersten Streckenabschnitt. Dieses wurde schließlich eine Runde später Sandi zum Verhängnis, der das Vorderrad verlor und sofort aufsprang um nachfolgende Fahrer zu warnen. Nachdem auch noch ein weiterer Pilot gestürzt war, wurde das Rennen mit noch sechs zu fahrenden Runden abgebrochen.

Der Neustart über 5 Runden wurde für 15:58 angesetzt. Als bester von der Startlinie kam diesmal erneut Rinaldi, der jedoch direkt gefolgt war von Sandi. Mit Alessandro Andreozzi und Kevin Manfredi stürzten in der ersten Runde die nächsten Italiener. Die Führung riss Federico Sandi schnell an sich, gab diese aber bald wieder an Rinaldi ab, der sich absetzte. Für Sandi war das Rennen denn auch bald vorbei, als der Italiener mit technischen Problemen ausrollte.

Vorn spitzte sich alles in der letzten Runde zu. Faccani hatte sich herangekämpft und griff in Turn 14 an. Rinaldi versuchte anschließend außen in die letzte Kurve zu überholen, was ihm jedoch nicht gelang. Somit gewann Faccani vor Rinaldi und Schieb.

Marvin Fritz wurde nach gutem Start 11. Julian Puffe kam als 18. ins Ziel, Marc Moser als 20. Toni Finsterbusch lieferte zwar ein starkes Sprintrennen ab, fiel aber aus.

Die Ergebnisse gibt es HIER

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Sebastian Lack

 

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