Spielberg-GP: Schrötter “die ersten Runden sind entscheidend”

Marcel Schrötter bestritt in Spielberg sein 150. Grand Prix-Rennen. Der Deutsche hatte es auf dem österreichischen Red Bull Ring nicht einfach un kam als Siebter ins Ziel.

Für Schrötter begann das Moto2-Rennen mit harten Kämpfen in den ersten Runden, während vorn Miguel Oliveira und Pecco Bagnaia ihr Heil in der Flucht suchten. Aus der ersten Runde kam Schrötter als Achter wieder. “Ich bin eigentlich gut von der Linie weggekommen. Doch die ersten Kurven nach dem Start sind hier immer kompliziert. In Turn 1 gab es auch gleich eine Kollision vor mir, trotzdem bin ich noch einigermaßen gut aus der Kurve herausgekommen. In Bezug auf meine Position war ich gar nicht so schlecht dabei. Doch hinten raus auf die Gerade hat der Schwung gefehlt und ich habe gemerkt, dass ich den Rest wie in einem Sog mitgezogen habe.” erklärte Schrötter.

“Die Folge war, dass zwei links und zwei rechts an mir vorbei fuhren. In der zweiten Kurve war ich daher wieder mitten im Pulk. Darüber hinaus war es in den ersten drei, vier Runden schwierig, mich irgendwie zurechtzufinden. Als ich endlich meinen Rhythmus gefunden hatte, konnte ich sofort die Rundenzeiten wie die Spitze fahren und allmählich zu meinen Vorderleuten aufholen. Es war aber zu spät, um noch richtig anzugreifen. In der letzten Kurve vor dem Ziel habe ich trotzdem noch eine Attacke gegen Binder gestartet. Es war ähnlich wie Marquez gegen Dovizioso vor einem Jahr hier. Leider ist Binder heute wieder durchgeschlüpft.”

“Es ist ein bisschen ärgerlich, dass wieder nur ein siebter Rang herausgekommen ist. Wir haben die Pace, das wissen wir, aber die ersten Runden sind eben entscheidend. Daran müssen wir arbeiten. Meine Rundenzeiten waren wirklich stark. Auf dieser Strecke ist es aber enorm schwierig, jede Runde perfekt hinzubekommen. Aufgrund der langen Bremsphasen und den vielen Bergab-Abschnitten, wo das Motorrad enorm pusht, passiert es sehr leicht mal weit zu gehen. Daher war es schwierig für mich, zügiger aufzuholen und dabei keine Fehler zu machen. Zwei Runden mehr und wahrscheinlich wäre ich in den Top-5 gelandet. Ich war deutlich schneller als die zwei Fahrer vor mir. Ich muss also hart an mir arbeiten, dass ich die Anfangsphase besser bewältige. Dann sind wir am Ende ganz vorne dabei.”

In der WM-Wertung liegt Schrötter nun auf der siebten Position. Weiter geht es in zwei Wochen in Silverstone. In der Vergangenheit waren dort zwei elfte Plätze Schrötters beste Resultate.

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Fritz Glänzel, IntactGP

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