Sidecar WM: Finaler Showdown in der Magdeburger Börde

Am kommenden Wochenende steht die letzte Runde in der FIM Sidecar World Championship auf dem Plan. Ein Rennen über 21 Runden entscheidet in der Magdeburger Börde darüber, wer 2018 letztlich sich den Meisterschaftstitel mit nach Hause nehmen wird.

Drei Teams haben während der Saison um die Meisterschaft gekämpft, Tim Reeves und Mark Wilkes galten dabei bis zum letzten Lauf in Kroatien als heißeste Anwärter auf den diesjährigen WM-Titel, doch technische Probleme in Rijeka ließen den Vorsprung auf nur noch einen Zähler schrumpfen! Klarheit bringt somit erst das letzte Rennen in dieser Saison.

2018 war bisher ein chaotisches Jahr für die Teams der Seitenwagen Weltmeisterschaft. Anders als im Vorjahr übernahmen Reeves/Wilkes mit ihrem 600ccm Adolf RS Gespann und Paivarinta/Veravainen die Kontrolle zu Beginn des Jahres, während die Birchall-Brüder aufgrund technischer Differenzen nur niedrige Platzierungen einfahren konnten oder sogar Nuller kassierten, etwas was ungewöhnlich für das erfolgsverwöhnte Duo ist.

Tim Reves und Mark Wilkes nutzten ihre Chance und hielten eine komfortable Führung vor Pekka Paivarinta und Jussi Veravainen. Doch aufgrund eines blöden Fehlers in Ungarn, bei dem Reeves/Wilkes abseits der Strecke gerieten, holten sie nur Platz 10 in diesem Lauf und ihre Kontrahenten kamen näher. 

Für die meiste Aufregung sorgte die nächste WM-Runde, auf dem Sachsenring. Erstmals seit 2014 gingen die Gespanne hier wieder an den Start. Anhaltende Regenschauer begrüßten die Gespannteams auf dem sächsischen Kurs und nach den ersten Trainings machte sich Unmut im Fahrerlager breit. Der “Reifen-Gate” sorgte für das vorzeitige Abreisen von Michael Grabmüller und Sebastien Lavorel.

Doch der große Gau kam erst nach dem Reifendebakel. Während das Publikum großartige Regenschlachten an der Spitze sah, mussten nach der Veranstaltung drei Teams ihre gewonnenen Punkte wieder abgeben, da sie Benzin verwendeten, der nicht den Regularien entsprach. Die Strafe traf Paivarinta/Veravainen, Wyssen/Hofer und Rutz/Fries gleichermaßen. Besonders hart für das finnische Gespann die als Zweit- bzw. Drittplatzierte auf dem Sachsenring ganze 36 Punkte einbüßten und so ihre WM-Chancen schon davonfliegen sahen.

Doch es sollte schließlich doch noch ganz anders kommen, denn Tim Reeves und Mark Wilkes, die mit 51 Punkten Vorsprung vor Ben und Tom Birchall nach Kroatien reisten, machte dort die Defekthexe einen deftigen Strich durch die Rechnung. Wäre hätte damit gerechnet, dass Reeves/Wilkes gleich zweimal nicht in die Wertung kamen.

Die Birchalls gewannen schließlich beide Rennen und platzierten sich damit 1 Punkt hinter Reeves und Wilkes. Auch Paivarinta und Veravainen erreichten zwei gute Resultate und machten verlorenen Boden gut, auch sie haben rechnerisch noch Chancen Weltmeister zu werden. Denn wie uns die diesjährige Saison in der FIM Sidecar World Championship zeigte, ist nahezu alles möglich. 

Wer wird es also werden? Mehr erfahren wir am kommenden Samstag um 17:25 Uhr.

Mehr Infos zur Veranstaltung findet Ihr HIER.

Text und Foto: Doreen Müller-Uhlig

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