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Speedway Bundesliga: Final Countdown in Brokstedt


Mit großer Spannung erwartet: das Finale der Bundesliga – Landshuter Devils vs Brokstedter Wikinger. Der Tag auf dem Holsteinring in Brokstedt begann mit den Läufen der Nordeutschen Bahnmeisterschaft (NBM) der Junioren (9-14 Jahre, 125 ccm). Nach 10 Durchgängen standen die Teilnehmer für das Finale fest: Kevin Lück (MSC Cloppenburg), Lukas Wegner (MC Bergring Teterow), Marvin Wiegert (ebenso vom MC Bergring Teterow), Finn Loheider (MC Norden) und Calvin Richter 
(SC Neuenknick).



Es ist 14:00 Uhr – Start Heat 1
Am Startband stehen für die Devils: Mark Riss (eingesetzt für den verletzten Michi Härtel) und Rene Deddens. Für die Wikinger: Tobi Kroner und Kai Huckenbeck. Beim Start gab es eine Bandberührung durch Mark Riss und der Start wurde mit allen 4 Fahrern wiederholt; Mark Riss musste jedoch 15m zurückversetzt starten. Die Wikinger holten sich die ersten 5 Punkte.

Im Heat 2 konnten sich die Wikinger wieder durchsetzen und holten sich weitere 5 Punkte ab. Andrzej Lebedevs fiel leider aus, somit gab es für die Devils nur 1 Punkt.
3 Punkte: Robert Miskowiak (eingesetzt für den verletzten Peter Kildemand), 2 Punkte: Joonas Kylmäkorpi, 1 Punkt: Martin Smolinski, Ausfall: Andrzej Lebedevs (eingesetzt für den verletzten Renat Gafurov)

Im Heat 3 räumten die Wikinger ebenfalls ab – weitere 5 Punkte durch den Kapitän des Teams Tobi Kroner und Matten Kröger. Erik und Mark Riss hatten keine Chance, es blieb bei einem Punkt. Nun folgte der Finallauf der Norddeutschen Bahnmeister-schaft. 1. wurde Kevin Lück, 2. Marvin Wiegert und den 3. Platz belegte Lukas Wegner. Nun folgte Heat 4. des Bundesliga-Spektakels. Für mich ein Lauf der in die Speedway-Geschichte eingeht …. nennen wir es auch „das Wunder von Brokstedt“. Am Startband für die Wikinger: Joonas Kylmäkorpi und der frischgebackene Deutsche Speedway-Meister Kai Huckenbeck. Für die Devils: Andrzej Lebedevs und Rene Deddens. Die Ampel geht auf grün und das Startband schnellt hoch ….. mit einem Überschwung aus der Kurve heraus ging Kai Huckenbeck innen durch und setzte sich an die Spitze. Noch war das Feld sehr eng zusammen. In der 3. Runde fighteten Andrzej Lebedevs und Kai Huckenbeck, kamen weiter nach außen, Joonas Kylmäkorpi fand eine Lücke ging innen dazwischen und schoss regelrecht durch. Unglaublich, man traute sich gar nicht Luft zu holen, noch eine Runde ….. durchhalten dachte ich nur …. und dann war es da …. das „Wunder von Brokstedt“ und somit weitere 5 Punkte für die Wikinger. Die Wikinger hatten den Spieß umgedreht. Ich musste ersteinmal Luft holen. Freudentaumel, Geklatsche und Rufe. Es war eine wahnsinnig tolle Rennatmosphäre. 
Im Heat 5 setzten die Devils Martin Smolinski als Joker ein. Die Rechnung ging auf und Smoli konnte das angeschlagene Punktekonto der Devils  mit 6 Punkte aufbessern. 2 Punkte für die Wikinger durch Robert Miskowiak  und 1. Punkt durch Erik Riss für die Devils. Matten Kröger für die  Wikinger ging leider leer aus. Es stand jetzt 22:11 für die Brokstedter Wikinger. 

Im Heat 7 hatte Erik Riss einen sehr guten Start und war vorn. Kai Huckenbeck versuchte alles um  an ihm vorbeizukommen, doch Erik verteidigte seine Position. Die Devils sicherten sich 4 Punkte. Es blieb weiter spannend. Nach diesem Lauf erfolgte die Siegerehrung  der Junioren der NBM. Im Heat 10 gab es einen dramatischen Aufsteiger auf der Gegengeraden von Tobi Kroner, er konnte die Maschine halten und holte zusammen mit Kai Huckenbeck 5 Punkte für die Wikinger. Mark Riss 1 Punkt und Rene Deddens ohne Punkt. Nun stand es 38: 25 für die Wikinger. Nach Heat 14 stand bereits der Sieger fest: die Brokstedter Wikinger; daran konnten auch die 4 Punkte für die Devils und der Ausfall von Kai Huckenbeck im Lauf 15 nichts ändern. Endergebnis: 53 zu 40 für die Wikinger.

Und hier wieder mein Fazit: ersteinmal Glückwunsch an die Wikinger, die Kampf- und Teamgeist zeigten und alles gegeben haben; Glückwunsch auch an die Devils, die auch alles versucht und gegeben haben. Das war ein Rennen, was an Spannung nicht zu überbieten war. Besonders froh war ich darüber, dass es in dem ganzen Rennen zu keinen Sturz kam. Die Bahn war in einem optimalen Zustand und die Rennpause, in der die Siegerehrung der NBM stattfand, wurde gleich als Bahndienstpause genutzt. In den Bahndienstpausen war Egon Müller als Interviewer unterwegs, unter anderem aus dem Fahrerlager mit Martin Smolinski. Petrus hatte auch ein Einsehen, das Wetter hielt sich. Und für das kulinarische Wohl war wie immer bestens gesorgt. Was will man an so einem Sonntag mehr ?













Text und Fotos: Anke Claassen   

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