STK1000 Imola: Heute im Streckentalk mit Markus Reiterberger

Die Strecke in Imola ist für die meisten deutschen Piloten relativ neu, nur Markus Reiterberger kennt sie genauer, u.a. aus seiner Zeit als Superbike WM Pilot. Wir haben uns daher mit dem BMW Piloten über die Tücken dieser Strecke unterhalten.

“Die Strecke hier im allgemeinen ist sehr bremsenmordend! Echt eine Mutprobe für die Fahrer. Deshalb werden hier auch extra Vorbereitungen getroffen, indem Brembo z.B. dickere Scheiben mitbringt extra für dieses Event und auch für mehr Belüftung der Bremsen sorgt.”

“Die Start/Ziel ist eine ziemlich lange und schnelle Linkskurve. Diese ist ziemlich wellig, weshalb das Fahrwerk die Stöße aufjedenfall gut absorbieren sollte. Ebenfalls die letzte Schikane, denn da fährt man voll über die Curbs drüber. Auch hier spielt das Fahrwerk eine wichtige Rolle, damit einem da das Vorderrad nicht einklappt. Ansonsten geht es flüssig weiter und man fährt im 4. Gang aus der “Variante Tamburello” heraus.” (Anm.d.Red. auf der linken Seite befindet sich das Senna Denkmal)

“Danach die “Variante Villeneuve” ist in Ordnung bis es anschließend aber auf die “Tosa” zugeht. (Anm.d.Red. hier ist an der Tribüne das Ratzenberger Denkmal) Hier heißt es hart anbremsen. Die Kurve ist wirklich schwierig und nach 10-12 Runden merkt man das schon in den Unterarmen und du denkst, dass hoffentlich das Rennen bald vorbei ist. Im Ausgang der Kurve geht es stark bergauf, weshalb das Motorrad stark zu Wheelies neigt! Hier ist es wichtig mit dem Chassis entgegenzuwirken und im Vorfeld viel Bremsstabilität aufzubringen!”

“Nach dem Bergauf-Stück fährt man in Kurve 10 mit langem Drift die Linkskurve hinunter, wo es dann in die berühmte “Acque Minerali” geht. Hier ist es wichtig den Schwung mitzunehmen, für das steile Stück bergauf. Jetzt starke Anbremsphase in die “Variante Alta”. Vielleicht kann man hier die Curbs mitnehmen. Die Gummischläuche hier sind ganz weit innen und nimmt man wenn nur mit dem Ellenbogen mit.”

“Jetzt geht es richtig kernig im 6. Gang runter in die langgezogene Rechtskurve, die auf die “Rivazza” zuführt. Dort ist noch mal starkes Anbremsen angesagt in der Bergabphase. Danach mit Vollgas in die letzte Schikane rein. Generell wird hier die Bremsstabilität und die Wheelieneigung wichtig sein.”

“Überholmöglichkeiten gibt es hier relativ viele, auch wenn es immer sehr schwierig ist. Es beginnt mit der ersten Kurve “Variante Tamburello” geht über die T 7 ” Rosa”, danach zur “Variante Alta” und natürlich in der letzten Schikane ist noch eine Möglichkeit sich vorbeizuschieben.”

Text: Sebastian Lack

Fotos: Sebastian Lack

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