Spielberg-Test: Die ersten Stimmen der Werksducatis

EF977FB4-41BC-4DDD-86D6-102A7A59690CDer erste Tag des von Ducati organisierten MotoGP-Tests auf dem österreichischen Red Bull Ring ist Geschichte. Für die Roten wurde er zu einer wahren Triumphfahrt, der direkt an den Erfolg des Podestplatzes von Andrea Dovizioso auf dem Sachsenring anknüpfte.

Für die Werkspiloten bedeutete dies die Doppelführung. Für Dovizioso und Iannone standen schließlich eine 1:23,764 und eine 1:24,347 auf der Uhr. Doch nicht nur die Stammfahrer waren schnell unterwegs. Auch Testfahrer Casey Stoner fuhr munter an der Spitze mit und legte als Vierter eine 1:24,502 hin.

 

Andrea Dovizioso:

Heute lief es wirklich gut. Der Kurs hat einige aggressive Beschleunigungs-Ecken im ersten und zweiten Gang und recht lange Geraden. Er passt also zur Charakteristik unseres Bikes. Darum war es recht einfach, schnelle Runden zu fahren. Es war toll, so konstant schnell auf dieser Strecke zu sein und auch wenn es nicht die größte und spektakulärste Strecke in der Meisterschaft ist, ist es doch auf jeden Fall interessant, auf einer neuen zu fahren. Nun müssen wir verstehen, was für Reifen uns Michelin für das Rennen bringt, weil es für sie auch ein wichtiger Test war. Hier ist der Reifenverschleiß besonders hoch, da das Bike bei maximaler Schräglage zum sliden neigt und auf der Geraden viel durchdreht. Es wird also ziemlich schwierig, eine ganze Renndistanz ohne Probleme zu fahren“

Andrea Iannone:

„Für uns war es ein sehr positiver Tag, weil die Strecke sehr schön ist und gut zu den Eigenheiten unserer Desmosedici GP passt. Wir waren wirklich schnell und ich habe sofort ein gutes Gefühl gehabt. Wir haben ein bisschen am Bike gearbeitet und auch ein Paar neue Chassis-Parts getestet, aber alles in allem haben wir nur wenige Veränderungen gemacht, weil die Eindrücke immer positiv waren. Ich habe auch einen kleinen Longrun von 10 Runden gemacht und meine Pace war ziemlich gut. Sie war sehr nah an meiner besten Runde. Ich bin also zufrieden damit, wie der erste Tag gelaufen ist.“

Casey Stoner:

Man kann keine malerischere Strecke als diese haben, sie ist etwas ganz besonderes. Der Kurs hat ein Paar schöne Abschnitte, aber ist ein bisschen merkwürdig für Motorräder, weil einige Kurven nicht gut zusammenfließen. Das macht es etwas schwierig. Generell war es heute recht gut. Der Aphalt ist fantastich und sehr weich. Das Grip-Level scheint so mittel zu sein, aber wir werden noch etwas Gummi verteilen und etwas mehr Gefühl auf der Strecke bekommen. Dieser Test ist etwas einfacher als in Misano, wo es sehr heiß war und ich längere Zeit vorher nicht auf dem Bike gesessen hatte. Heute hatte ich keine Probleme und es war leichter für mich auf dem Bike. Wir haben heute viele Vergleiche unter den Bikes angestellt. Mal mit Wings, mal ohne, einfach viele Dinge, um Daten zu erhalten. Alles war ziemlich positiv.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Ducatipress.com

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