STK1000 Magny-Cours: Reiterberger “der Reifen wird noch nicht gefordert”

Markus Reiterberger greift an diesem Wochenende nach seinem ersten internationalen Titel und die Chancen stehen mit 18-Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Roberto Tamburini nicht schlecht. Aber die Konkurrenz machte es dem BMW-Piloten am ersten Tag nicht leicht und somit musste sich “Reiti” am Ende des Tages mit Rang 4 begnügen. Dies war aber kein Grund zur Traurigkeit, wie er im Interview danach zeigte.

Bevor es auf die Strecke ging, setzte sich das Team allerdings am Donnerstag erstmal zusammen. ” Wir bzw. mein Crew Chief machten uns im Vorfeld Gedanken darüber, mit welcher Übersetzung wir hier an den Start gehen werden. Dies war in Portimao das große Problem. Wir entschieden uns aufgrund der langen Gegengeraden für die längere Übersetzung und ich muss sagen, die passte recht gut. Dies war der Schlüssel für heute Vormittag, weshalb ich im ersten freien Training trotz der rutschigen Verhältnisse in Führung lag.” Die Superstock1000 Piloten startete um 09:30Uhr in ihr erstes Training und es wurde nachts nicht wärmer als 6-9Grad, weshalb die Bedingungen nicht optimal erschienen.

“Wir fuhren insgesamt 12 Runden mit den Reifen” berichtete Reiterberger, “und schafften am Ende trotzdem eine Zeit von 1:40,7sec.” Im zweiten freien Training am Nachmittag herrschten dann mit 25Grad Luft- und 33Grad Streckentemperatur deutlich bessere Bedingungen. “Wir fuhren mit den gebrauchten Reifen raus, wie fast immer am Freitag. Es ging um die Setting-Arbeit fürs Rennen, hieß wir arbeiteten an der Vorspannung, Geometrie und auch der Elektronik für die Rennabstimmung. In der 20.Runde fuhr ich immernoch 1:40,4, was richtig gut war. Am Ende fehlte uns die Zeit für einen neuen Reifen, was aber auch nur noch etwas für die Platzierung gebracht hätte.”

In seinem Boxenstopp sah man den Bayern allerdings mit der Hand wild gestikulieren, worauf er meinte, “ja das stimmt. Ich bin zwar grundlegend zufrieden mit dem Motorrad, wünsche mir aber noch mehr Traktion, denn der Reifen wird irgendwie nicht richtig gefordert! Er schaut nach so vielen Runden noch zu gut aus. Dort müssen wir für morgen noch ansetzen.”

Auf die Frage, ob er an diesem Wochenende einen besonderen Druck verspüren würde meinte er nur trocken. “Nein, wir gehen das Wochenende wie jedes andere an, allerdings kontrollieren wir alles doppelt und dreifach, damit nicht ein technischer Defekt oder ähnliches uns einbremst am Sonntag! Im Rennen will ich dann schauen vorne wegzukommen, aber aufjedenfall muss ich unter die Top 8 kommen”

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

 

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