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Sidecar WM: Erfolgreicher “Wintertest” in Val de Vienne

Auch in diesem Jahr nutzten wieder einige Teams der “FIM World Sidecar Championship” das traditionelle “Carlos Trainingslager” in Val de Vienne / Frankreich für ausführliche Testfahrten bevor es in wenigen Wochen zum Rennauftakt nach Le Mans geht.

Obwohl es das Wetter in heuer nicht ganz so gut mit der Gespannszene meinte, liefen die ersten Testtage in diesem Jahr insgesamt recht gut für einige Teams. Unter den kühlen Temperaturen musste man es jedoch recht langsam angehen lassen, denn es gestaltete sich schwierig Hitze in die Reifen zu bekommen. So sah man auch im Verlauf der Trainings die ein oder andere rot geschwenkte Flagge.

John Holden reiste mit neuem Beifahrer nach Nordfrankreich. Lee Cain gewöhnte sich recht gut an den Fahrstil Holdens, auch die Technik kam erfolgreich auf den Prüfstand. Federung und Bremsen wurden ausgiebig getestet. Holden/Cain schienen zufrieden mit den Resultaten und verließen das Trainingscamp frühzeitig. 

Lukas Wyssen und Thomas Hofer sowie Jakob Rutz und Marcel Fries aus der Schweiz erlebten ebenso eine arbeitsreiche Testwoche. Sowohl für den 25-jährigen Lukas Wyssen, Sohn von Tony Wyssen (Seitenwagen-Europameister 1988), wie auch für die alteingesessenen WM-Starter Rutz/Fries startete der Test noch recht zäh. Am ersten Tag sah man beide Teams nur wenige Runden um den 3.768 km langen Kurs drehen. Im Vordergrund standen zunächst das Beheben technischer Probleme.

Erst an Tag 2 konnten Wyssen/Hofer und Rutz/Fries damit beginnen, sich der Federung und den Bremsen zu widmen, auch das Chassis erhielt jeweils ein Setup. Der Donnerstag verlief dabei weniger glücklich für die neue WM-Team-Paarung Wyssen/Hofer. Die Schweizer gerieten von der Strecke, rollten sich mit ihrem Gespann und mussten dabei erhebliche Schäden an ihrer LCR Yamaha hinnehmen. Beide Piloten blieben dabei unverletzt, haben nun jedoch alle Hände voll zu tun ihr Gespann bis Le Mans wieder in Gang zu bringen. 

Zwei weitere neue WM-Gesichter zeigten sich vergangene Woche in Frankreich. Ricky Stevens und Ryan Charlwood, zweifache Britische Sidecarchampions wollen 2018 ebenfalls ihr Glück in der FIM Sidecar World Championship versuchen. Ebenso wie die anderen Teams verbrachten sie viel Zeit damit Federung, Bremsen und Chassis einzustellen. Ihre LCR Kawasaki leistete jedoch gute Dienste. Auch Scott Lawrie hatte mit Michael Fairhurst einen neuen Mann und mit Yamaha eine neue Maschine an Board. Das Team zeigte sich glücklich über die Performance des Yamaha Motors, auch wenn nach dem Test wohl noch einige Modifikationen bis zum Saisonauftakt in Le Mans erfolgen sollen.

Tim Reeves und Mark Wilkes reisten indes erst verspätet an. Mit im Gepäck ein neues Chassis und ein neues Motoren-Setup zum Testen. Das neue Adolf RS Gespann mit Yamaha Motor war noch recht unbekannt für beide, jedoch nach wenigen Runden zeigten sich Reeves/Wilkes positiv überrascht von der Performance ihres neuen Einsatzgerätes. Indes begnügte sich Bennie Streuer mit dem Test seiner Maschine für die Holländische Meisterschaft. An seinem WM-Gespann schien es nichts verbesserungswürdiges zu geben und so nutzte der Niederländer Val de Vienne hauptsächlich um sich geistig und körperlich auf den Start der WM vorzubereiten.

Terminkalender FIM Sidecar World Championship 2018

         
1. Runde   21/04/2018 Le Mans Frankreich
2. Runde 11/05/2018 bis 12/05/2018 Slovakiaring Slowakei
3. Runde 23/06/2018 bis 24/06/2018 Sachsenring Deutschland
4. Runde 30/06/2018 bis 01/07/2018 Pannoniaring Ungarn
5. Runde   19/08/2018 Assen Niederlande
6. Runde 08/09/2018 bis 09/09/2018 Grobnik Kroatien
7. Runde   06/10/2018 Oschersleben Deutschland

 

Text: Doreen Müller-Uhlig

Foto: FIM Sidecar World Championship / Mark Walters


Mehr Infos über die FIM Sidecar Worldchampionship erhaltet Ihr HIER.

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Kommentare (2)

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    FAN

    |

    Schade das das Deutsche WM Team nicht erwähnt wurde …

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      Doreen

      |

      Lieber Leser, da geben wir Dir Recht. Das ist in der Tat schade und soll auch so nicht sein. Bei Veröffentlichung lagen uns leider keine detaillierten Trainingsinformationen zu Gall/Sattelberger vor. Als unter ferner liefen wollten wir beide nicht darstellen. Wir werden das Duo noch einmal separat als WM-Starter beleuchten. Mehr dazu in bälde.

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