So liefen die ersten Tests der deutschen Moto2-Stars

Die Saison 2018 ist vorbei. Mit dem Großen Preis von Valencia vor zwei Wochen ist die Rennaction zum Ende gekommen. Gleichzeitig beginnt jedoch auch die Vorbereitung auf die Saison 2019! Mit Testfahrten in Valencia und Jerez de la Frontera konnten die Piloten aller Klassen erste Eindrücke auf ihren neuen Arbeitsgeräten sammeln. Allein in der Moto2 sind drei Deutsche Piloten mit am Start, deren erste Wintertests wir hier zusammengefasst haben.

 

Philipp Öttl:

Philipp Öttl war erstmals für das Tech3-Team in der Moto2 unterwegs. Auch wenn das Wetter in Jerez noch einiges zu wünschen übrig ließ, konnte der 22-Jährige einige Runden drehen. Öttl beendete seinen ersten Test mit einer Rundenzeit von 1:44,207 auf Platz 28 der Zeitenliste. “Ich habe viel an meinem Fahrstil gearbeitet, den ich erst auf die Moto2 umstellen muss, da das Bike größer und schwerer ist als mein bisheriges Motorrad.” so Öttl, der am dritten Tag im Regen auf Platz acht fuhr: “Im Regen habe ich mich sogar besser gefühlt als mit der Moto3. Ich habe das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Test war insgesamt gut.”

Lukas Tulovic:

Mit Lukas Tulovic bekommt die Moto2 2019 noch einen weiteren deutschen Zuwachs. Der 18-Jährige konnte ebenfalls in Jerez zum ersten Mal sein Kiefer Racing-Bike testen und war mit einer 1:42,916 auf Platz 20 zu finden. “Der Unterschied zwischen der alten KTM und der für die neue Saison ist nicht allzu groß. Ich hatte kein Problem damit, mich an das neue Bike zu gewöhnen. Nur der Motor ist anders. Ich fühle mich im Team aber sehr wohl, was natürlich auch sehr wichtig ist.” sagte Tulovic gegenüber motogp.com.

Marcel Schrötter:

Marcel Schrötter griff in Jerez wie gewohnt für das Intact GP-Team an und belegte mit einer 1:42,241 den achten Platz. Teamkollege Lüthi brachte bei seinem Comeback in der Moto2 den 12.Rang zustande. “Der erste Test mit dem neuen Paket verlief sehr erfreulich. Es gab mit der neuen Technik absolut keine Probleme. Der erste Eindruck von allem war auf jeden Fall schon super. Ich habe mich auch sofort sehr wohl mit der neuen Maschine gefühlt und mit jedem Run wurde es besser.”, zeigte sich Schrötter begeistert und fügte hinzu: “Dieses neue Motorrad macht unglaublich viel Spass. Im Gegensatz zu dem, was wir bis jetzt gefahren sind, ist dieses Bike einfach eine richtige Rennmaschine. Aufgrund des Runterschaltens ohne Kupplung ist einfach Up-to-Date. Man kann nun ganz anders bremsen und daher lässt es im Kurveneingang viel mehr Spielraum zu. Mit dem alten 600er Motor war man in diesem Bereich eigentlich sehr eingeschränkt, weil man zu sehr mit dem Sliden beschäftigt war. Jetzt gibt es viel mehr Möglichkeiten, das Limit in diesen Bereichen anders auszuloten. Das macht die Sache natürlich umso interessanter. Hinzu kommt auch die höhere Motorleistung mit einer besseren Beschleunigung im Kurvenausgang. Das ist wirklich schön, sowie das neue Chassis ein gutes Gefühl vermittelt. Ich freue mich also schon gewaltig auf nächstes Jahr. Zuvor ist aber eine Auszeit angesagt. Die Saison war lang und anstrengend. Nach ein, zwei Wochen werde ich aber wieder mit dem Training beginnen. Falls es überhaupt so lange dauert. Ich bin es ja kaum gewohnt, nichts zu tun. Vielleicht werde ich vor Neujahr wieder für vier Wochen zum Training nach Amerika gehen.”

 

Text: Dominik Lack

Foto: Tech3 (photopsp.com)

Tags:, ,

Trackback von deiner Website.

Kommentieren