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Sidecar Trophy: Schröder/Werth und Reeves/Wilkes siegen dominant

Nach dem klaren Sieg am Vortag beim Sprint-Rennen erhofften sich Joseph Sattler und Uwe Neubert natürlich auf für das Hauptrennen ein Top-Resultat. Beim Start mussten sich die IDM-Starter zunächst ihren Meisterschafts-Kontrahenten Schröder/Werth geschlagen geben. Peter Schröder zog mit seiner Suzuki 1000 dem Teilnehmerfeld von Start davon und bog als führendes Gespann in die erste Kurve ein, gefolgt von Sattler/Neubert und Reeves/Wilkes. Schröder/Werth mussten ihre Führung jedoch zügig an Sattler/Neubert abgeben und abreißen lassen.

Zwischenzeitlich hatten sich Endeveld/Remme an das Schweiz-Deutsche Duo herangearbeitet. Auf der 5,403 km langen Grandprix-Strecke entbrannte schließlich ein heißer Kampf um die Podiumsplätze. Aus einem reinem IDM-Podium wurde jedoch an diesem Sonntag nichts, denn bereits in der fünften Runde kam das Aus für Sattler/Neubert aufgrund technischen Defekts und das Duo kehrte ohne die Ziellinie zu sehen zurück in die Box. Auch Mike Roscher und Anna Burkard beendeten das Rennen nach drei Runden, ebenso Felix Bereuter und Valentin Marklin.

Währenddessen setzten sich Schröder/Werth als neue Führende deutlich ab. Endeveld/Remme hatten Mühe dran zu bleiben und die Spitzengruppe bestehend aus Schröder/Werth (1.), Endeveld/Remme (2.), Reeves/Wilkes (3.), Kimeswenger/Lehnerz (4.) und Guignard/Poux (5.) zog sich immer weiter auseinander. Auf den Rängen 6 und 7 kämpften Rösinger/Werner und Wirth/Uhlig um die beste Platzierung. Enrico Wirth beobachte genau Kontrahent Eckart Rösinger und fand in der fünften Runde den richtigen Moment am Ende Start Ziel um am Team Early Grey vorbei zu gehen. Doch von hinten schloßen Michael Grabmüller und Sophia Kirchhofer, die aus der Boxengasse gestartet waren und zu Beginn noch das gesamte Starterfeld vor sich sahen, zügig auf. Nachdem Grabmüller/Kirchhofer ebenfalls Rösinger/Werner passieren konnten, blieben sich dicht an Wirth/Uhlig dran und zogen an den Trophy 600-Vizemeistern in der zehnten Runde vorbei.

Aber auch auf den Plätzen 9 bis 11 ging es hart zur Sache Ken Knapton und Enrico Roick versuchten ihr Ergebnis aus dem Sprintlauf zu verbessern und weiter in Richtung Podium zu kommen, sahen sich jedoch zwei F1-Gespannen ausgesetzt. Während auf den Geraden Baert/Mahl und Lundberg/Andersson mit ihren Motoren einen deutlichen Vorteil hatten, arbeiteten sich Knapton/Roick in den Kurven wieder dichter ran. Dennoch gelang es dem Britisch-deutschen Team nur schwer sich in der Dreiergruppe abzusetzen. Besonders die Schweden Lundberg/Andersson fuhren ein starkes Rennen und setzten sich zum Schluß immer wieder vor die F2 Vorjahres-Meister. Erst in der letzten Runde zogen Knapton/Roick schließlich vorbei und überquerten als Achtplatzierte in der Gesamtwertung die Ziellinie.

In der F1-Klasse gewann somit Peter Schröder mit Denise Werth vor Kees Endeveld/Jeroen Remme und Thomas Lundberg mit Mikael Andersson. In der reinen Trophy-Wertung der 1000er Gespanne bedeutete dies volle Punktzahl und die Tabellenführung für die Schweden. Die Punkte des Zweitplatzierten gingen an Chris Baert und Ronja Mahl, Platz 3 an Robert van Kampen und Jarno Bouius.

In der F2-Kategorie holten sich Tim Reeves und Mark Wilkes den Sieg, gefolgt von Peter Kimeswenger und Jens Lehnerz auf 2., Remy Guignard und Frederique Poux auf 3. In der Trophy-Meisterschaft der 600er Gespanne schnappten sich Wirth/Uhlig die volle Punktzahl, die Punkte für Platz 2 gingen an Ken Knapton und Enrico Roick, Platz 3. für Martin Schaffter und Gabriel Graber.

Gesamt-Zieleinlauf in der Kurzübersicht: Schröder/Werth (1.), Endeveld/Remme (2.), Reeves/Wilkes (3.), Kimeswenger/Lehnerz (4.), Guignard/Poux (5.), Grabmüller/Kirchhofer (6.), Wirth/Uhlig (7.), Rösinger/Werner (8.), Knapton/Roick (9.), Lundberg/Andersson (10.), Baert/Mahl (11.), Van Kampen/Bouius (12.), Schaffter/Graber (13.), Kirst/Kirst (14.), Damaschke/Sabaschus (15.), Gasche/Meyer (16.), Siegel/Siegel (17.), Heck/Manz (18.), Medek/Rozenkova (19.), Fisar/Kopecky (20.), Bereuter/Marklin (DNF Lap 6), Sattler/Neubert (DNF Lap 5), Roscher/Burkard (DNF Lap 3)

  • WarmUp am Morgen

    WarmUp am Morgen

  • Vorstart

    Vorstart

  • Start ins Goldrace

    Start ins Goldrace

  • Wirth/Uhlig

    Wirth/Uhlig

  • Knapton/Roick

    Knapton/Roick

  • Guignard/Poux

    Guignard/Poux

  • Kimeswenger/Lehnerz

    Kimeswenger/Lehnerz

  • Guignard/Poux

    Guignard/Poux

  • Thomas Lundberg

    Thomas Lundberg

  • Schröder/Werth

    Schröder/Werth

    Stimmen aus dem Rennen:

    Denise Werth (Suzuki 1000, Gesamt P 1 / F1 – P1 / Trophy -)

    „Es war ein super Start, Hammer von der Pole Position. In den ersten drei Runden habe ich immer nach hinten geschaut und habe gedacht „kommen sie endlich“ aber sie sind weit weg gewesen. Nach dem Ausfall von Sattler wusste ich gleich, dass wir Erster sind und habe jede Runde wieder gespannt nach hinten geschaut und als keiner kam, wusste ich die sieben Runden schaffen wir auch noch.“

    Michael Grabmüller (Yamaha 600, Gesamt P 6 / F2 – P 4 / Trophy -)

    „Alles war super und hat gepasst. Wir sind von der Box gestartet, weil wir nur  15.000 Umdrehungen drehen und der Motor neu ist und wir ihn noch etwas einfahren für die TT, aber das hat alles gut funktioniert.“

    Enrico Wirth (Yamaha 600, Gesamt P 6 / F2 – P5 / Trophy P 1)

    „Ich hatte mir vorgenommen den Start besser hinzubekommen als beim Sprint gestern, was gelungen ist. ich konnte mich super konzentrieren. Waren nach dem Start direkt hinter Team Rösinger, der gestern noch anderthalb Sekunden schneller war als wir und das hat uns extrem angespornt, da dran zu bleiben. haben sofort unseren Rhythmus gefunden, konnten drei oder vier runden die Linie von Eckart uns anschauen. Sind in der fünften Runde am Ende Start-Ziel vorbei gegangen, konnten einen kleinen Vorsprung raus fahren auf Eckart. Ronny hat heute seine Arbeit super gemacht, es lief rund und wir konnten zum gestrigen Tag nochmal zwei Sekunden draufpacken und wir können sehr zufrieden sein mit dem Saison-Start.“

    Mikael Andersson (Suzuki 1000, Gesamt P 10 / F1 – P 3 / Trophy P 1)

    „Es war sehr gut, es ist unglaublich. Wir hatten einen großartigen Kampf mit Ken Knapton auf dem 600er Gespann und wir haben uns in den letzten drei Runden mehrfach berührt, weil er immer die Linie wechselte und auch wir die Linie wechselten und er war in Mitten von zwei F1. Wir haben es sehr genossen und hatten viel Spaß!“

    Eckart Rösinger (Suzuki 600, Gesamt P 8 / F2 – P6 / Trophy -)

    „Ich war nicht so gut drauf wie gestern. Ich hab die andere Steuerkurve probiert mit der Elektronik, aber es hat nicht so gut geklappt heute. Aber der Enrico, der hat mich heute studiert anscheinend und mich dann mit meinen eigenen Waffen geschlagen.“

     

    Enrico Roick (Suzuki 600, Gesamt P 9 / F2 – P 8 / Trophy P2)

    „Der Start war heute besser, aber wir hatten die ganze Zeit die 1000er vor uns. An Chris Baert kommst Du nicht vorbei, da kannst Du machen was Du willst und wenn man einmal vorbei ist, steht man nach der Geraden wieder hinten an. Wir haben uns zig mal überholt, mit allen 1000ern und so verliert man Zeit.“

    Ronja Mahl (Suzuki 1000, Gesamt P 11 / F1 – P4 / Trophy P2)

    „Wir hatten einen super Start und hatten ein mega Rennen mit Knapton und den Schweden vor uns, das ging hin und her. Die Schweden konnten immer wieder innen rein, das war knapp. Wir haben uns da etwas fern gehalten und sind dran geblieben, sind als zweiter unerwartet ins Ziel. das war gut.“

    Ondrej Kopecky (Yamaha 600,  Gesamt P 20 / F2 – P 14 / Trophy P 9)

    „Für uns war es ein gutes Rennen. Es war die erste Erfahrung mit dem neuen Gespann. Wir sind zufrieden, wir sind im Ziel, das war unser ziel für dieses Wochenende.“

    Valentin Marklin (Suzuki 1000, DNF)

    „Der Start war noch schlechter als gestern. dann mussten wir erstmal kämpfen. Heute haben sich Chris, die Schweden und die Holländer mehr gewehrt und es hat 2-3 Runden gedauert sie zu kriegen. Wir hatten einen schönen Vorsprung raus gefahren, dann ist uns unten nach der 180 rechts die Kette gerissen und es war vorbei.“

     

    Text und Fotos: Doreen Müller

     

     

     

     

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