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Sidecar Trophy: Vorschau auf das Seitenwagen-Highlight in der Steiermark

Die Internationale Sidecar Trophy oder die Einsteigerserie, wie sie in Kennerkreisen gern genannt wird, geht 2018 nun bereits in ihre 9. Saison und ist auch in diesem Jahr wieder Teil des  15. Internationalen Ruppert Hollaus Gedächtnisrennens

2010 gründeten Eckart Rösinger und Carlo Auer die Internationale Sidecar Trophy und setzten damit ihre Ziele aus dem Sidecar Eurocup fort: Jedem die Möglichkeit zu geben, in einen Seitenwagen zu steigen und bezahlbaren Rennsport zu betreiben. Über die Jahre hinweg hat die Internationale Sidecar Trophy einige erfolgreiche Teams hervorgebracht, die heute in der Superbike*IDM Sidecar oder der Sidecar-WM nach neuen Herausforderungen suchen. Und doch kehren auch 2018 viele Duos als gern gesehene Gäste in die Trophy zurück. Auch auf dem Red Bull Ring können wir wieder bekannte Gesichter der Seitenwagen-Szene als Gäste erwarten.

U. a. Rogier Weekers und Remco Moes, sowie Adam Treasure mit Brad Gorrie und Peter Schröder mit Stephanie Waldvogel aus der Superbike IDM*Sidecar. Von den italienischen und französischen Meisterschaft stoßen ebenfalls einige Teams dazu und mischen das Starterfeld gehörig auf. Doch auch bei den permanent, eingetragenen Teams geht es in diesem Jahr von Haus aus eng zur Sache.

Trophy 600: Die Meisterentscheidung fiel bereits in Oschersleben!

Als Meisterschaftsführende kam dieses Duo nach Oschersleben und macht dort bereits Nägel mit Köpfen: Enrico Wirth und Ronny Uhlig! Erstmals in diesem Jahr steht der Champion in der Trophy 600-Klasse schon fünf Rennen vor Saisonende fest! Mit 10 Siegen, einem zweiten Platz und einen gewaltigen Vorsprung von 124,5 Punkten reist das ostdeutsche Duo als frisch gebackene 600 Champions an den Red Bull Ring. Uneinholbar liegen sie für ihre Kontrahenten in diesem Jahr vorn, da in den verbleibenden Rennen nur noch 112,5 Zähler zu vergeben sind.

Um den Platz des Vizemeisters wird es hingegen im Finale noch mal spannend. Die Vorjahressieger der Trophy 600 Ken Knapton und Enrico Roick hatten in Most leider technisch nicht so viel Glück und mussten Punkteinbußen hinnehmen, schafften in Schleiz und Oschersleben aber wieder den Sprung aufs Treppchen. Auch das norddeutsche Vater-Sohn-Duo Norbert und Sören Kirst hätten punktetechnisch Chancen Vizemeister zu werden, muss allerdings berufsbedingt in Spielberg passen. So wäre der Weg frei für ihre engsten Konkurrenten in diesem Jahr, Klassenumsteiger und Trophy 1000-Vorjahressieger Robbert Van Kampen und Jarno Bouius.

Diese lagen bis zum Meisterschaftslauf in Oschersleben an zweiter Stelle in der Punktewertung. Ein Unfall im ersten Qualifying machte jedoch die Hoffnungen der Niederländer zu Nichte, so dass eine Teilnahme bei den verbliebenen Rennen für sie nicht mehr möglich ist. 

Von diesem Ausfall profitieren könnten u.a. das Team Siegel aus Peuerbach, die derzeit auf Rang 5 liegen und in die Chance haben in Top 3 aufzusteigen. Günther Bachmaier und Hendrik Crome sind jedoch ebenfalls wieder mit dabei, als punkteberechtigte Starter wird man das schnelle F2-Gespann im Podiumskampf mit auch auf der Rechnung haben müssen. Auch im Mittelfeld darf man sich ebenfalls auf spannende Duelle freuen: Jürgen Damaschke / Jürgen Sabaschus sowie Markus Heck / Rene Manz schenkten ihren Kontrahenten bisher keinen Meter. Die Startliste der 600 ccm Klasse komplett machen Günter Gloeden und Carolin Zimmermann, welche zusammen ihre zweite Saison bestreiten.

Trophy 1000: Wer kann den Schweden noch die Suppe versalzen?

Mit 16 Gespannen wartet hingegen die Trophy 1000 auf. Nach mehreren souveränen Siegen in der bisherigen Saison führt dort der Schwede Tomas Axelsson die Meisterschaftswertung an. Drei Beifahrer verhalfen Tomas Axelsson bisher an die Tabellenspitze, in Oschersleben saß erneut Nadja Milsten im Boot.

Das schwedische Duo fuhr in der Magdeburger Börde souverän zwei Gesamtsiege ein und führt derzeit mit 214,5 Zählern die Meisterschaft der 1000er an. Felix Bereuter und Andy Kolloch mussten hingegen unfreiwillig die letzten Läufe auslassen und meldeten sich in Oschersleben erstmals mit einem zweiten Platz zurück. In Spielberg wollen sie sich noch einmal von ihrer besten Seite präsentieren, Chancen auf den Titel haben sie jedoch kaum mehr. 

Dennoch sind auch sie Podiumskandidaten, ebenso wie das belgisch-deutsche Duo Chris Baert und Ronja Mahl, mit ihrem markant goldenen Gespann, welche aktuell Platz 3 in der Gesamtwertung einnehmen. Auch Remy Gasche und Steffen Werner, die sich 2018 über einen Sieg und 3 x zweite Plätze freuen konnten, können es den Schweden noch schwer machen. In Oschersleben verpassten sie das Podium, nachdem sie eine Zeitstrafe absitzen mussten, dennoch hat das Duo aktuell Platz 2 mit 173 Punkten inne. 

Roman Sedlacek und Katerina Rozenekova schafften es bisher zwar nicht aufs Treppchen, fuhren jedoch stets in die Punkte und liegen damit in der Gesamtwertung auf Platz 6 hinter Franz Kapeller und Josef Mühlecker, sowie Markus Schwegler und Steffen Rähder des Motorsport Königswartha e.V.. Die Ducati-Gespannpiloten Schwegler/Rähder fuhren in Most ihr erstes Podium ein und wollen noch einmal den Sprung aufs Treppchen schaffen, doch die Diva macht es den beiden nicht leicht und fordert viel technische Aufmerksamkeit.

Gespann-Einsteiger Franz Kapeller und Josef Mühlecker, die vorher im Formel-Sport beheimatet waren sind ebenfalls erneut mit von der Partei, sie sah man zum ersten Mal in Rijeka mit Platz 3 auf dem Treppchen stehen und mussten dort bereist das Feld den schnellen Italienern überlassen. Diese werden auch am Red Bull Ring sich wieder blicken lassen. Im vergangenen Jahr siegten Rocco Ozimo und Massimo Zannarini zweimal in der Steiermark und zählen somit zu den Startern, die, die ganze Trophywertung noch einmal durchmischen könnten.

Für das belgische Duo Kurt Gusse und Pierre Maessemann heißt es hingegen weiter Erfahrungen zu sammeln, sie sind ebenfalls Einsteiger in dieser Saison und kamen bis auf Brünn und Oschersleben immer in die Punkte. Rainer und Tanja Crome, die sonst im klassischen Gespannsport aktiv sind, wollen sich mit ihren Gespannfreunden ebenfalls auf dem Red Bull Ring messen, ebenso wie Thomas Stippel und Wolfgang Deutschmann.

Mehr Informationen zu den Startern der Sidecar Trophy findet Ihr jederzeit auf Facebook unter „Der Beifahrer-Alles rund um die Sidecar Trophy“. Ergebnisse der vergangenen Rennen, Punktestände und nützliche Infos auf der Homepage der Serie unter www.sidecar-trophy.de oder im Jahresmagazin “Der Beifahrer”, welches im Trophy-Fahrerlager erhältlich ist.

Zeitplan des Wochenendes

Samstag, 18.08.2018

08:28  Int. Sidecar Trophy – Qualifikation 1

13:00  Int. Sidecar Trophy – Qualifikation 2

17:20  Int. Sidecar Trophy – Sprintrennen 1 – 6 Runden

Sonntag, 19.08.2018

09:45  Int. Sidecar Trophy – Sprintrennen 2 – 6 Runden

15:20  Int. Sidecar Trophy – Hauptrennen – 10 Runden

 

Text und Fotos: Doreen Müller-Uhlig

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