Spielberg-GP: Samstag: Marquez erneut vorn, PrüstelGP holt 2. Pole

Nachdem der Spielberg-GP bisher eher britisches Wetter anmuten ließ, verzog sich pünktlich zum ersten Qualifying die Wolkendecke über der Steiermark und brachte den lang erwarteten Sonnenschein zurück. Nach und nach trocknete die Strecke bis zum Mittag ab und sorgte für trockene Verhältnisse. Der Kampf um die besten Startplätze begann: für die einen endete der Tag hierbei mit einer Überraschung, für andere Piloten hingegen mit einer bitteren Enttäuschung. 

MotoGP: Marquez schlägt Ducati, Enttäuschung bei Yamaha

In der Königsklasse hatten sie am Freitag noch ganz klar die Nase vorn: das Ducati-Trio Dovizioso, Lorenzo und Petrucci. Doch nicht die heimlichen Favoriten des Vortages holten sich die Pole Position auf dem Red Bull Ring, sondern Rekordpilot Marc Marquez. In einem engem Dreikampf setzte sich der Spanier im Qualiyfing gegen seine starken Kontrahenten durch und holte sich mit zwei Tausendstelsekunden Vorsprund die 77. Pole Position in seiner Karriere. Auf Startplatz zwei folgte ihm Andrea Dovizioso, Teamkollege Jorge Lorenzo schaffte ebenfalls erneut den Sprung in die erste Startreihe. 

Valentino Rossi (Movistar Yamaha), für den es bereist in den Freien Trainings am Freitag  nicht rund lief, kam in Österreich nicht einmal in das zweite Qualifying. Der Italiener musste im Q1 mächtig um eine gute Rundenzeit kämpfen und lag nach den ersten Runden nur an fünfter Position. Zum Ende des Session fehlten Rossi 0,114 Sekunden fehlten Rossi auf die Q1-Bestzeit von Alvaro Bautista (Angel-Nieto-Ducati). Valentino Rossi platzierte sich mit 1:24.309 Minuten für Startplatz 14, sein schlechtestes Quali-Ergebnis seit zuletzt 2016 in Phillip Island, dort startete der Doktor von Startplatz 15 ins Rennen.

Auch Rossis Teamkollege Maverick Vinales wurde nur Elfter. Schnellste Yamaha wurde somit Johann Zarco für Tech 3 mit Startplatz. Der Franzose steht direkt neben Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) und Cal Crutchlow (LCR-Honda) im Grid, sich als Vierter und Fünfter qualifizierten.

Für eine positive Überraschung im Qualifying sorgte am Samstag Tito Rabat (Avintia-Ducati), der mit einer älteren Ducati den siebten Startplatz einfuhr. Der Spanier war mit seinen 1:23.922 schneller als die Werkspiloten Andrea Iannone (Suzuki) und Dani Pedrosa (Honda), die letztlich in der dritten Reihe landeten. Auf den Plätzen zehn bis dreizehn freuen sich Alex Rins (Suzuki), Vinales, Alvaro Bautista (Avintia-Ducati) und Bradley Smith (KTM) über ihre Startposition vor dem neufachen Weltmeister Valentino Rossi. 

Die Ergebnisse des MotoGP-Qualifyings findet Ihr HIER.
Die Startaufstellung könnt Ihr HIER einsehen.

Moto2: Pecco im Glück, Sturzpech für viele Mitstreiter

In der Moto2 war es Francesco Bagnaia (SKY Racing Team VR 46), der von Beginn an die Pole Position für sich beanspruchte:  Bereits in der fünften Runde fuhr Bagnaia mit 1:29.409 Bestzeit und blieb bis zum Ende des Qualifyings ungeschlagen. Währenddessen hatten andere Mitstreiter nicht soviel Glück, auf der Jagd nach Bagnaia´s Rundenzeit kamen einige Piloten zu Fall, u.a. Intact GP-Pilot Xavi Vierge, der sich nach seinem unverschuldeten Zusammentreffen mit Steven Odendaal am Handgelenk verletzte und das Rennen am Sonntag auslassen muss.  Auch Lorenzo Baldassaarri (Pons HP 40), Joan Mir (Estrella Galicia 0,0 MarcVDS), Iker Lecuona (Swiss Innovative Investors), Alex Marquez (Estrella Galicia 0,0 MarcVDS) und Luca Marini (SKY Racing Team VR46) stürzten.

Bagnaias WM-Rivale Miguel Oliveira (Red Bull KTM Ajo) schaffte hingegen mit 0,310 Sekunden Rückstand den Sprung auf Startplatz 2, gefolgt von Fabio Quartararo (+)Ego – Speed Up Racing), der erstmals seit Barcelona es wieder in die erste Startreihe schaffte. Die zweite Reihe bildeten Jorge Navarro, Alex Marquez und Mattia Pasini. Marcel Schrötter (Intact GP) qualifizierte sich als Siebtschnellster vor Brad Binder, Lorenzo Baldassarri und Luca Marini.

Die Ergebnisse des Moto2-Qualifyings findet Ihr HIER.
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Moto3: 1. Pole für Bezzecchi, Martin trotz Handicap stark & Öttl auf P8

Für Marco Bezzecchi verlief das Wochenende in Spielberg bisher völlig zufriedenstellend. Nachdem der Rossi-Schützling zum Auftakt des Grandprixs seinen Aufstieg mit KTM in die Moto2-WM für 2019 verkündete, zeigte der Italiener schon im dritten Training dass man weiter mit ihm im Kampf um den Moto3-Titel rechnen muss. Auch im Qualifying konnte Bezzecchi seine vorherige Performance bestätigen und schnappte seinem WM-Rivalen Jorge Martin die Pole vor der Nase weg.

Der Spanier, welche immer noch mit seiner Verletzung aus Brünn zu kämpfen hatte, schaffte dennoch einen sehr guten zweiten Startplatz. 0,0o78 Sekunden fehlten  Martin dabei auf den Polesetter. Dritter wurde Albert Arenas mit 0,638 Sekunden Rückstand. Für Bezzecchi war dies gleichzeitig das beste Qualifying-Ergebnis in seiner Moto3-Karriere.

Dabei waren sich die Moto3-Piloten am Anfang noch unklar mit welcher Abstimmung es auf die Strecke gehen sollte, denn bis zum Qualifiyng hatte es noch geregnet und so gingen die meisten Fahrer auch mit Regenreifen auf Zeitenjagd. Den Anfang machte direkt Vincente Perez. Der Avintia-Pilot zeigte sich an der Spitze, während der FP2-Schnellste John McPhee das Qualifying mit einem Sturz in Kurve 3  begann. Auch Gabriel Rodrigo folgte dem Schotten abseits der Strecke in Kurve 7. Jorge Martin (Gresini-Honda), der hingegen das dritte Training ausgelassen hatte, bewies trotz seinem Handicap Schnelligkeit – eine Viertelstunde vor Quali-Ende griff der WM-Zweite an und schob sich erst in die Top 10 und startete von dort einen Angriff auf die Pole Position. 

Auch Philipp Öttl konnte vorerst die Mischbedingungen auf der Strecke für sich ausnutzen und fuhr fünf Minuten vor Ende an die Spitze. Philipp Öttl, Aron Canet und Jorge Martin lagen anschließend im Pole-Duell, bis Marco Bezzecchi sich mit 1:38.617 vor seine Konkurrenz setzte. Jedoch gelang es nur Bezzecchi und Martin eine 1:38er-Zeit zu fahren. Albert Arenas (Angel Nieto) fehlten bereits über sechs Zehntelsekunden auf die Top 2. Dahinter kamen Aron Canet (Estrella Galicia), Tony Arbolino (Marinelli Snipers), Gabriel Rodrigo (RBA BOA Skull), Marcos Ramirez (Bester Capital Dubai), Philipp Öttl (Südmetall Schedl GP), Enea Bastianini (Leopard Racing) und Adam Norrodin (Petronas Sprinta) in die Top 10. 

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Text: Doreen Müller-Uhlig

Foto: PrüstelGP – Ronny Lekl

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