Sidecar WM: Reeves/Wilkes mit Rundenrekord zum Sieg

Mit einem neuen Rundenrekord und zwei strahlenden Siegern endete der erste Renntag auf dem Pannoniaring in Ungarn. Es waren Tim Reeves und Mark Wilkes auf ihrer Adolf RS Yamaha, die einen blendenden Start hinlegten und sich direkt vor Ben und Tom Birchall setzen konnten.

Pekka Päivärinta und Jussi Veräväinen folgten auf dem dritten Rang liegend, dahinter tat sich bereits eine kleine Lücke zu Bennie Streuer und Kevin Rousseau auf, die sich vor Lewis Blackstock und Patrick Rosney setzten.

Scott Lawrie und Michael Fairhurst kamen als Sechste vom Start davon, gefolgt von Lukas Wyssen und Thomas Hofer , Sam und Adam Christie sowie Michael Grabmuller und Sebastien Lavorel. In Runde zwei waren Päivärinta/Veräväinen bereits an den Brüdern Birchall vorbei und versuchten die Lücke zu den Führenden Reeves/Wilkes zu schließen. Doch die Sachsenring-Sprint-Sieger legten noch einen Zahn zu und fuhren mit 1:59.207 einen neuen Rundenrekord. Das Duo schien mit konstanten 1:59er Zeiten nicht zu stoppen zu sein. An der Spitze war es letztlich jedoch ein eher einsames Rennen für die drei Top-Teams, auch wenn sie alle drei sehr schnelle Zeiten hinlegten.

Die auf dem vierten Platz liegenden Streuer/Rousseau hatten hingegen mehr Arbeit vor sich und befanden sich in einem anhaltenden Duell mit Lewis Blackstock und Patrick Rosney. Auch Lukas Wyssen und Thomas Hofer, welche Lawrie/Fairhurst hinter sich ließen, hatten ein unglaubliches Duell mit ihren Kontrahenten bis ein technisches Problem das Duo aus dem Rennen warf. Somit rückten Lawrie/Fairhurst wieder auf. 

Einen weiteren tollen Kampf sah man zwischen Sam und Adam Christie und Michael Grabmüller mit Beifahrer Sebastien Lavorel. Es kam zu einzelnen Kontakten zwischen den Duellanten, am Ende hatte hier Grabmüller/Lavorel die Nase vorn. 

Als das Rennen sich dem Ende nahte, waren die Top 3 uneinholbar an der Spitze. Reeves/Wilkes holten sich ihren nächsten Sieg, vor Päivärinta/Veräväinen, bei denen auf den letzten Metern die Reifen zu schwächeln begannen. Das Podium komplettierten Ben und Tom Birchall mit 1,213 Sekunden Rückstand zu den Zweitplatzierten.

Platz 4 holten sich Blackstock/Rosney, denn auch bei Streuer/Rousseau schwächelten die Reifen in letzter Renndistanz, so dass das enttäuschte Duo ihre Position an Blackstock/Rosney abgeben mussten. Lawrie/Fairhurst erreichten den sechsten Platz, dahinter kamen Michael Grabmüller und Sebastien Lavorel auf sieben. Für die Delta-Racer tat sich zum Rennende noch beinah eine Chance auf einen weiteren Platz gut zu machen, nur 0,225 Sekunden fehlten den beiden zu Lawrie/Fairhurst, doch in dem kurzen Sprintrennen bot sich keine Möglichkeit mehr für eine Attacke. Dennoch ein gutes Ergebnis für Grabmüller/Lavorel, die nach ihrer Abreise am Sachsenring Null Punkte verkraften mussten.

Janez Remse und Eamon Mulholland wurden neunte., Peter Kimeswenger und Jens Lehnertz holten sich den zehnten Platz vor Jakob Rutz und Marcel Fries (11.) und Eero Pärm mit Mairon Meius auf ihrer LCR Yamaha (12.). Das zweite Rennen startet heute um 13:10 Uhr. 

Text: Doreen Müller-Uhlig

Foto: FIM Sidecar World Championship / Mark Walters

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