Spielberg-GP: Bezzecchi stürmt zum Sieg

Marco Bezzecchi gewann in Spielberg das Rennen der Moto3-Klasse. Der Italiener dominierte das Rennen und behielt auch dann die Nerven, als ihn die Gegner massiv unter Druck setzten.

Bezzecchi hatte von der Pole Position aus den besten Start und führte das Feld durch Runde eins. Dahinter reihten sich Jorge Martin, Gabriel Rodrigo und Albert Arenas ein. Das Tempo an der Spitze war hoch und so tat sich hinter Arenas auch früh eine kleine Lücke auf. Die Verfolgung des Führungsquartetts nahm zuerst Tony Arbolino auf, doch dann war es Jaume Masia.

Masia, der Freitag der Schnellste gewesen war, war nun auch der Schnellste auf der Strecke und kam den Streithähnen vor ihm immer näher. Diese wiederum tauschten die Positionen munter durch und ermöglichten damit Bezzecchi, sich abzusetzen. Nach einem Fehler von Rodrigo, bei dem der Argentinier beinahe gestürzt wäre fiel er immer weiter zurück.

Vorn gesellten sich Masia und Lorenzo dalla Porta zur Spitzengruppe. Letzterer drehte einige Male die schnellste Runde, verlor nach einem Fehler aber wieder einige Meter und fand sich im Schlepptau seines Teamkollegen Enea Bastianini wieder. Erst bei noch drei zu fahrenden Runden wechselte die Führung: Jorge Martin bremste sich an Bezzecchi vorbei. Dieser konterte allerdings eine Kurve später und von da ab gab es kein Halten: Bezzecchi ließ sich die Führung nicht mehr abnehmen.

Im weiteren Podiumskampf wurde es schließlich noch spannend. Bastianini hatte es in der Schlussphase geschafft, zur Spitze aufzuschließen und überholte zunächst Martin. In der Anfang zur letzten Kurve zog der Italiener auch an Jaume Masia vorbei und wurde Zweiter. Masia wurde seinerseits überrumpelt von Martin und verlor das Podium auf den letzten Metern. Er wurde hinter Arenas und dalla Porta Sechster. Philipp Öttl verlor nach dem Start vier Positionen und hatte das Rennen über hart zu kämpfen. Der Deutsche überquerte als 14. die Ziellinie. Im ganzen Rennen gab es nur einen Ausfall zu vermelden: Andrea Migno crashte in der Zielkurve.

 

Stimmen vom Podium:

 

Jorge Martin (P3)

“Es ist schwierig diese Emotionen zu beschreiben. Es war ein hartes Wochenende für mich und es ist unglaublich, dass ich hier stehe.”

Enea Bastianini (P2)

“Ich bin sehr sehr happy. Es war nicht mein bester Start ins Jahr, aber heute war echt ein Wahnsinnsrennen. In der ersten Hälfte habe ich sehr gepusht um die Lücke zu schließen. Das war aber nicht einfach, denn wenn man einen Fahrer überholt hat, kamen gleich zwei andere und gingen vorbei. In der letzten Runde habe ich gesehen, dass Arenas weit ging und dann sagte ich mir “Du kannst es schaffen”. Ich bin wirklich sehr glücklich.”

Marco Bezzecchi (P1)

“Ich wusste, dass ich eine sehr gute Pace habe. Deshalb habe ich versucht, so gut wie möglich zu starten. Ich habe dann gesehen, dass wir eine kleine Lücke zur nächsten Gruppe aufgetan hatten. Das war gut, denn dadurch wurde es weniger gefährlich. Anschließend habe ich versucht meinen Rhythmus zu halten. Drei Runden vor Schluss hat Martin versucht mich zu überholen, aber ich habe zurück überholt und wir hatten einen tollen Kampf. Ich bin sehr glücklich.”

 

Text: Dominik Lack

Foto: motogp.com

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